Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Im Wohnmobil nach Washington DC, Boston, Neuengland und New York

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Santi
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über Flume Gorge und Kancamagus Hwy nach Conway

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Freitag, 26.08.2011 (von Quechee bei Woodstock nach Conway – 120 Mls, ca.190 km)

Der Tag fing schon deutlich besser an als der letzte: die Sonne schien und alle waren gleich wieder viel fröhlicher.
Nach dem Duschen erfuhr ich an der Rezeption des Campingplatzes, dass der Hurricane Irene inzwischen die Ostküste der USA erreicht hat und am Sonntag auch die Gegend der Neuenglandstaaten erreichen wird.
Wir rechnen deshalb in den nächsten Tagen mit starken Regenfällen.


 

Nachdem wir bis 11 Uhr eine Brücke (Queeche Gorge) bei Woodstock besichtigt hatten ging es 75 Meilen auf der IS 91 nach Norden und von dort bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen über Landstraßen bis nach Franconia Notch.
Hier befindet sich Flume Gorge, eine der wichtigsten Attraktionen New Hampshires.

 

Es handelt sich um eine etwa 250 Meter lange tiefe Klamm, durch die tosend ein Bach rauscht. Um den zwei Meilen langen Rundwanderweg gehen zu dürfen, mussten wir pro Person 18 Dollar bezahlen, dann liefen wir mit vielen anderen Touristen vom Visitor-Center aus los. Die Schlucht war wirklich wunderschön, an den steilen Felswänden wuchsen Moose und Farne und wir stiegen auf Holztreppen an Wasserfällen vorbei. Immer wieder machten wir Fotos und atmeten die gute Luft ein. Hinter der Klamm führte ein Spazierweg durch den Laubwald zur überdachten Sentinel Pine Bridge, von der aus wir tief hinunter auf den Pemigewasset River blicken konnten.

                               Der Fluss hat hier einen 45 Meter breiten Pool ausgewaschen, der von Aussichtspunkten zu sehen war. Die Kinder zwängten sich noch durch eine enge Schlucht - wir gingen lieber außen herum. Um 15 Uhr war die schöne und eindrucksvolle Wanderung zu Ende und wir kamen wieder an unserem RV an. Nachdem wir am Automaten noch Geld abgehoben hatten fuhren wir auf die SR 112, den bekannten Kancamagus Highway, der wohl von fast allen Neuengland-Reisenden abgefahren wird und nach einem Indianerhäuptling benannt wurde. Unterwegs auf der 55 Meilen langen Straße stoppten wir an einigen Aussichtspunkten, sahen die grünen Hügel New Hampshires, überquerten den Kancamagus-Pass (2.855 ft.) und fuhren durch Laubwälder am Swift River entlang.

Hier gibt es etwa 5 Meilen vor unserem Zielort Conway auch viele Bademöglichkeiten an sandigen Buchten oder auf glattgeschliffenen Felsen, was auch heute viele nutzten.

Auf der Suche nach einem Campingplatz für die Nacht stoppten wir auch an zwei staatlichen Plätzen im Wald, wo wir von einer Rangerin erfuhren, dass diese auf Anordnung der Behörden ab morgen Mittag wegen des Hurrikans gesperrt werden. Na, das kann ja heiter werden! Wir fuhren als vorsichtshalber weiter bis südlich von Conway, wo wir auf dem schönen Pine Knoll-Campground direkt an einem Moorsee die Nacht verbrachten. Zunächst badeten wir in der Abendsonne, dann grillten wir am Lagerfeuer und ratschten bis spät in die Nacht.

Den Bericht der letzten zwei Tage – der zwar auch noch um 1 Uhr Nachts fertig wurde, konnte ich erst am nächsten Tag in der Früh versenden, denn ich traute mich aber ohne Taschenlampe nicht mehr über den stockfinsteren, bewaldeten Platz zur Rezeption zu laufen, wo das Wireless LAN funktionierte.

