Es geht los - Etappe 1: San Leandro bis Agua Caliente
Tag 1: 02.04.12, sonnig, gefahren: 37 ml
Das Abenteuer beginnt! Am Montag, den 02.04.2012 übernehmen wir unser WoMo – einen Moturis E-23 (Baujahr 2011) - mit 21327 Meilen auf dem Tacho in San Leandro. Der Transfer von Downtown San Francisco nach San Leandro klappt wunderbar. Die Moturis-Leute holen uns um 12:00 Uhr an unserem Hotel ab und haben wie bestellt die passenden Kindersitze für unsere beiden Kids dabei, so dass alle sicher verpackt werden können ;-).
Bei Moturis noch die Formalitäten erledigt und dann ab in unser neues Heim (für die nächsten vier Monate). Nachdem wir das Nötigste aus den Koffern geholt haben, entscheiden wir uns, diese doch alle mitzunehmen, da der WoMo-Keller ja doch sehr geräumig ist (was uns Fredy ja auch bereits bestätigt hat).
Die Kindersitze haben wir in der Sitzecke befestigt. Becca sitzt in Fahrtrichtung und hat es ganz bequem in einem evenflo, den wir mit Seatbelt und Anker befestigt haben. Sams Babyschale haben wir schräg gegenüber rückwärts gerichtet mit noch ein paar zusätzlichen Gurten fixiert, damit die Schale richtig fest sitzt. Sam fühlt sich sehr wohl in seiner Babyschale. Insgesamt passt das so ganz gut, weil die beiden sich sehen und gegenseitig bespaßen können :-).
Um 16:00 Uhr geht‘s los zum nahe gelegenen Walmart mit dem Ziel das Nötigste einzukaufen. Dort angekommen stellen wir schnell fest, dass wir so einiges brauchen und dass es doch ganz schön tricky ist, sich durch den englischen Dschungel an Beschreibungen, Angebotsauszeichnungen und das große Angebot zu arbeiten. Dabei halten wir zwar unsere sorgfältig vorbereitete Einkaufsliste in den Händen, aber der Aufbau dieser Supermärkte – und da waren wir nicht mal in einem Superstore – ist doch ‚geringfügig‘ anders als in Deutschland ;-) und man ist einigermaßen überwältigt. Das Wichtigste können wir dann aber doch in einer passablen Zeit zusammentragen. Wir fahren zu unserem ersten Campground in Half Moon Bay und sind noch vor dem Sonnenuntergang da! Das Fahren mit dem WoMo ist gar nicht mal so anstrengend wie gedacht, auch wenn es bei der Überquerung der San Francisco Bay sehr stürmisch ist.
Am CG angekommen erklärt man uns, dass wir nicht reserviert hätten und dass die Site, die wir reserviert haben, bereits belegt ist. Wir können zum Glück beweisen, dass wir tatsächlich reserviert hatten, da wir die E-Mail in ausgedruckter Form vorweisen können und bekommen eine andere Site, die genau so schön ist wie die ursprünglich reservierte. Der Campground ist wunderschön – liegt direkt am Meer. Wir bestaunen abends tolle Wellen.
Tag 2: 03.04.12, sonnig, gefahren: 138 ml
Weiter geht’s am nächsten Tag den Hwy 1 entlang gen Süden. Wir haben wunderschönes Wetter und genießen die Fahrt entlang der Küste. Es gibt unzählige atemberaubende Vista Points und man möchte überall anhalten. Den 17-Miles-Drive zu nehmen stand für uns außer Frage und bei dem tollen Wetter werden wir auch nicht enttäuscht. Die herrliche Aussicht an den vielen Vista Points, Natur pur und Beccas erstes Fußbad im eiskalten Pazifik sind die 10 $ Gebühr allemal wert :-). Teilweise sind die Straßen sehr eng, so dass wir manchmal paar Äste mit der rechten Seite des WoMos streifen (unserer rechter Dachblinker musste dran glauben, wo wir ihn verloren haben, ist nicht bekannt – aber man kommt ja zum Glück auch ohne aus ;-). Einige Rehe hingegen streifen zwar unseren Weg, bleiben aber in respektabler Entfernung rechtzeitig stehen.
