Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Silver Wedding Tour rund um das Colorado-Plateau 29.07.-17.08.2012

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Mobbel
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Beigetreten: 21.06.2011 - 17:21
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Tagestour

Hallo Michael,

den Preis und die Buchungsmodalitäten  - als oerst vorort entscheiden - find ich ideal. Danke für die Info ! Muß ma lguckne ob ich meine geplante Route für 2013 noch mal umbaue Wink.

Lg Mobbel

Trakki
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Beigetreten: 24.11.2011 - 17:05
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tolle Tour

Hallo Michael,

eine tolle Tour mit super Bildern habt ihr da gemacht. Wir sind letztes Jahr zu Pferd durch das Valley, nur wir zwei und der Führer. Das war auch so ein unvergessliches Erlebnis.

Herzliche Grüße

Sonja
 

Trakki.Reisen

Werner Krüsmann
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Beigetreten: 19.08.2010 - 07:31
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Wir hatten Glück

Hallo Michael,

wir haben in diesem Frühjahr 2012 auch diese Tour gemacht und waren mit dem Guide allein. Es war sehr spannend, wenn auch das Wetter bei uns nicht perfekt war. Lange wurde uns der "Man on a horse" angekündigt!

Liebe Grüße

Werner

 

Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei - meist von der unerwarteten Seite.“ (Goethe)

MichaelTE
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Beigetreten: 13.01.2012 - 19:24
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6. Etappe: 04.08.2012 Monument Valley - Mesa Verde NP

Am nächsten Morgen haben wir uns bei weiterhin schönem Wetter vom Monument Valley verabschiedet, und ich habe natürlich für den "klassichen" Blick noch einmal kurz angehalten.

Dabei durfte ich dann feststellen, dass meine KoMi D7D, die mich seit knapp 7 Jahren begleitet, die achtstündige Staubhölle des Vortages irgendwie nicht so richtig verkraftet hatte. Ich hatte sie zwar fast die ganze Strecke unter dem T-Shirt versteckt und ihr am Abend auch eine gründliche Reinigung gegönnt, aber sie fing an zu mucken. Der Spiegel blieb beim Auslösen hängen, "Erfolg" war ein schwarzes Bild. Einzige Abhilfe: zweimal aus und an. Und das jedes Mal, wenn ich bzw. eher Lydia schwarz sah..
Und ich begann zu überlegen, ob ich in Cortez eine kompatible Kamera (Sony alpha) bekommen kann oder mit einer Kleinknipse vorlieb nehmen muss. Unterwegsbilder sind es also jetzt ein paar weniger, und so richtig lustig ist das Fotografieren auch nicht mehr...

Kurz hinter dem Mexican Hat und dem gleichnamigne Ort bogen wir links ab zu unserem ersten Zwischenstopp, dem Goosenecks State Park.

Der San Juan River hat sich da schon ganz interessant in die Felsen gegraben. Das fand wohl auch die Gruppe von französischen (oder kanadischen?) Harley-Fahrern so, die sich kurz darauf mit großem Getöse und Begleitwagen davonmachten.
Der Weg zurück bot schöne Blicke auf das Valley of the Gods. Ich habe dann auch mindestens ein Wohnmobil gesehen, dass sich auf dem Weg zum Moki Dugway befand. Soll ja eine schöne Strecke sein. Aber ich wollte mein Glück nicht strapazieren, und es lag ja eh nicht auf der Strecke.

Zurück auf der #163 Richtung Bluff und der #162/41 nach Montezuma Creek und Aneth

bleibt der Grünstreifen entlang des San Juan River ein mehr oder weniger treuer Begleiter. Das ist in dieser Gegend ja schon fast etwas ungewöhnlich, soviel grün an einem Stück zu sehen.

Die kleinen Öl-Förderpumpen, die hier an allen Ecken stehen, habe ich ehrlich gesagt auch nicht erwartet.

Tja, Reisen bildet..