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!

Richard
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Teure Klamm

Hallo,

nicht ganz billig, wie ich sehe aber das Geld wert. Oh Mann, wie mich das vom fotografischen Standpunkt aus bereits anmacht...

Viele Grüße
Richard

Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

Santi
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von Conway an die Küste nach Freeport

Samstag, 27.08.2011 (von Conway nach Freeport nördl. von Portland – 104 Mls, ca. 160 km)

Die ganze Ostküste wartete auf das Eintreffen des Hurrikans – dabei ist aber von Hektik noch nichts zu spüren. In Main und Vermont soll es auch erst morgen (Sonntag) nachmittag losgehen. Wir lesen von Evakuierungen in New York und schweren Stürmen im Süden von North Carolina. Der U-Bahn-Verkehr in New York wurde eingestellt, alle Starbucks-Filialen geschlossen. Wir sind hier etwas nördlich von Portland nahe der Küste und werden erst am Sonntag die Regenmassen genießen können.

Nach dem Frühstück waren wir zunächst beim Shoppen in North-Conway. Adidas, Tommy Hilfiger, Timberland & Co. bedanken sich für weitere Umsätze.

 

Erst am Nachmittag fuhren wir bei immer noch gutem Wetter weiter Richtung Ostküste und sind nun auf einem schönen KOA-Campround (Freeport Durham) auf einer großen Wiese.
Die Kinder badeten am Nachmittag noch im Pool, dann fuhren wir gegen 19 Uhr nach Freeport, einem Outlet-Village mit Geschäften aller bekannten Modemarken. Morgen werden wir das Angebot dort intensiv prüfen.

                                                                               amerikanisches Urlaubsglück

Heute haben wir in FREEPORT nur gegessen und den Lobster (Hummer) probiert, ich begnügte mich mit einem Steak. Julia hatte Bruschetta mit Massen von Knoblauch, die ihr aber gar nicht schmeckten, so dass wir alle mitessen durften - gemeinsam im WoMo ist das besser so.
Um 21.30 Uhr kamen wir nach 10 Meilen Fahrt durch die Nacht wieder am Campground an.
Jetzt fängt es an zu regnen, die Tropfen prasseln schon leise aufs Dach des Wohnmobils.
Morgen werden wir ausschlafen – große Besichtigungen sind dank Hurricane Irene nicht möglich.
Hier bei Portland werden zumindest noch keine Geschäfte verbarrikadiert wie weiter im Süden.

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!

Santi
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Outlet in Freeport, über Cape Neddick nach Kittery

Sonntag, 28.08.2011 (Freeport bei Portland bis Kittery bei Portsmouth – 90 Meilen) 

 

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Wir haben den Wirbelsturm überlebt! Bis Mittag saßen wir auf dem Campingplatz und warteten wie das Kaninchen vor der Schlange bei starkem Regen, auf das, was noch kommt.
Der Regen peitschte gegen die Scheiben und ab und zu wackelte der RV.


Nachdem der Weltuntergang an uns vorübergegangen war, entschlossen wir uns aber doch todesmutig, auf einsamen Landstraßen wenigstens bis Freeport zu fahren.
Der zweitgrößte Outlet-Ort von Maine befindet sich an der I 95 und US 1 nördlich von Portland. Hier sind die Freeport Outlets mit mehr als 50 Marken-Geschäften zu finden. Dort stöberten wir in den wenigen, noch geöffneten Läden. Die meisten waren leider wegen des Hurricans geschlossen.

Schließlich entschieden wir uns um 15 Uhr, noch ein Stück in Richtung Süden zu fahren.  Auf den Straßen lagen viele abgebrochene Äste, sonst gab es keine Probleme. Auf dem fast leeren Highway 95 waren starke Windböen, so dass unser Wohnmobil etwas wackelte, aber wir konnten gut fahren. Die Amerikaner hatten sich wohl zu Hause eingeschlossen.