Weiter geht’s mitten durch Carmel by the Sea zum PFEIFFER BIG SURE SP, wo wir in der Dämmerung ankommen und ziemlich schnell in unsere Betten fallen. Apropos Betten: Die Betten im E-23 sind toll und wir können sehr gut und bequem schlafen. Becca schläft (und hat ihr Reich) im Alkoven, für Sam haben wir im Walmart ein Disney Baby-Travel-Bett gekauft. Das passt genau in die Tischecke und man kommt sogar noch vorbei. Wir müssten zwar jeden Abend die Platte rausnehmen und das Bett aufbauen, aber Sam soll es ebenso bequem haben wie wir alle und so erledigen wir das alles schon sehr routiniert in kurzer Zeit. Morgens falten wir das Bett wieder zusammen und verstauen es unter dem Tisch. Wir haben trotz eingebauter Kindersitze genug Platz am Tisch, wenn wir mal drin essen müssen.
Tag 3 und 4: 04./05.04.12, sonnig, gefahren: 123 ml
Erwachen im Wald :-) – wir haben eine schattige Campsite erwischt, hinter unserem WoMo plätschert ein kleiner Wasserfall. Schade, dass wir schon wieder weiter müssen, aber wir sind froh, die ersten beiden Wochen um Ostern herum reserviert zu haben, denn wo wir auch hinkommen: die Campgrounds sind voll und wir hätten lange suchen müssen, um noch etwas zu finden. Wir sind froh, uns diesen Stress zu ersparen. Weiter geht’s auf dem Hwy 1 die Küste entlang in Richtung L.A.
Weil der Hwy wegen Bauarbeiten ab dem Julia Pfeiffer Burns State Park geschlossen ist, müssen wir drei Stunden warten, aber wir hätten ein schlechteres Plätzchen dafür erwischen können ;-).
Als es dann endlich wieder vorwärts geht, haben wir noch ein ganzes Stück Weg vor uns – aber ein Besuch bei den Seelöwen bei San Simeon ist Pflicht.
Abends kommen wir in Morro Bay an und nun sind es nur noch ca. 7 Meilen bis zu unserem Campground im LOS PADRES NATIONAL FORREST – dem CERRO ALTO CG. Ein kleiner, ruhiger, abgelegener, gemütlicher Campground mitten im Grünen. Es gibt tolle Trails und endlich haben wir ein großes Stück Fleisch ‚gejagt‘ und machen unser erstes Campfire ;-).
Hier bleiben wir zwei Tage und lassen mal alle Fünfe grade sein. Wenn wir nochmal so eine Tour machen, planen wir die ersten Tage anders. Es war ziemlich anstrengend, alles einzukaufen und dann noch so weit zu fahren. Gerade wenn man mit Kleinkindern unterwegs ist, würden wir empfehlen, gleich zu Beginn einen CG zu suchen, der in der Nähe der Einkaufszentren liegt und dort zwei oder auch drei Tage zu bleiben, um alles unter Dach und Fach zu bekommen und dann entspannt weiterzufahren.
Tag 5: 06.04.12, sonnig, gefahren: 112 ml
Wir fahren bei schönstem Wetter weiter, Ziel ist an diesem Tag der EL CAPITAN STATE BEACH. Wir suchen uns einen Internet Hotspot und lernen bei dieser Gelegenheit einen Engländer kennen, der seit Jahren mit seinem VW Bus unterwegs ist (1,4 Mio. km auf dem Tacho), der uns noch einige Tipps für Las Vegas gibt. Wir lernen so viele nette Leute kennen, es macht wirklich Spaß hier zu sein. Zwischenstation ist Pismo Beach, wo wir einem Surf-Lehrer einen Gruß von unserem Freund Andreas ausrichten. Ein herrlicher Strand und langsam merken wir, dass Sommer ist: 26 Grad! An unserem CG angekommen, werden wir dort von vielen lustigen Ground Squirrels empfangen, die Becca gleich ins Herz schließt. Aber auch der Strand hat es ihr angetan, die großen Steine dort laden zum Klettern und Springen ein.
