Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

11. Tag, 15.10.: Bryce Canyon Nationalpark

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BeateR
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Beigetreten: 26.03.2016 - 21:12
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11. Tag, 15.10.: Bryce Canyon Nationalpark
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
24 Meilen
Besuchte Highlights: 

Um 9.00 h sind wir bereit zur Abfahrt. Um 9.30 h sind wir im Bryce Canyon. Wie üblich wollen wir zuerst ins Visitorenter, aber dort bekommen wir schon keinen Parkplatz mehr! Das geht ja schon mal gut los! 
Also fahren wir gleich zum Campingplatz. Der füllt sich auch schon, aber wir bekommen noch ein sehr schönes Plätzchen. Wir trinken einen Kaffee, besetzen unseren Stellplatz und fahren dann erst mal los, durch den Nationalpark. 
Wir fahren jeden Viewpoint an. Jedesmal muss man aussteigen und ein paar hundert Meter bis zum Aussichtspunkt laufen. Für Fussfaule ist das nicht der richtige Nationalpark. 

Leider können wir nicht bis zum Paria View fahren, da diese Strasse für Wohnmobile gesperrt ist. 

Nachdem auch die Parkplätze an den Viewpoints langsam voll werden, fahren wir zurück, erst zum Visitorcenter und dann zum Campingplatz. Gerade rechtzeitig, denn da ist gerade eine amerikanische Familie dabei, Ihre Zelte auf unserem Stellplatz aufzubauen. Wir fragen, ob sie denn nicht den Zettel an der Einfahrt zum Stellpatz gesehen hätten und bekommen ganz doof zur Antwort: nein!! Trotzdem packen sie aber ganz schnell ihre Sachen wieder zusammen und verziehen sich. 
Wir sind schon etwas schockiert, denn sowas kennen wir aus USA überhaupt nicht. Eigentlich sind die Amerikaner doch immer sehr rücksichtsvoll und sie wissen ja auch, wie das mit der Stellplatz-Reservierung geregelt ist. Was wäre wohl passiert, wenn wir 1 Stunde später gekommen wären und die Familie auf Wanderung gewesen wäre? Wir wären gar nicht mehr auf unseren bezahlten Stellplatz gekommen. 

Nach einer kleinen Brotzeit lassen wir unser Womo stehen und laufen gleich vom Stellplatz aus los. Hin zum Rim, am Rim entlang zum Sunrise Point. Dann gehts über den Queens Garden trail runter in den Canyon und über den Navajo Trail, the wall, wieder hoch. Das sind insgesamt 5 km und 150 Höhenmeter runter und rauf. Wir brauchen dafür 4 Stunden, weil wir soviel fotografieren. 

Eigentlich wollten wir ja die ganze Strecke über den Peekaboo Trail bis zum Bryce Point laufen. Aber nachdem der Park-Shuttle nicht mehr fährt, hätten wir von dort nochmal ca. 4 Meilen am Rim zurücklaufen müssen. Schade, aber das war uns dann doch zu weit. 

So geniessen wir am späten Nachmittag noch unseren schönen Stellplatz. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Wall:

 

Noch ein kleiner Nachtrag: 
Wir haben wir schon wieder eine Begegnung mit einem total inkompetenten Parkrancher. 
Wir wollen im Visitorcenter wissen, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, vom Bryce Point zurück zu fahren, da wir bis dorthin laufen wollen. Ich bekomme von dieser sehr netten Lady die Auskunft, wir sollten halt zum Bryce Point fahren! Ich versuche dreimal, Ihr zu erklären, dass wir den Bryce Point heute schon gesehen haben, dass wir aber durch den Canyon dorthin laufen wollen. Sie reagiert überhaupt nicht, sondern meint nach wie vor, wie sollten hin fahren! 

Dann versuche ich die Alternative: ich frage, wenn wir vom Queens Garten trail kommen und den Navajo Trail hoch wollen, welcher "Ast" der interessantere ist (es gibt dort zwei Möglichkeiten, hoch zu gehen, da der Navajo Trail an sich schon ein Rundweg ist). 
Die Antwort: Jeder Teil hat seine Schönheiten!!! Aber WAS es da zu sehen gibt, das konnte sie mir nicht sagen! Ich bin mir 100 %ig sicher, dass diese Dame weder den einen noch den anderen trail jeweils gelaufen ist. 

Haben die Nationalparks inzwischen so wenig Geld, dass sie mit inkompetenten Parkranchern zufrieden sein müssen? Was passiert, wenn da mal von Touristen eine wirklich wichtige Frage kommt?

 

LG

Beate