Bei Kennebunk, wo Ex-Präsident Bush ein Ferienhaus besitzt,  fuhren wir auf die Küstenstraße und schauten bei starkem Sturm in Ogunquit kurz an den Strand. Es war recht kalt, so dass wir nur ein paar Fotos vom breiten Sandstrand und den Ferienhäuser machten.

Ein paar Meilen südlich kamen wir in den Ferienort York, wo sogar ein paar Menschen am Strand spazieren gingen. 

Sehr schön war der Leuchtturm (Cape Neddick Lighthouse), zu dem wir aber nicht gehen durften. Das Cape Neddick Lighthouse ist ein Leuchtturm, der sich auf Nubble Island, einer kleinen Felseninsel befindet. Die Polizei hatte den Weg zum Aussichtspunkt mit 2 Streifenwagen abgesperrt, da sie befürchteten, dass die Touristen von der Felsklippe heruntergeweht werden. Dank Teleobjektiv waren aber zumindest Fotos mit Nebelschwaden möglich. Der auch "Nubble Lighthouse" genannte, inzwischen unbewohnte Leuchtturm ist mit ca. 250.000 Besuchern pro Jahr einer der am meisten fotografierten und besuchten Leuchttürme in den USA.



Der Leuchtturm von York

Um 18 Uhr erreichten wir schließlich Kittery bei Portsmouth, wo sich auch ein sehr bekanntes Einkaufszentrum befindet.

Hier gingen wir in der Pizzeria `When Pigs can fly´ (460 US Rt 1, Kittery, ME 03904) zum Abendessen. Das moderne Lokal mit Holzofen war sehr gut besucht und die Pizza ausgezeichnet.

Wir verbrachten dort einen sehr gemütlichen Abend.

         
Die Nacht blieben wir einfach auf dem leeren Parkplatz des Outlet-Centers von Kittery bei Portsmouth, direkt vor dem Timberland-Store.

 

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!

Peter
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Beigetreten: 25.08.2009 - 20:51
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Hallo Santi, zunächst möchte

Hallo Santi,

zunächst möchte meine Unschuld beteuern, das Steak habe ich nicht berührt.Smile

Habt Ihr die outlets wegen des schlechten Wetters besucht oder war das Wetter so schlcht weil Ihr in die Outlets wolltetSmile

Liebe Grüße Peter

 

 

Santi
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Endlich Sonne - auf nach Boston

Montag, 29.08.2011 (Kittery bei Portsmouth bis Middleboro, südlich von Boston – 138 Meilen)

Nachdem wir eine ungestörte Nacht auf dem Parkplatz verbracht hatten, wachten wir erst nach 8 Uhr auf. Der erste Blick aus dem Fenster löste Begeisterung aus: Der Himmel war blau und die Sonne schien.
Da wir heute viel vorhatten, frühstückten wir nur schnell eine Tasse Kaffee oder Tee, dann schauten wir noch bei den Läden, vor denen wir übernachtet hatten rein. Sabine kaufte sich ein neues Jogging-Outfit, Tobias bekam eine Herbstjacke – alles 30 % reduziert.

Auf der Interstate 95 ging es dann nach Süden bis Hampton Beach, wo wir an den Strand fuhren.

Wir parkten für 3 $ hinter der Strandpromenade, bestehend aus Hotels und Imbissbuden und gingen an den herrlichen Sandstrand, um die Sonne zu genießen.

Mangels Badetüchern konnten wir es uns aber nicht so gemütlich machen, so dass ich beschloss, zuerst einmal im Meer zu baden. Kaum waren meine Füße im Wasser war klar, dass ich diesen Plan wohl nicht umsetzen werde. Das Meer war eiskalt! Mir taten sogar die Füße weh, wenn beim Strandspaziergang die Wellen über die Füße liefen. Von einem Bademeister (Lifeguard) erfuhr ich, dass ich bei 58 Grad Fahrenheit (= ca. 14 Grad) baden müsste. Nur wegen der heftigen Brandung begnügte ich mich mit dem Blick auf die Küste, schaute Kindern bei Drachensteigen zu und beobachtete unsere Kinder bei Buddeln im Sand, während Sabine ein kurzes Bad in der Sonne genoss.