Tag 6 + 7: 07./08.04.12, sonnig, gefahren: 107 ml
Nach einem Frühstück im Sonnenschein fahren wir weiter durch Santa Barbara nach Malibu, wo wir Ostern verbringen. Wir finden im MALIBU CREEK SP eine schöne Site, es ist sonnig und warm. Wir suchen Ostereier im WoMo, machen Campfire und grillen was das Zeug hält ;-). Jens und Becca machen eine Wanderung über etwa 7 Meilen, entdecken einen Wasserfall, einen kleinen See und den Drehort des Films M.A.S.H. Auch tierisch ist einiges geboten: neben Osterhasen :-) und Rehen, die vor allem abends durch den Wald hüpfen, treffen wir auch Geckos an und eine freundliche Reiterin, die des Wegs kam und Becca eine Runde auf ihrem Pferd drehen ließ :-) Das war ein schönes Erlebnis für unsere Große.
Tag 8 + 9: 09./10.04.12, sonnig, gefahren: 150 ml
L. A. wir kommen :-) Jens wollte schon immer mal am Venice Beach Volleyball spielen und Inlineskaten.
Und diesen Traum haben wir wahr gemacht! Und dann kommt da plötzlich wer gelaufen - den kannten wir bisher nur aus dem TV :D.
Wir waren natürlich auch an allen strategisch wichtigen Punkten (außer Disneyland), wie ihr seht und dann geht es auch schon weiter zum nächsten CG nach SOUTH CARLSBAD. Unterwegs sehen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, so etwas habe ich Ewigkeiten schon nicht mehr über dem Meer gesehen.
In Carlsbad verbringen wir zwei Nächte, um den anstrengenden L. A.-Tag wieder etwas auszugleichen (Empfehlung: mind. 2-3 Tage L.A. einplanen) und getragene Wäsche in frisch gewaschene zu verwandeln ;-). Der Campground ist voll – auch hier sind wir sehr froh, reserviert zu haben. [wir würden diesen CG aber wahrscheinlich nicht noch einmal wählen, weil er durch die direkte Lage an einer vierspurigen Straße nicht der leiseste ist und zusätzlich alle Stunde ein Zug tutend relativ nahe vorbei fährt. Aber zum Glück nicht nachts :-)]
Tag 10 (11, 12+13), 11.-14.04.2012, meist sonnig, gefahren: 150 ml:
Wir machen uns auf nach San Diego.
Nach ein bisschen Sightseeing am Hafen, im Gaslamp Quarter und einem Einkauf im hiesigen Walmart laufen wir unseren nächsten Campground an: AGUA CALIENTE. Zwischendurch muss unser WoMo eine ziemliche Bergetappe (bis auf knapp 5000 ft) bewältigen und wir haben schon Sorge, nachts zu frieren, weil es so kalt draußen ist. Aber es wird alles gut, wir sind zwar relativ spät abends angekommen und alle platt von dem Tag, aber der CG ist toll. Der angenehmere Weg („smooth“) von San Diego hierher ist der via Freeway 8 und dann über die S2 hierher. Dank Stromanschluss müssen wir unseren Generator nicht anwerfen und können jederzeit unsere Mikrowelle und den Toaster nutzen. Schon lustig, wie sehr man an ein Leben mit Strom gewöhnt ist. V. a., wenn man dann plötzlich keinen hat. Agua Caliente – was übersetzt ‚heiße Quellen‘ bedeutet, liegt mitten in einer Steinwüste und ist von allen Seiten mit Bergen eingerahmt. Neben unserem Camper blühen riesige Oleanderbüsche in denen Kolibris herumschwirren und wir können fast täglich wunderschöne Sonnenaufgänge vom Bett aus beobachten. Es gibt schöne Wanderwege (die selbst unsere Große allein laufen kann) und unsere Site liegt direkt neben dem Pool. Es gibt zwei Outdoor-Pools (einer hat normale 23 Grad, der andere ist dank der heißen Quellen wohlig warm) und einen Indoor-Pool, der heiße 38 Grad hat und nur den Erwachsenen und Kindern über 56 Inch vorbehalten ist). Hier verbringen wir nun 4 Tage fern der Zivilisation und genießen sonniges Wetter, nur einmal regnet es abends und nachts. Das können wir gut verschmerzen, sind allerdings froh, in unserem WoMo zu sitzen und nicht in einem Zelt, denn es pfiff auch ordentlich Wind dazu und da wird es dann schon bissl ungemütlich draußen. Für Interessierte: Besonders empfehlenswert sind aus unserer Sicht die Site 33 und die Sites gegenüber 20/21/22 – unsere Site (22) war ok (auch etwas schattig), aber in sich etwas schräg, so dass auch unsere Keile nicht alles ausgleichen konnten.