Kurz vor Aneth biegen wir Richtung Hovenweep NM ab und suchen den Weg nach Cortez. Ich hatte irgendwo gelesen, dass das eine schöne Strecke sei, die am Flughafen von Cortez endet. Im RandMcNally sah es so aus, als ob die Strasse relativ nah am McElmo Creek entlang ging. Nach ein paar Meilen kam mir das aber irgendwie komisch vor, ich habe umgedreht und doch lieber den vorgesehen Weg Richtung Cortez genommen. Ja, ich weiß, Feigling, einfach weiterfahren wäre richtig gewesen.. Das Ende der Straße habe ich dann am Flughafen gesehen.
Die 162 wird hinter Aneth dann doch etwas eintönig.

Glücklicherweise tauchen dann irgendwann auch wieder Erhebungen auf, und allmählich kommt auch wieder ein wenig grün in die Landschaft.

Cortez selber ist dann schon fast ein Schock, nach der langen Fahrt ohne große Orte. Das Walmart Super Center liegt für einen Einkauf quasi auf dem Weg, anschließend sind es nur noch ein paar Meilen bis zum Mesa Verde Nationalpark.
Dort heißt es schnell am Morefield Campground anmelden, kurz die Site (173, im Ute Loop)

besichtigen, und dann rauf zum Far View Visitor Center, um dort die Tickets für die guided Tour zum Long House und die Twilight Tour im Cliff Palace  zu kaufen.
Eine schöne Strecke bis dahin. Viel weiter sind wir aber dann nicht mehr in den Park gefahren, denn das aufziehende Gewitter (war ja klar..) verhinderte dann längere Exkursionen.

Für das erste und letztendlich einzige Campfire, hier in Form eines eigentlich überteuerten Schwedenfeuers, hat es dann trotzdem gereicht, ebenso für lecker Fleisch vom Grill.

Nach etwas über zwei Stunden war das Ding aber dann runter gebrannt, und Lydia verzog leicht die Nase. Meine bessere Hälfte ist halt nicht so der Feuer-Fan..

Eine weitere musikalische Entdeckung in der Gegend: Four Corners Rock Radio 92,6 Crown FM.
Nur Rock, dabei auch relativ viel Metal. Hat mir sehr gut gefallen..

 

Morgen geht's dann wieder rauf in den Park..

 

gefahrene Meilen : 276
geplante Meilen: 186 (die Fahrt zum Visitor Center war z.B. in der Planung nicht enthalten..)

 

 

 

"Mer sind us de Aldestadt, us de Retematäng"

Grüße aus der Nähe der schönsten Stadt am Rhein,

Michael

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
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Konica Minolta Dynax 7D

Hallo Michael,

als ehemaligen auch-Besitzer einer Dynax 7 D hat mich dein Missgeschick mit dem Staub auch an meine Kamera-Probleme in 2010 erinnert. Wie war denn die Auswahl in Cortez ? oder hatte sie sich wieder berappelt ? Ich bin mal auf deine Wahl gespannt -- mit meiner neuen Sony Alpha 65 bin ich sehr zufrieden.

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

cbr1000
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Beigetreten: 01.09.2010 - 15:42
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Nachgerist

Hallo Michael,

 

ich bin euch noch schnell nachgereist und genieße die tollen Bilder, erinnert mich doch eure Tour stark  an die unsere aus 2011 Smile


Il mondo è un libro. Chi non viaggia ne legge una pagina soltanto( St. Agostino)

Viele Grüße

Christian
Scout Womo-Abenteuer.de

 

MichaelTE
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Beigetreten: 13.01.2012 - 19:24
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Die KoMi..

..hat zum Glück gehalten, soviel sei schon mal verraten.

Es handelte sich zum Glück nur um ein Problem, was so richtig nur an dem Tag auftauchte.
Das die Kamera aber einen Konstruktionsfehler hat, der sich früher oder später zeigt, ist ja bekannt.
Bei mir scheint es allmählich so weit zu sein, denn der Spiegel hat auch vorher schon mal sporadisch gehangen, wenn man die Kamera längere Zeit nicht benutzt hatte. 