Nach knapp 2 Stunden fuhren wir an der Küste entlang weiter Richtung Boston, nicht ohne vorher beim örtlichen Fastfood-Restaurant mit dem gelben M etwas gegessen zu haben.

Nach etwa einer Stunde erreichten wir Boston und fuhren mit unserem 7,5 m langen Wohnmobil sogar in die Innenstadt.

Die Suche nach einem Parkplatz war allerdings praktisch unmöglich, erst eine Polizistin gab uns den entscheidenden Hinweis auf eine Parkmöglichkeit in der Washington Street. Der Parkplatzwächter dort staunte nicht schlecht, als wir mit unserem Riesen-Fahrzeug an seinem Parkwächterhäuschen vorfuhren. Erst nach dem Hinweis, die Polizei habe uns hierher geschickt, und der Bezahlung von 30 Dollar für 3 Stunden Parken öffnete er die Schranke.

Nun ging es los mit der Stadtbesichtigung. Wir waren ganz in der Nähe des Massachusetts States House, dem Sitz der Landesregierung, und begannen dort die Erkundung der Stadt.
Wir folgten dem Freedom-Trail, einem 4 km langem, mit einem roten Strich am Boden markierten Weg, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt.

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Wir sahen dabei die historischen Stätte, die mit dem Unabhängigkeitskampf der Kolonien in Verbindung stehen, beginnend mit der Grünanlage Boston Common, der Park Street Church und der 1754 geweihten King´s Capel. Daneben befindet sich auch ein alter Friedhof.
 

 

 


Die Kings Chapel, 1688 gegründet und in seine heutigen Form 1754 fertiggestellt. Sie war die erste anglikanische in Boston.

Ein paar Straßenecken weiter kamen wir bei strahlendem Sonnenschein zum Old State House, einem roten Backsteingebäude von 1713, dekoriert mit schneeweißen Türmchen und dem Balkon, von dem 1776 die Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde. Das von Wolkenkratzern umringte Gebäude ist natürlich eines der wichtigsten Fotomotive der Stadt. 

Nur wenige Schritte entfernt besichtigten wir die Faneuil Hall, die alte Bostoner Versammlungshalle, und natürlich den Quincy Market, die Markthalle Boston, in der heute verschiedene Geschäfte, Markt- und Imbissstände beherbergt.

 

Über den Rose Kennedy Greenway, eine Parkanlage, die durch die Verlegung der IS 93 in einen Tunnel entstand,
kamen wir zum Haus von Paul Revere, einem Volkshelden der Unabhängigkeitsbewegung 1775.
Das Haus ist im Original erhalten und kann besichtigt werden – falls man mehr Zeit hat als wir und ohne Kinder unterwegs ist.

 Zuletzt spazierten wir an gemütlichen, aber sehr teuren, italienischen Restaurants vorbei zur Old North Church, der ältesten erhaltenen Kirche der Stadt aus dem Jahr 1723. Julia war mehr damit beschäftigt, mich von den großen Vorzügen eines Hundes als Haustier zu überzeugen, als den schönen Innenraum zu besichtigten.

Hier beendeten wir vorzeitig die Begehung des Freedom-Trails. Dieser hätte nun über eine Brücke zum Bunkerhill weitergeführt, auf dem ein 67 m hoher Granitobelisk steht, von dessen Spitze man – laut Reiseführer – eine tolle Aussicht auf den Hafen und Stadt haben soll.