Heute ist Sonntag und es ist schon am Vormittag heiß und wolkenlos. Becca ist nochmal in den Pool gesprungen und eine Runde geschwommen.
schön zu hören, dass es Euch gut geht. Was den Blinker betrifft, wo gehobelt wird da fallen Späne. Als Tipp, bei Gelegenheit kommt Ihr sicher mal an einem RV Repair vorbei. Dort einfach ein Glas kaufen und gut ist es. Das ist billiger als es am Schluss zu bezahlen.
Das mit den ersten Tagen mit mehr Ruhe mag schon stimmen, die meisten haben aber nicht so viel Zeit wie Ihr.
Weiterhin eine entspannte schöne Reise, last Euch nicht stressen.
Herzliche Grüsse, Tom
Reisen Sie langsam. Wenn Sie Zeit für acht Länder haben, nehmen Sie fünf. Wenn Sie durch fünf hetzen wollen, nehmen Sie drei. Kate Simon
Ja, euer Nickname könnte bei diesen Bildern nicht passender sein
Da habt ihr ja einen super Start erwischt & das Wetter ist ja auch toll!
Das stimmt...am Anfang etwas Ruhe ist nicht schlecht. Wir hatten letztes Jahr auch die Variante gewählt. In Sfo ein Tag im Hotel, dann vorzeitig das WoMo übernehmen, dann auf einen CG in der Nähe (Pacifica) dort auch der Ersteinkauf, dann noch 2 entspannte Tage in SFO & dann konnte die WoMo-Reise beginnen. Dieses Jahr machen wir es dann ähnlich.
Aber ihr seid ja lange unterwegs & dann spielt sich das alles ein! Ich beneide euch ein wenig. *träum*
Nun wünsche ich erst mal eine geruhsame, aber spannende, erholende Weiterfahrt.
LG Simone
PS. Verluste erleidet man doch irgendwie immer ;-)
danke für den tollen ausführlichen Bericht. Das hört sich so richtig gut an! Ihr scheint das jetzt so richtig zu geniesen, supi, lasst euch auf keinen Fall von irgendwelchen reservierungen stressen! Goiler Camper! Ich willl auch! Flo ist mittlerweile 6 Wochen alt und und ich würde gern ma wieder mehr als 3 h am Stück schlafen, ansonsten grauer alltag bei uns.
Ich wünsch euch noch ne schöne Zeit und freu mich schon auf den nächsten Bericht! Die Fotos sind auch toll, da hat einer ein Auge dafür :)
wenn man so eine lange Reise vor sich hat, kann man es wie ihr wirklich langsam angehen lassen. Schön, dass es euren Kindern und besonders der "Großen" so gut gefällt. Mal so en passant ein bisschen Reiten zu dürfen, kommt natürlich gut an
Habt ihr den deutschen Politiker (es wird doch wohl kein Doppelgänger sein !) mal ganz freundlich angesprochen -- oder hatte er keine Lust auf Landsleute ?
Grüße
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
Hi,
na wie läufts? Könnt ihr schlafen zu viert, oder wechelt ihr euch ab? Wo/wie habt ihr den den Kleinsten gebettet?
Hoffe alles läuft prima!
Grüsse aus IN,
Oli
Hi Oli, alles super :-) wir schlafen bestens :D
aber gleich mehr im nächsten Eintrag :-)
GlG, Mary ;-)
Fröhliche Grüße, the HAPPY Company ;-)
***Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus
den Augen zu verlieren. [André Gide]***
Tag 1: 02.04.12, sonnig, gefahren: 37 ml
Das Abenteuer beginnt! Am Montag, den 02.04.2012 übernehmen wir unser WoMo – einen Moturis E-23 (Baujahr 2011) - mit 21327 Meilen auf dem Tacho in San Leandro. Der Transfer von Downtown San Francisco nach San Leandro klappt wunderbar. Die Moturis-Leute holen uns um 12:00 Uhr an unserem Hotel ab und haben wie bestellt die passenden Kindersitze für unsere beiden Kids dabei, so dass alle sicher verpackt werden können ;-).