@Bernhard: Alternative ist und wird bald auch Realität sein die Sony Alpha 57.

 

 

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Grüße aus der Nähe der schönsten Stadt am Rhein,

Michael

MichaelTE
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Beigetreten: 13.01.2012 - 19:24
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7. Etappe: 05.08.2012 Rund durch den Mesa Verde NP

Am Morgen sind wir vom Campground zur Wetherill Mesa gefahren, den etwas unbekannteren und weniger besuchten Teil des Nationalparks.
Über die schön gewundene, 12 Meilen lange Strecke darf man (mittlerweile?) mit einem maximal 25 Fuß langen Wohnmobil fahren, allerdings ist die Strecke nur zwischen Memorial Day und Labor Day bzw. "in  summer only" geöffnet.

Wir haben dort eine von einem Parkranger geführte Tour durch Long House, eins der hier vorhandenen Cliff Dwellings, mitgemacht. Die Tickets für 2 USD haben wir am Vortag ja noch im Far View Visitor Center gekauft.
Vom Parkplatz aus wird man mit einem Bähnchen zum Ausgangspunkt gebracht, mit der Bahn kann man dann auch noch eine größere Runde über die Hochfläche drehen.
Die Gruppe war nicht zu groß, und die Führung ganz interessant.

Anschließend haben wir uns mit der Bahn zur nächsten Station bringen lassen, haben dort kurz eine der Ausgrabungen der Badger House Community angeschaut und sind dann durch die nach einem großen Brand im Sommer 2000 immer noch sehr öde Hochfläche zurück gelaufen zum Parkplatz. Nach kurzer Pause haben wir den dann den nicht so langen Step House Trail auf uns genommen.
Der ganze Bereich der Wetherill Mesa hat den großen Vorteil, dass er bei weitem nicht so voll ist wie die schneller zu erreichenden und bekannteren Cliff Dwellings im Chapin Mesa.

Auf dem Rückweg zum Visitor Center stellte ich dann fest, dass der Tank doch schon ganz schön leer zu sein schien. Sicherheitshalber sind mir also noch mal zurück zur Tankstelle am Campground. Irgendwann hat mir das Auto dann selber angezeigt, dass der Sprit noch für 50 Meilen reichen würde. Tja, moderne Technik, die habe ich bei einem amerikanischen Wagen gar nicht erwartet.. Wink Der Benzinpreis von 4 Dollar war dann auch noch so hoch, dass ich nur so viel getankt habe, dass ich seicher sein konnte, dass es bis zum nächsten Morgen reicht.
Wir sind dann wieder hoch Richtung Chapin Mesa und haben so gegen Mittag am Visitor Center ein kleines Picknick gemacht. Einmal Dosensuppe, natürlich die berühmt-berüchtigte Campbell`s Tomatensuppe, sollte als kleine Mahlzeit reichen.

Anschließend sind wir in das ganz ordentliche Chapin Mesa Museum gefahren, um noch eine grundlegende Bildung über die gesamte Cliff Dwelling-Kultur zu erhalten, und sind zum Spruce Tree House, direkt neben dem Museum, runter.


Was blieb danach noch übrig? Das Abfahren der zahlreichen Viewpoints.
Angefangen haben wir mit dem Mesa Top Loop, dem kleineren der beiden Rundstrecken. Interessant war dabei, wieviele normale PKW von ihren Fahrern als oversized vehicle oder gar als RV betrachtet werden. Zumindest, wenn es um Parkplätze geht..
Der Blick zum Square Tower House hat mir besonders gefallen.

Auch, weil da drei Amis mit ihren dicken Canon D5 MII (oder III?) auf dem Stativ standen und sich vom vierten in die Bedienung der selbigen einweisen liessen, inkl. Beurteilung des Fotos. Es muss halt immer das teuerste sein..