Wir gingen stattdessen zum Hafen, um den Pier zu suchen, von dem am nächsten Tag unsere Walbeobachtungstour starten sollte.
Vorbei  an vielen Ausflugsschiffen, Straßencafes und Hochhäusern kamen wir nach ca. 3 Stunden Fußmarsch wieder an unserem Wohnmobil beim Paramount-Kino an.

Tobias war sehr enttäuscht, dass wir den Apple-Store nicht mehr besuchen konnten, denn es war nun höchste Zeit, einen Campingplatz für die Nacht zu suchen.
Dafür mussten wir leider über 40 Meilen (!) oder 1 Stunde im Feierabendverkehr nach Süden fahren, bis Middleboro bei Plymouth.
Hier kamen wir in der Dämmerung erst nach halb 8 Uhr am KOA-Campground Boston/Cape Cod (438 Plymouth Street, Middleboro, MA) an.

Der ganze Platz war unter den Bäumen übersäht mit abgebrochenen Ästen vom Sturm des Vortages, so dass wir erst einmal aufräumen mussten. Nachdem wir Nudeln mit Tomatensoße gegessen hatten, machten wir ein großes Lagerfeuer neben dem RV und verbrannten die Äste und Zweige. Um 22 Uhr ging die Familie ins Bett, ich schrieb noch bis Mitternacht den Reisebericht des Tages.
 

Morgen müssen wir früh aufstehen, denn um 10 Uhr beginnt in Boston unsere vorgebuchte Whale-Watching-Tour – und der Weg in die Stadt ist weit!
Diesmal wollen wir mit der Metro in die City fahren und das Wohnmobil auf einem Park&Ride-Parkplatz stehen lassen. 

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!

Die Daltons
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stiller Mitfahrer

Hallo Santi,

ich melde mich mal als stiller Mitfahrer auf Eurer Ostküstentour.

Wir fahren dieses Jahr im August durch die Neuenglandstaaten. Ich verfolge daher Eure Reise mit großem Interesse.

Sehr schöne Bilder habt Ihr geschossen. Ich freu mich schon auf die weiterreise. New York ist bei uns am Anfang der Tour.

Liebe Grüße

Remo

Liebe Grüsse Die Daltons

 

Santi
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Ostküstentour / Flume Gorge

Servus Remo und alle Daltons, Cool
ich freue mich, dass Dir mein Bericht gefällt. Vielleicht kannst Du ja die ein oder andere Anregung für Deine Rundreise daraus entnehmen. Besonders empfehlen möchte ich Euch die Flume Gorge bei Franconia Notch.

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Leider war bei uns in den Neuenglandstaaten meist das Wetter nicht besonders gut.
Besonders sehenswert ist auch der Kancamagus Hw. westlich von Conway - wo schöne Outlet-Stores auf Euch warten.
Auch der Mount Washington ist eine Auffahrt wert. Da waren wir aber schon in den 90er-Jahren mit dem Auto oben, was wohl besser ist, als die "Besteigung" mit einem C25-WoMo.
Vielleicht baut ihr auch noch einen Abstecher nach Kanada mit ein, z.B. nach Montreal oder zu den schönen Thousand Islands? 
Der Reisebericht kann erst leider erst morgen Abend weiter geschrieben werden.
Grüße Santi 

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!

Santi
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Whale Watching in Boston

Dienstag, 30.08.2011
(nach Boston Downtown und zurück – 83 Meilen)

Zusammenfassend kann man gleich zu Beginn des Berichtes über diesen Tag sagen: Es war einer der schönsten unserer Reise! Die Stadt Boston hat uns sehr gut gefallen, was nicht nur am traumhaften Wetter lag. Die Hauptstadt von Massachusetts ist sehr überschaubar, zumindest die Innenstadt und durch die Lage am Meer auch besonders schön. Hier kommen wir gern wieder einmal her:
Wie geplant stand ich um 7 Uhr auf, stapfte durch die noch feuchte Wiese zum Campingplatz-Waschhaus und freute mich über das schöne Wetter. Nach einer Tasse Kaffee und den Bezahlungsformalitäten (48 $) für die Übernachtung im KOA-Büro starteten wir um 8.15 Uhr auf der US 44 zur IS 3 Richtung Boston.