Bei Moturis noch die Formalitäten erledigt und dann ab in unser neues Heim (für die nächsten vier Monate). Nachdem wir das Nötigste aus den Koffern geholt haben, entscheiden wir uns, diese doch alle mitzunehmen, da der WoMo-Keller ja doch sehr geräumig ist (was uns Fredy ja auch bereits bestätigt hat).
Die Kindersitze haben wir in der Sitzecke befestigt. Becca sitzt in Fahrtrichtung und hat es ganz bequem in einem evenflo, den wir mit Seatbelt und Anker befestigt haben. Sams Babyschale haben wir schräg gegenüber rückwärts gerichtet mit noch ein paar zusätzlichen Gurten fixiert, damit die Schale richtig fest sitzt. Sam fühlt sich sehr wohl in seiner Babyschale. Insgesamt passt das so ganz gut, weil die beiden sich sehen und gegenseitig bespaßen können :-).
Um 16:00 Uhr geht‘s los zum nahe gelegenen Walmart mit dem Ziel das Nötigste einzukaufen. Dort angekommen stellen wir schnell fest, dass wir so einiges brauchen und dass es doch ganz schön tricky ist, sich durch den englischen Dschungel an Beschreibungen, Angebotsauszeichnungen und das große Angebot zu arbeiten. Dabei halten wir zwar unsere sorgfältig vorbereitete Einkaufsliste in den Händen, aber der Aufbau dieser Supermärkte – und da waren wir nicht mal in einem Superstore – ist doch ‚geringfügig‘ anders als in Deutschland ;-) und man ist einigermaßen überwältigt. Das Wichtigste können wir dann aber doch in einer passablen Zeit zusammentragen. Wir fahren zu unserem ersten Campground in Half Moon Bay und sind noch vor dem Sonnenuntergang da! Das Fahren mit dem WoMo ist gar nicht mal so anstrengend wie gedacht, auch wenn es bei der Überquerung der San Francisco Bay sehr stürmisch ist.
Am CG angekommen erklärt man uns, dass wir nicht reserviert hätten und dass die Site, die wir reserviert haben, bereits belegt ist. Wir können zum Glück beweisen, dass wir tatsächlich reserviert hatten, da wir die E-Mail in ausgedruckter Form vorweisen können und bekommen eine andere Site, die genau so schön ist wie die ursprünglich reservierte. Der Campground ist wunderschön – liegt direkt am Meer. Wir bestaunen abends tolle Wellen.
Tag 2: 03.04.12, sonnig, gefahren: 138 ml
Weiter geht’s am nächsten Tag den Hwy 1 entlang gen Süden. Wir haben wunderschönes Wetter und genießen die Fahrt entlang der Küste. Es gibt unzählige atemberaubende Vista Points und man möchte überall anhalten. Den 17-Miles-Drive zu nehmen stand für uns außer Frage und bei dem tollen Wetter werden wir auch nicht enttäuscht. Die herrliche Aussicht an den vielen Vista Points, Natur pur und Beccas erstes Fußbad im eiskalten Pazifik sind die 10 $ Gebühr allemal wert :-). Teilweise sind die Straßen sehr eng, so dass wir manchmal paar Äste mit der rechten Seite des WoMos streifen (unserer rechter Dachblinker musste dran glauben, wo wir ihn verloren haben, ist nicht bekannt – aber man kommt ja zum Glück auch ohne aus ;-). Einige Rehe hingegen streifen zwar unseren Weg, bleiben aber in respektabler Entfernung rechtzeitig stehen.
Weiter geht’s mitten durch Carmel by the Sea zum PFEIFFER BIG SURE SP, wo wir in der Dämmerung ankommen und ziemlich schnell in unsere Betten fallen. Apropos Betten: Die Betten im E-23 sind toll und wir können sehr gut und bequem schlafen. Becca schläft (und hat ihr Reich) im Alkoven, für Sam haben wir im Walmart ein Disney Baby-Travel-Bett gekauft. Das passt genau in die Tischecke und man kommt sogar noch vorbei. Wir müssten zwar jeden Abend die Platte rausnehmen und das Bett aufbauen, aber Sam soll es ebenso bequem haben wie wir alle und so erledigen wir das alles schon sehr routiniert in kurzer Zeit. Morgens falten wir das Bett wieder zusammen und verstauen es unter dem Tisch. Wir haben trotz eingebauter Kindersitze genug Platz am Tisch, wenn wir mal drin essen müssen.