Nach der Umrundung und der Fernsicht u.a. auf den Sun Temple und das ziemliche volle Cliff Palace bogen wir Richtung Cliff Palace Loop ab. Passend zur Abendveranstaltung um 19.15 Uhr kamen wir für  eine etwas anderen Führung am Cliff Palace an.
Die kann auch im Visitor Center gebucht werden kann und kostet 10 USD: Jeden Abend gibt es die „Sunset Tour“, die von einem Ranger in der Figur einer jeden Tag anderen historischen Person durchgeführt wird.
Es war vor Beginn noch etwas unsicher, ob die Tour stattfinden kann, weil das obligatorische Gewitter heran-, aber zum Glück nordöstlich an uns vorbeizog.

Wir waren  mit „Lucy Peabody“ unterwegs. Sie war eine der zwei Damen, die im späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert die Initiative zur Bewahrung  von Mesa Verde gegründet und letztendlich erfolgreich für die Ernennung zum Nationalpark gekämpft hatten. Dieser Rückblick um rund 110 Jahre war sehr interessant und auch deutlich anders als die normalen Touren, da sehr viel mehr über die historischen Hintergründe des Parks berichtet wurde. Erst zum Ende hat die Rangerin dann die mittlerweile als falsch erkannten Forschungen der frühen 20er Jahre korrigiert.

Die Rückfahrt in kompletter Dunkelheit war dann auch was neues, aber an unserer Campsiter war das rückwärts Einparken mit dem kleinen Auto zum Glück kein besonderes Problem.
Das Gewitter, dass wir zu Beginn der Führung sehen und hören konnten, hatte sich auch übrigens auch über dem Campground entladen. Unsere Campingstühle waren triefnass und hatten große Pfützen in der Sitzfläche.

 

Morgen gibt es dann wieder Steine satt. Und Bögen..

 

gefahrene Meilen: 96
geplante Meilen: 0

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Grüße aus der Nähe der schönsten Stadt am Rhein,

Michael

MichaelTE
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Beigetreten: 13.01.2012 - 19:24
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8. Etappe: 06.08.2012 Mesa Verde NP - Arches NP

Die (geliehenen) Campingstühle waren am Morgen nach dem Gewitter glücklicherweise wieder trocken.
Nach dem jeweils rund siebenminütigen Fußweg zur und von der Dusche am Campground-Zentrum gab es noch ein leicht verwehtes Frühstück auf der Site und dann geht es weiter Richtung Moab und Arches.
In Cortez haben wir noch vollgetankt, deutlich billiger als an der Tanke im Mesa Verde, und die nächste Filiale des US-Post gesucht, da wir noch Briefmarken brauchten. Dank Internet auf dem Campingplatz (im Zentrumsladen) und Navi hat die Suche nicht so lange gedauert, und dann ging es richtig los.
Die erste Überraschung: Die Strecke zwischen Cortez und Monticello hatte so gar nichts von roten Steinen, Wüste oder Canyons.
Sie erinnerte uns eher an eine beliebige landwirtschaftlich genutzte Gegend in Europa. Einzig die Räder und Rohre für das Bewässerungssystem sahen da ein wenig fremd und unbekannt aus.

Klar, irgendwo her muss der Amerikaner ja auch seine Nahrungsmittel bekommen. Hier hätte ich das aber eher nicht erwartet.

Wir erreichten Utah,

und hinter Monticello wandelte sich das Landschaftsbild dann wieder, es kamen mehr und mehr rote Felsen und Hügel ins Bild.


Church Rock

Ab dem Wilson Arch, so 20 Meilen vor Moab, war dann irgendwie klar: Bald sind wir da.

Hole n' the rock haben wir uns dann nicht angetan, es war zu voll da.

So sanft und ruhig sind wir bisher in keine Stadt gekommen: Die letzten Kilometer vor Moab waren frisch asphaltiert, die Markierungen fehlten größtenteils noch und waren gerade noch in der Mache. Wenn die Highways doch überall so wären..