Im morgendlichen Berufsverkehr kamen wir nur zäh vorwärts, erreichten aber nach gut 1 Stunde die S-Bahn-Station in Wollaston, einem Vorort von Boston, wo wir für 5 $ unser Wohnmobil parkten. Mit dem Zug ging es nun in die Innenstadt, jedoch dauerte die Fahrt länger als gedacht, so dass wir trotz morgendlicher Joggingtour Richtung Hafen nicht mehr rechtzeitig um 10 Uhr am Ablegesteg der Whale-Watching-Tour ankamen.

Völlig abgehetzt sahen wir gerade noch, wie das Schiff den Hafen verließ. Cry
Zunächst war ich deshalb - harmlos auisgedrückt - sehr verärgert, denn die ganze Hetzerei war offenbar umsonst gewesen!
Allerdings wurde uns am Ticketschalter mitgeteilt, dass wir ersatzweise um 12 Uhr mitfahren könnten.
Die Wartezeit bis dahin nutzten wir, um noch einmal gemütlich zum Quincy Market zu gehen und dort in der ehemaligen Markthalle zu frühstücken. Wir aßen Bagels und Shrimp-Sandwich, dazu gab es von Starbucks einen Cafe Latte.

 

Frisch gestärkt schauten wir gegenüber noch bei Abercombie & Fitch vorbei und erhöhten den Tagesumsatz. Ich ließ mich vor der Tür auf einem Motorrad der Bostoner Polizei fotografieren, die gerade dort warteten.

Dann war es schon wieder Zeit, zum Hafen aufzubrechen, wo bereits eine 25 m lange Schlange vor unserem Wal-Beobachtungs-Boot wartete.
Pünktlich um 12 Uhr waren alle etwa 100 Personen an Bord, dann fuhr der High-Speed-Katamaran bald mit flottem Tempo an der wunderbaren Skyline von Boston vorbei hinaus aufs offene Meer.

Blick auf den Hafen und die Ablegestelle des Whale-Watching-Schiffes


                                                        Die wunderschöne Skyline von Boston

Dann ging es los - hinaus aufs Meer:
Nach etwa 1 Sunde wurden die Motoren gedrosselt und alle hielten gespannt über die ruhige See Ausschau nach Walen.
Nach etwa 10 Minuten vergeblichem Hin- und Herfahren vor der Küste tauchten dann tatsächlich zwei der riesigen Meeressäugetiere neben dem Boot auf – alle rannten auf die gleiche Seite des Schiffes und die Fotoapparate klickten hektisch – dann waren die Giganten schon wieder verschwunden.
Gut dass der Katamaran so groß war, sonst wäre er nun schon umgekippt.  Wink

Da man nun wusste, dass tatsächlich Wale da sind, suchten wir das Meer noch intensiver ab und bekamen noch mehrere Gelegenheiten, zumindest die großen Schwanz- und Rückenflossen zu fotografieren.

Behäbig hoben sich die Wale öfter an die Oberfläche und verschwanden nach einem lauten Schnauben mit der Wasserfontäne wieder. Ein tolles Erlebnis! Mehrmals konnten wir die Tiere noch ganz nah am Boot sehen. Nach etwa 1 Stunde Beobachtungsschleichfahrt rasten wir zurück in den Hafen von Boston, wo wir um 15 Uhr ankamen.

Zur Feier des Tages gönnten wir Erwachsenen uns an einer Hafen-Bar eine leckere, eisgekühlte Margarita, während die Kids sich über ein kühles Pepsi freuten. In der Nähe beobachteten wir Kinder danach beim Bad im Springbrunnen und genossen die Sonne.