Tag 3 und 4: 04./05.04.12, sonnig, gefahren: 123 ml
Erwachen im Wald :-) – wir haben eine schattige Campsite erwischt, hinter unserem WoMo plätschert ein kleiner Wasserfall. Schade, dass wir schon wieder weiter müssen, aber wir sind froh, die ersten beiden Wochen um Ostern herum reserviert zu haben, denn wo wir auch hinkommen: die Campgrounds sind voll und wir hätten lange suchen müssen, um noch etwas zu finden. Wir sind froh, uns diesen Stress zu ersparen. Weiter geht’s auf dem Hwy 1 die Küste entlang in Richtung L.A.
Weil der Hwy wegen Bauarbeiten ab dem Julia Pfeiffer Burns State Park geschlossen ist, müssen wir drei Stunden warten, aber wir hätten ein schlechteres Plätzchen dafür erwischen können ;-).
Als es dann endlich wieder vorwärts geht, haben wir noch ein ganzes Stück Weg vor uns – aber ein Besuch bei den Seelöwen bei San Simeon ist Pflicht.
Abends kommen wir in Morro Bay an und nun sind es nur noch ca. 7 Meilen bis zu unserem Campground im LOS PADRES NATIONAL FORREST – dem CERRO ALTO CG. Ein kleiner, ruhiger, abgelegener, gemütlicher Campground mitten im Grünen. Es gibt tolle Trails und endlich haben wir ein großes Stück Fleisch ‚gejagt‘ und machen unser erstes Campfire ;-).
Hier bleiben wir zwei Tage und lassen mal alle Fünfe grade sein. Wenn wir nochmal so eine Tour machen, planen wir die ersten Tage anders. Es war ziemlich anstrengend, alles einzukaufen und dann noch so weit zu fahren. Gerade wenn man mit Kleinkindern unterwegs ist, würden wir empfehlen, gleich zu Beginn einen CG zu suchen, der in der Nähe der Einkaufszentren liegt und dort zwei oder auch drei Tage zu bleiben, um alles unter Dach und Fach zu bekommen und dann entspannt weiterzufahren.
Tag 5: 06.04.12, sonnig, gefahren: 112 ml
Wir fahren bei schönstem Wetter weiter, Ziel ist an diesem Tag der EL CAPITAN STATE BEACH. Wir suchen uns einen Internet Hotspot und lernen bei dieser Gelegenheit einen Engländer kennen, der seit Jahren mit seinem VW Bus unterwegs ist (1,4 Mio. km auf dem Tacho), der uns noch einige Tipps für Las Vegas gibt. Wir lernen so viele nette Leute kennen, es macht wirklich Spaß hier zu sein. Zwischenstation ist Pismo Beach, wo wir einem Surf-Lehrer einen Gruß von unserem Freund Andreas ausrichten. Ein herrlicher Strand und langsam merken wir, dass Sommer ist: 26 Grad! An unserem CG angekommen, werden wir dort von vielen lustigen Ground Squirrels empfangen, die Becca gleich ins Herz schließt. Aber auch der Strand hat es ihr angetan, die großen Steine dort laden zum Klettern und Springen ein.
Tag 6 + 7: 07./08.04.12, sonnig, gefahren: 107 ml
Nach einem Frühstück im Sonnenschein fahren wir weiter durch Santa Barbara nach Malibu, wo wir Ostern verbringen. Wir finden im MALIBU CREEK SP eine schöne Site, es ist sonnig und warm. Wir suchen Ostereier im WoMo, machen Campfire und grillen was das Zeug hält ;-). Jens und Becca machen eine Wanderung über etwa 7 Meilen, entdecken einen Wasserfall, einen kleinen See und den Drehort des Films M.A.S.H. Auch tierisch ist einiges geboten: neben Osterhasen :-) und Rehen, die vor allem abends durch den Wald hüpfen, treffen wir auch Geckos an und eine freundliche Reiterin, die des Wegs kam und Becca eine Runde auf ihrem Pferd drehen ließ :-) Das war ein schönes Erlebnis für unsere Große.