Moab war dann das lebendigste, was man die letzten Tage gesehen hat, auch wenn Cortez vielleicht größer ist.
Das die Einfahrt zum Arches NP aber so weit hinter Moab liegt,hatte ich gar nicht erwartet.
Ich glaubte zwischenzeitlich, die Abfahrt verpasst zu haben...

Bei Ankunft im Arches hatten wir "nur" 34 Grad, die einem nach der Fahrt im gekühlten Wohnmobil irgendwie doch höher vorkamen. Wir haben uns kurz im ziemlich vollen Visitor Center umgeschaut, das nötige Material besorgt, und sind los in den Park. Auf dem Weg zum Devils Garden Campground (der natürlich voll war) haben wir die ersten Viewpoints abgegrast: Park Avenue und Panoramapoint.

Und auch zwischendurch ging es eher langsam voran, weil es soviel zu schauen gab.
Die Aufnahme durch das Rangerpaar am CG war sehr freundlich und fröhlich. Wir haben dann nur kurz unsere Site besucht (46, wo sonst wink ..), ich habe eine Rangier- und Stehprobe gemacht, und dann sind wir nochmal runter in den Park.

Denn ich wollte eigentlich zum Delicate Arch, wenn auch zeitlich nicht so richtig nahe am Sonnenuntergang.
Über den brauchten wir uns eigentlich aber auch kaum Gedanken zu machen. Denn auf dem Weg zum Delicate zog es aus Westen (wie üblich..) schon ziemlich dunkel auf. Kurz vor dem Parkplatz an Wolfe's Ranch begann zu regnen, und in der Ferne auch leicht zu grollen. Trozt des erkennbar schlechter werdenden Wetters haben sich noch zahlreiche Leute auf den Weg gemacht. Das war mir zu heikel, und so gab es für uns nur die Weiterfahrt zum Overlook, und selbst dort haben wir uns nur relativ kurz aufgehalten und sind zügig wieder weg, denn das Gewitter zog dann doch auch zügig heran.

BTW: warum heißt es eigentlich Overlook, wenn man doch von unten heraufschaut? wink

Wir sind dann zurück auf den Campground, wo ich dann noch zwei Steine zum Leveln gesucht habe (Cruise America halt..). Danach gab es noch eine kurze Unterhaltung mit dem Forumsmember FamPa und Familie auf der Site gegenüber, bevor ich  dann der Grill angeworfen habe.
Denn oben im Park blieb es trocken, von daher hat uns das Essen auch draußen gut gemundet.
Und die Sonne kam kurz vor Untergang auch noch einmal raus..

Da so allmählich die Lichter ausgingen, habe ich dann noch versucht, den wirklich tollen Sternenhimmel auf den Chip zu bannen.
Es blieb aber letztendlich bei dem Versuch.

So gegen 22.30 Uhr war es dann temperaturmäßig draußen sehr angenehm und richtig schön.
Weniger schön war da, dass es im Camper dann doch recht warm war.
Aber wir hatten schon Ferienwohnungen in Spanien, die nachts wärmer waren..

Die musikalische Entdeckung des Tages: 106,9 The Rock KMCK.
Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Rock-Sender liebe?

 

Morgen sind wir dann in Teufels Küche. Oder war es Devil's Garden?

gefahrene Meilen: 186 
geplante Meilen:  153

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Grüße aus der Nähe der schönsten Stadt am Rhein,

Michael

MichaelTE
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Beigetreten: 13.01.2012 - 19:24
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9. Etappe: 07.08.2012 durch den Arches Nationalpark

So, lang genug herum gestanden, weiter geht's.. Wink

 

Die Temperatur liegt bei ca. 38° C im Schatten. Aber Schatten ist eigentlich kaum vorhanden.
Und was sagt der freundliche Ami am Delicate Arch zu mir: Es ist warm, aber doch nicht heiß.
Er würde schon seit 35 Jahren hier hin fahren, und heiß wäre da wirklich was anderes.
Andere Maßstäbe halt..