 

Auf dringenden Wunsch unseres Sohnes fuhren wir abschließend mit dem Taxi noch zum Apple-Store in der Boylston Street, einer der Haupteinkaufsstraßen der Millionenstadt.


                       die Boylston Steet

Nach eingehender Begutachtung der Angebote des Computerladens, die günstiger waren als in Deutschland (Zollprobleme?) fuhren wir von der Station Copley-Square mit der S-Bahn zurück in den westlichen Vorort Wollaston, wo unser RV geparkt war.

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Im Feierabendverkehr kamen wir gegen 19 Uhr in Plymouth an, kauften bei Walmart noch Grillfleisch und Holzkohle sowie ein paar Lebensmittel und kamen somit leider wieder erst bei Dunkelheit am nächsten Campground, der Pinewood Lodge bei Plymouth an (190 Pinewood Road  Plymouth, MA 02360).
Der Platz lag sehr idyllisch unter Bäumen an einem kleinen See, dem Fresh Meadow Pond.
Wir unterhielten uns zunächst mit unseren netten amerikanischen Nachbarn, die auch zwei Hunde und drei etwa 8-12jährige Kinder dabei hatten (müssen die im September nicht in die Schule?) , dann brachte ich die Holzkohlebriketts durch langwieriges Fächern mit einer Illustrierten zum Glühen, während Sabine das Grillfleisch vorbereitete. Die Kids prüften, wie so häufig, die Funktionsfähigkeit ihrer PSP.

Nach dem Essen vor dem Wohnmobil bei Kerzenschein saßen wir noch bis 23 Uhr am Lagerfeuer, während die Kinder schon schliefen. Der Tag war doch sehr anstrengend und ereignisreich gewesen.

Am nächsten Tag ließen wir es ruhiger angehen. Wir besichtigten das historische Museumsdorf Plimoth Village und fuhren weiter an die Küste bei Cape Cod. Das Wetter sollte ja schön bleiben!

Viele Grüße Santi

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Santi
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Plimoth Plantation - Besuch bei den ersten Siedlern

Mittwoch, 31.08.2011    (von Plymouth nach Newport – 124 Meilen mit Umwegen)

Nach einem gemütlichen Frühstück vor dem Wohnmobil erkundeten wir den schönen Campingplatz am Fresh Meadow Pond, auf dem man es gut noch einen weiteren Tag hätte aushalten können.


am Campground Pinewood Lodge


die älteste Kirche in Plymouth

Bei schönem Wetter fuhren wir um 11 Uhr auf der SR 3 zur Plimoth Plantation. Zunächst legten wir aber einen kurzen Stopp an der ältesten Kirche in Plymouth ein. Hier kann man am "Pilgrim Memorial State Park" an der Water-Street einen originalgetreuen Nachbau des Schiffes "Mayflower" besichtigen, mit der die ersten Siedler aus England kamen. Um 12.30 Uhr erreichten wir - etwas genervt - das bekannte Museumsdorf, nachdem wir dreimal vorbei gefahren waren (137 Warren Avenue Plymouth, MA 02360). Manchmal wäre es doch ganz praktisch, ein Navi dabei zu haben! Auf dem Gelände der Plimoth Plantation werden die Besucher in die Zeit von 1627 zurückversetzt - nachdem man 25 $ pro Erwachsenen und 15 $ pro Kind bezahlt hat. Wir sahen zunächst im Kino des Visitor Centers einen Film über das Dorf, anschließend gingen wir zuerst in das Lager der Wampanoag Indianer.
Hier und im benachbarten Dorf der englischen Siedler erklären Darsteller in Originalkostümen die Geschichte und das Leben der Einwanderer aus England und der „native people“, wie die Ureinwohner hier genannt werden.
Alle trugen auch hier den historischen Vorbildern entsprechende Kleidung, meist hergestellt aus Hirschleder.

im Dorf der indianischen Ureinwohner

Native People in der Plimoth Plantation b

Wir konnten eines der Häuser, ein Wetu, besichtigen, in dem ein Ureinwohner über die Lebensumstände in dieser Region berichtete, in der seine Vorfahren schon seit mehr als 10.000 Jahren angesiedelt sind.
Wir beobachteten eine Frau bei der Zubereitung von Maisfladen und einen Ureinwohner beim Aushöhlen eines Baumstammes mit Feuer, der später als Kanu dienen sollte.