Tag 8 + 9: 09./10.04.12, sonnig, gefahren: 150 ml
L. A. wir kommen :-) Jens wollte schon immer mal am Venice Beach Volleyball spielen und Inlineskaten.
Und diesen Traum haben wir wahr gemacht! Und dann kommt da plötzlich wer gelaufen - den kannten wir bisher nur aus dem TV :D.
Wir waren natürlich auch an allen strategisch wichtigen Punkten (außer Disneyland), wie ihr seht und dann geht es auch schon weiter zum nächsten CG nach SOUTH CARLSBAD. Unterwegs sehen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, so etwas habe ich Ewigkeiten schon nicht mehr über dem Meer gesehen.
In Carlsbad verbringen wir zwei Nächte, um den anstrengenden L. A.-Tag wieder etwas auszugleichen (Empfehlung: mind. 2-3 Tage L.A. einplanen) und getragene Wäsche in frisch gewaschene zu verwandeln ;-). Der Campground ist voll – auch hier sind wir sehr froh, reserviert zu haben. [wir würden diesen CG aber wahrscheinlich nicht noch einmal wählen, weil er durch die direkte Lage an einer vierspurigen Straße nicht der leiseste ist und zusätzlich alle Stunde ein Zug tutend relativ nahe vorbei fährt. Aber zum Glück nicht nachts :-)]
Tag 10 (11, 12+13), 11.-14.04.2012, meist sonnig, gefahren: 150 ml:
Wir machen uns auf nach San Diego.
Nach ein bisschen Sightseeing am Hafen, im Gaslamp Quarter und einem Einkauf im hiesigen Walmart laufen wir unseren nächsten Campground an: AGUA CALIENTE. Zwischendurch muss unser WoMo eine ziemliche Bergetappe (bis auf knapp 5000 ft) bewältigen und wir haben schon Sorge, nachts zu frieren, weil es so kalt draußen ist. Aber es wird alles gut, wir sind zwar relativ spät abends angekommen und alle platt von dem Tag, aber der CG ist toll. Der angenehmere Weg („smooth“) von San Diego hierher ist der via Freeway 8 und dann über die S2 hierher. Dank Stromanschluss müssen wir unseren Generator nicht anwerfen und können jederzeit unsere Mikrowelle und den Toaster nutzen. Schon lustig, wie sehr man an ein Leben mit Strom gewöhnt ist. V. a., wenn man dann plötzlich keinen hat. Agua Caliente – was übersetzt ‚heiße Quellen‘ bedeutet, liegt mitten in einer Steinwüste und ist von allen Seiten mit Bergen eingerahmt. Neben unserem Camper blühen riesige Oleanderbüsche in denen Kolibris herumschwirren und wir können fast täglich wunderschöne Sonnenaufgänge vom Bett aus beobachten. Es gibt schöne Wanderwege (die selbst unsere Große allein laufen kann) und unsere Site liegt direkt neben dem Pool. Es gibt zwei Outdoor-Pools (einer hat normale 23 Grad, der andere ist dank der heißen Quellen wohlig warm) und einen Indoor-Pool, der heiße 38 Grad hat und nur den Erwachsenen und Kindern über 56 Inch vorbehalten ist). Hier verbringen wir nun 4 Tage fern der Zivilisation und genießen sonniges Wetter, nur einmal regnet es abends und nachts. Das können wir gut verschmerzen, sind allerdings froh, in unserem WoMo zu sitzen und nicht in einem Zelt, denn es pfiff auch ordentlich Wind dazu und da wird es dann schon bissl ungemütlich draußen. Für Interessierte: Besonders empfehlenswert sind aus unserer Sicht die Site 33 und die Sites gegenüber 20/21/22 – unsere Site (22) war ok (auch etwas schattig), aber in sich etwas schräg, so dass auch unsere Keile nicht alles ausgleichen konnten.
Heute ist Sonntag und es ist schon am Vormittag heiß und wolkenlos. Becca ist nochmal in den Pool gesprungen und eine Runde geschwommen.
