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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

16. Tag - Evakuierung in Page

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Janine92
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16. Tag - Evakuierung in Page
Eckdaten zum Reiseabschnitt

Heute morgen wachen wir auf dem Campground der Gouldings Lodge auf. Es ist immer noch grau draußen. Ich klettere kurz mal aufs Dach, doch die Steine sehen auch heute nicht beeindruckend aus. Es ist ja auch noch weniger Sonne, als gestern. 

Wir machen uns ein kleines Frühstück und fahren noch zum Souvenirladen der Gouldings Lodge. Danach machen wir uns auf den Weg nach Page, um den Lower Antelope Canyon zu besichtigen. Wir haben nichts reserviert, doch wir bekommen einen Platz in der nächsten Tour. Leider kann ich mich nicht richtig erinnern, wer der anbieter war, aber ich glaube es war Ken´s Tours. Unser Führer Zack war super gut und hat uns alle Tipps und Tricks mit der Kamera gezeigt. Außerdem hat er sich immer als Fotograf angeboten, wenn man mal zu zweit auf das Foto wollte. 

Wir waren schon nahe am Ausgang, als leichte Hektik ausbrach. Ein anderer Tourguide kam uns entgegen. Es regnete, das konnten wir sehen. Er erklärte, dass der Canyon evakuiert wurde. Wir sollten uns ruhig und geordnet zum Ausgang begeben und auf keinen Fall auf der Treppe nach draußen anhalten. Das ist natürlich logisch, aber auch etwas traurig, da sich nun an den Wänden richtige Wasserfälle herabstürzten. 

Wir rannten ins Trockene Haus und wurden dort nach kurzer Zeit auch weggeschickt. Der Parkplatz würde bald unter Wasser stehen und dann wäre es schwer wegzukommen. Ich hätte gerne noch Zack gedankt, denn es war eine tolle Tour, aber natürlich war er dabei, die Leute aus dem Canyon zu holen. Als wir cirka 15 Minuten nach der Evakuierung auf der Straße waren, sahen wir immer noch Leute aus der Erde hervorkommen. Sie hatten bestimmt inzwischen ganz nasse Schuhe.

Wir fuhren erstmal weiter zum Walmart. Hier holten wir uns eine Pizza und überlegten, was wir nun machen wollten. Zum Glück haben wir gute Regenkleidung, schließlich fahren wir jeden Tag, zu jeder Jahreszeit, mindestens 12 km Rad. Also ziehen wir uns nach dem Mittagessen Regenkleidung an und fahren zum Horseshoe Bend. Der Weg vom Parkplatz zur Kante ist nicht lang und es tröpfelte nur noch leich. Zwischendurch hörte der Regen auch kurz auf. Der Bend ist sehr beeindruckend und ich fand es toll, dort an der Kante Fotos zu machen. Selbst Thore hat sich mal fast nach ganz vorne getraut, aber als ich auf dem Bauch nach vorne rutschte, um mal die ganze Schleife auf das Bild zu bekommen, guckte er lieber weg. 

Nachdem wir dort fertig waren, fuhren wir noch zum Glen Canyon Dam. Wir schauten uns die Ausstellung an, die wirklich ganz interessant ist, auch wenn die Technik mal erneuert werden könnte. Leider kann man heute nicht in die Maschinenräume, denn der Fahrstuhl ist kaputt. Sehr schade.

Nun bleibt die Frage, was wir machen wollen, wo wir übernachten wollen. Geplant war der Lone Rock Beach CG, doch ich habe mich nicht getraut, bei dem Wetter dort hin zu fahren. Was, wenn wir stecken bleiben? Der Wawheap? Nee.. das ist wieder so teuer. Also fahren wir zurück zu Walmart, wo wir uns einen Platz unter einer Laterne suchen. Das ist zwar etwas hell Nachts, doch ich fühle mich wohler an einem gut beleuchteten Ort. Hier sind aber auch ungefähr 20 andere Wohnmobile, die über Nacht stehen bleiben. Wir nutzen den Standort und holen uns noch Schinken und Guacamole, dazu ein Baguette und fertig ist das Abendessen. Um 11 Uhr abends gehen wir nochmal rein zu Walmart. Mir macht es Spaß das Sortiment in einem nahezu leeren Laden zu erkunden. Danach geht es aber zu Bett :)

Liebe Grüße

Janine

Wolfsspur
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Beigetreten: 07.06.2013 - 21:38
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RE: Reisebericht: 16. Tag - Evakuierung in Page

Hallo Janine,

puh, sicher ein etwas mulmiges Gefühl, bei Starkregen in so einem Slot CAnyon zu sein. Da sieht man mal, wie schnell so etwas zur GEfahr werden kann. Aber immerhin habt ihr ihn auch noch von der schönen Seite erleben dürfen.

Supermärkte bei Nacht - das erinnert mich an meine Studienzeit. Das war zu Zeiten, wo in Deutschland alles noch 18:30 geschlossen hat wink - ich fand das sehr beindruckend, dass man in den USA Mitten in der Nacht in riesige Supermärkte gehen konnte und es so wunderbar leer war. Mittlerweile geht so etwas ja auch hier in D, zumindest bis Mitternacht (und wenn man nicht in BAyern lebt...)

Liebe Grüße,
Ulli

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