Tobias durfte einer Frau beim Wasser holen helfen, die uns dann auch ihr Haus zeigte. Sie sprach in einem altenglischen Dialekt, war nur schwer zu verstehen und bereitete gerade Fischsuppe zu.

Wir schauten uns noch weitere Siedlerhäuser an, u.a. das Haus des Priesters, der erzählte, dass er mit Frau und Kindern vor 7 Jahren, also 1620, mit dem Schiff hier in Amerika angekommen sei. Hühner liefen durch das Dorf und auf einer Wiese standen drei Rinder mit riesigen Hörnern.
Außer uns waren noch viele andere deutsche Touristen in der historisch originalgetreu nachgebauten Siedlung unterwegs. Vom Obergeschoß einer Versammlungshalle, in der einige Kanonen zum Schutz standen, hatten wir einen schönen Blick auf das Dorf und das Meer.


Nach einem kurzen Besuch bei den Handwerkern fuhren wir nach zweieinhalb Stunden mit vielen neuen Eindrücken weiter Richtung Süden.
Auf der IS 195 kamen wir über New Bedford gegen 17 Uhr in der Küstenstadt Newport an, wo wir allerdings mit unserem Wohnmobil leider keine Parkmöglichkeit fanden und uns deshalb mit dem Blick aus dem Fenster begnügen mussten.

Zumindest konnten wir aber an der Steilküste parken, auf dem bekannten, 6 km langem Cliff Walk entlanglaufen und auch einige der schönen und imposanten Mansions, der alten Ferienhäusern der reichen amerikanischen Familien von der Meerseite aus anschauen. Besonders beeindruckend war das "Breakers", erbaut von der Familie Vanderbilt im italenischen Renaissance-Stil um 1895. Das Haus hat 70 Räume und wird jährlich von etwa 400.000 Menschen besichtigt.

Wegen der fortgeschrittenen Zeit mussten wir uns mit einem Blick von außen begnügen, kehrten zum Wohnmobil zurück und fuhren weiter auf der Bellevue Avenue, vorbei an den Villen "Marbel House" und "Rosecliff", die sicher auch einen Besuch wert gewesen wären.


Durch den Süden Newports fuhren wir dann noch vor Sonnenuntergang gemütlich am Ocean Drive entlang, sahen weitere Luxusvillen und Fischerboote im Abendlicht.

Ich fotografierte ein Paar vor der untergehenden Sonne, das sich angabegemäß gerade erst wenige Minuten vorher verlobt hatte. So romantisch!

Nun war es höchste Zeit zu tanken und einen Übernachtungsplatz zu suchen.
Wir parkten in Newport wieder einmal vor dem Kaufhaus Walmart und aßen gutes Steak im Restaurant Ninety Nine (99).
Besonders gut schmeckte das kühle Octoberfestbeer der Brauerei Samuel Adams.
Die folgende Nacht schliefen wir nicht besonders gut, neben dem Walmart-Parkplatz eine Durchgangsstraße lag, auf der viele LKWs vorbeidonnerten.
Ein Campingplatz war aber nicht auffindbar gewesen - damals kannte ich leider die Homepage womo-abenteuer.de noch nicht. Wink

Die Route dieses Tages: 

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Am nächsten Tag ging es weiter nach NEW YORK!

Viele Grüße Santi

Cool Am Horizont fängt es erst an!