*** Die Route Etappe 1 als Google Map: http://g.co/maps/yx7et ***
Nun geht es weiter zu zum Salton Sea und dann zum Joshua Tree NP.
Danach laufen wir in Las Vegas ein ;-)
Viele Grüße, Mary und der Rest der Happy Company :-)
Fröhliche Grüße, the HAPPY Company ;-)
***Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus
den Augen zu verlieren. [André Gide]***
Hi Marry,
ihr seht auf den Bildern richtig relaxed und zufrieden aus. So muss es sein. Freut mich, das bei euch alles prima läuft.
Klasse MoMo, pfeif auf den Blinker, selbst Profis dengeln sich mal die Rückstoßstange ein.
Viele Grüße
Richard
Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.
Moin Zusammen!
Liest sich doch sehr genial, der Start Eurer Tour!
Euch weiterhin eine tolle Reise und auch ich kann es nicht besser wie Richard schreiben: ...pfeif auf den Blinker
!
Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de
Servus Ihr vier,
schön zu hören, dass es Euch gut geht. Was den Blinker betrifft, wo gehobelt wird da fallen Späne. Als Tipp, bei Gelegenheit kommt Ihr sicher mal an einem RV Repair vorbei. Dort einfach ein Glas kaufen und gut ist es. Das ist billiger als es am Schluss zu bezahlen.
Das mit den ersten Tagen mit mehr Ruhe mag schon stimmen, die meisten haben aber nicht so viel Zeit wie Ihr.
Weiterhin eine entspannte schöne Reise, last Euch nicht stressen.
Herzliche Grüsse, Tom
Reisen Sie langsam. Wenn Sie Zeit für acht Länder haben, nehmen Sie fünf. Wenn Sie durch fünf hetzen wollen, nehmen Sie drei. Kate Simon
Hallöle ihr vier!
Ja, euer Nickname könnte bei diesen Bildern nicht passender sein
Da habt ihr ja einen super Start erwischt & das Wetter ist ja auch toll!
Das stimmt...am Anfang etwas Ruhe ist nicht schlecht. Wir hatten letztes Jahr auch die Variante gewählt. In Sfo ein Tag im Hotel, dann vorzeitig das WoMo übernehmen, dann auf einen CG in der Nähe (Pacifica) dort auch der Ersteinkauf, dann noch 2 entspannte Tage in SFO & dann konnte die WoMo-Reise beginnen.
Dieses Jahr machen wir es dann ähnlich.
Aber ihr seid ja lange unterwegs & dann spielt sich das alles ein!
Ich beneide euch ein wenig. *träum*
Nun wünsche ich erst mal eine geruhsame, aber spannende, erholende Weiterfahrt.
LG
Simone
PS. Verluste erleidet man doch irgendwie immer ;-)
Simone
California Dreamin'79
Hallo glückliche Familie
es freut mich, dass es Euch so gut geht und Ihr so eine schöne Zeit bis jetzt habt!
Ihr Glücklichen habt halt genug Zeit für diese Reise, schön.
Weiterhin wünsche ich Euch eine gute Fahrt!
Herzliche Grüsse Gisela
Hi,
danke für den tollen ausführlichen Bericht. Das hört sich so richtig gut an! Ihr scheint das jetzt so richtig zu geniesen, supi, lasst euch auf keinen Fall von irgendwelchen reservierungen stressen! Goiler Camper! Ich willl auch! Flo ist mittlerweile 6 Wochen alt und und ich würde gern ma wieder mehr als 3 h am Stück schlafen, ansonsten grauer alltag bei uns.
Ich wünsch euch noch ne schöne Zeit und freu mich schon auf den nächsten Bericht! Die Fotos sind auch toll, da hat einer ein Auge dafür :)
Grüße,
oli
Hallo Mary und Happy Company,
wenn man so eine lange Reise vor sich hat, kann man es wie ihr wirklich langsam angehen lassen. Schön, dass es euren Kindern und besonders der "Großen" so gut gefällt. Mal so en passant ein bisschen Reiten zu dürfen, kommt natürlich gut an
Habt ihr den deutschen Politiker (es wird doch wohl kein Doppelgänger sein !) mal ganz freundlich angesprochen -- oder hatte er keine Lust auf Landsleute ?
Grüße
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)