Aber der Reihe nach:
Wir haben den schönen Morgen mit einem ruhigen Frühstück in toller Umgebung begonnen.

Um kurz nach 9 machen wir uns heute auf den Weg Richtung Devils Garden. Der Weg vom Campground zum Trailhead ist glücklicherweise nicht so lang. Der Parkplatz am Straßenende ist schon sehr gut gefüllt, der Abschnitt für WoMos wird auch schon fleißig von Pkw beparkt.

Noch ist es nicht so warm, klar, ist ja noch früh, und es gibt am Anfang sogar noch Schatten.
Wir nehmen dann gleich den ersten Abzweig rechts mit zu den zwei Arches Pine Tree und Tunnel.

Selbst das schien aber für den ein oder anderen US-Amerikaner an körperlicher Bewegung schon zu viel zu sein. Einige Personen sahen doch ziemlich fertig aus, als sie auf den Hauptweg zurück kamen, was durch ein gequältes „awful“ dokumentiert wurde..
Auf dem weiteren Weg bis zum Landscape Arch ist es dann tatsächlich eine absolute Völkerwanderung. Einfach nur Massen an Menschen aus allen Herrn Ländern, vor allem Japaner sind dabei.

Auf dem weiteren Weg ab dem Landscape Arch Richtung Double O wird es dann zum Glück deutlich ruhiger. Klar, der Weg wird ja auch ein wenig herausfordernder, wenn auch nicht wirklich schwierig.

Einziges Hindernis gleich am ersten "Anstieg" war die Dame, die sich auf dem kleinen Felsrücken so geschickt hingesetzt hatte, dass der eigentliche Hauptweg nach oben quasi blockiert war. Die Guteste hat das wohl tatsächlich nicht registriert und war doch erstaunt, als Lydia so dicht an ihr vorbei wollte..
Nach kurzer Zeit sind wir dann wieder abgebogen, diesemal nach links zum Navajo und Partition Arch, die wir in dieser Reihenfolge angegangen sind.

Am Partition Arch, den man ja auch vom Landscape Arch aus sehen kann, konnte ich nicht widerstehen und bin die Finne nahebei noch ein wenig weiter abgelaufen. Und tatsächlich, ich hatte mich nicht getäuscht: Da war er, der Landscape Arch, aber diesmal von hinten. Wenn man schon nicht mehr darunter darf, sollte es wenigstens noch eine andere Optik als den "Standard" geben.

Der weitere Weg zum Double O war bis kurz hinter dem Black Arch View gut zu finden.

Kurz vor selbigen gab es aber kräftige Verwirrung. Vor der „Linkskurve“ auf dem Trail, der durch mehrere Cairns gekennzeichnet wird, stehen auch zahlreiche andere Steinmännchen, die auf zwei verschiedenen Wegen direkt wieder nach unten in die Senke führen und letztendlich wohl auf den Primitive Loop geführt hätten. Ich glaube, dass sich da schon manche Leute verlaufen haben. Ich konnte zumindest einige Franzosen (oder Kanadier?), die zum Double O wollten, davon abhalten, den falschen Wegen zu folgen. Uns wäre auch etwas entgangen. Denn am Double O angekommen, haben wir pausiert, während drei der französisch sprechenden Jungs versuchten, dens unteren der beiden Bögen zu erklettern. Sehr lustig, aber auch ziemlich durchgeknallt, denn die kamen dann kaum noch runter...


Dark Angel

Da ich dann bei den nun besseren Wetteraussichten auf jeden Fall noch zum Delicate Arch wollte, haben wir uns anschließend für den direkten Rückweg und gegen den Primitive Loop entschieden. Lydia hat es mir gedankt, denn auf klettern hatte sie nicht so wirklich Lust.
Der Rückweg war dann ereignislos, wir haben uns höchstens über die blauäugige "Ausrüstung" mancher Leute gewundert. Mittags gegen 12.30 Uhr mit einem halben Liter Wasser und ohne Kopfschutz den Weg anzugehen ist nicht wirklich schlau..

Wie schon geschrieben, hatte Lydia keine Lust mehr, zum Delicate Arch zu gehen,  und so bin ich alleine hoch.
Hat die Zeit für den Hinweg für mich auch verkürzt.. wink

Oben traf ich dann Denise samt ihrem Mann John und einer Freundin.
Sie hat ein Foto von mir mit der Fahne meines Vereins gemacht,

und wir kamen ein wenig ins Gespräch. Sehr nett, nebenbei wurde noch mein Englisch gelobt, und überhaupt: Nur Deutsche oder Europäer am Delicate, wahrscheinlich, weil die meisten Amerikaner so „out of shape“ seien.
Nach 15 Minuten habe ich mich dann verabschiedet, um noch ein paar Fotos zu machen.

Der kleine Arch rechts in der Wand kurz vor dem Trailende gibt übrigens einen schönen Blick auf den Delicate und die Schüssel darunter frei und ist recht einfach zu erreichen.

Auf dem Rückweg traf ich meine drei amerikanischen Freunde wieder, und wir haben uns noch weiter unterhalten. Gut, dass hat die Zeit für den Rückweg ein wenig verlängert, war aber auch recht interessant.

Und es wurde kurz vor Ende etwas, nun ja, suspekt.. Den John fragte mich, nachdem wir schon die Qualität des amerikanischen Fernsehens und der Nachrichten durch hatten("die belügen uns eh alle.."), nach "Chem Trails" und ob es die in Europa auch gäbe. Ich wusste erst gar nicht, was er meinte, und John hat das dann erklärt, auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Das habe ich dann später nachgeholt, per Internet. Sehr, öhm, interessant, diese Verschwörungstheorie...
Nach über 90 Minuten war ich wieder unten, wo ich mittlerweile mit leicht hochgezogener Augenbraue erwartet wurde.
Ich hatte vorher etwas von "wird wohl ne Stunde dauern" gesagt..

Wir sind dann noch kurz noch die Windows Section abgefahren und dann zurück zum Stehplatz. Dort haben wir noch ein wenig  im Schatten des Canyons gesessen und gelesen, bevor wir uns ein wenig frisch gemacht haben und dann runter nach Moab gefahren sind, zum Silberhochzeitsessen.

Ich hatte vorher die freundlichen Hosts nach einer Empfehlung gefragt, und man hatte uns tatsächlich einen Zettel auf dem Tisch hinterlassen mit drei Restaurants. Eines davon war Bucks Grillhouse am Ortseingang, direkt neben dem Sunrise RV, dass wir dann angesteuert haben. Und es war gut, wenn auch nicht ganz billig. Die Bewertungen dafür gehen sehr weit auseinander, wir konnten uns nicht beklagen.
Es gab dort übrigens auch Wifi..
Auf dem Rückweg gegen 21.15 Uhr kam uns dann eine endlose Kolonne von Autos entgegen. Vermutlich alles Leute, die den Sonnenuntergang am Delicate erlebt haben. Das dürfte da dann allerdings getrampelt voll gewesen sein..
Und jetzt noch den fantastischen Sternenhimmel beobachten und noch mal versuchen, Fotos zu machen. Aber das hat wieder nicht so richtig gut geklappt...

 

Ach ja: Duschen im RV in der kombinierten Nasszelle geht auch, wenn auch bei 1,90 Länge der Raum nach oben etwas knapp ist. Aber besser als gar nichts.

 

Morgen geht's dann zu den Himmelsinseln und toten Pferden..

 

gefahrene Meilen: 64
geplante Meilen: 0

"Mer sind us de Aldestadt, us de Retematäng"

Grüße aus der Nähe der schönsten Stadt am Rhein,

Michael