Da wir gestern von unterwegs aus noch eine Abholzeit von 08:00 vereinbaren konnten, klingelte der Wecker bereits um 05:30. Wegen des Jetlags waren wir allerdings sowieso schon wach .
Nochmal alle unter die Dusche und dann zum Frühstück. Das hat uns allerdings gar nicht begeistert. Die Kinder machten sich Waffeln, aber die konnte man höchstens als knapp geniessbar bezeichnen. Glücklicherweise war wenigstens der Kaffee in Ordnung. Dazu ein geschmackloser Toast. Ja nu, morgen gibt es sicher besseres Frühstück
Pünktlich um 08:00 fuhr der Shuttlebus von Fraserway vor. Wir fuhren noch ein weiteres Hotel an und dann das kurze Stück zu Fraserway, wo wir bereits um 08:30 eintrafen.
Zuerst wurde der Papierkram erledigt und im Anschluss der TC anhand einer Checkliste durch eine deutsche Mitarbeiterin ausführlich erklärt. Zwischenfragen waren dabei nicht erwünscht und wurden auch nicht beantwortet. Die durften wir am Schluss stellen, allerdings wurden sie dann nur sehr knapp und in leicht genervten Ton beantwortet. Wir fragten nach der Kurbel für den Slideout. Standardantwort: Wenn etwas ist, rufen Sie uns an. Wir weisen darauf hin, dass wir über ca. 2000km nur sehr sporadisch Handyempfang haben und lassen uns nicht abwimmeln. Nach einigem Hin und Her wird die Chefin geholt, die uns sehr freundlich und ohne weitere Diskussionen die Kurbel aushändigt und die Handhabung erklärt.
Hier unser schöner roter TC:
Wir checken nun den TC anhand unserer eigenen vorbereiten Checkliste, finden aber nichts zum Beanstanden. Zuhause haben wir gemäss dem genialen Tipp von Nina unsere Sachen in den Koffern in Ikea-Taschen gepackt. Diese müssen wir nun nur raus nehmen und können die Koffer so in der Station lassen. Ausserdem lassen wir noch verschiedene Küchengeräte, die wir nicht benötigen in der Station zurück und schaffen so etwas Platz.
Um 10:30, also 2 Stunden nach unserer Ankunft kommen wir endlich vom Hof. Das hat alles mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich geplant.
Unser erster Weg führt uns zu einem Postshop der Kanada Post. Wir haben nämlich den Fehler gemacht und unsere Walmartbestellung nicht rechtzeitig ausgelöst. Knappe 2 Wochen vorher war zu spät. Was allerdings gerade noch klappte war eine rechtzeitige Lieferung in eine Postfiliale. Allerdings gab es hierbei eine Gewichts- und Volumenbeschränkung. Wir konnten aber so wenigstens noch die wichtigsten Dinge wie Gasgrill, RV-Klopapier, Chemikalien, verschiedene Utensilien zum Grillen und einen Reifenkompressor bestellen. Diesen haben wir uns auf Anraten von Josef zugelegt und ich muss sagen, auf der Fahrt auf dem Trans Labrador Hwy hat er unsere Nerven doch sehr beruhigt. Wir haben ihn nicht benötigt und konnten diesen am Ende unserer Reise bei Walmart retournieren und der gesamte Betrag wurde zurück erstattet.
Aber zuerst mal kam der erste Schock: Wir wollten noch etwas hinten aus dem Wohnteil holen, aber wir bekamen die Tür nicht auf Da standen wir mit ziemlich dummen Gesichtern davor und nach einer Weile rumprobieren gaben wir auf und fuhren zurück zu Fraserway. Dort wurden wir mit erstaunten Gesichtern empfangen. Die Chefin zeigte uns dann lachend den Trick: Einfach feste gegen die Tür drücken beim Aufschliessen. Wir kamen uns schon ein bisschen dumm vor
Aber wenigstens hatten wir für gute Laune beim Personal gesorgt ... Also nochmal eine halbe Stunde verloren, aber wir sind ja schliesslich im Urlaub. Anschliessend lief alles glatt. Abholung der Sachen bei der Post, Ersteinkauf beim nahen Walmart inkl. problemloser Rückgabe der Sachen, die ich versehentlich doppelt bestellt hatte, Biervorräte auffüllen beim Liquor Store. Da wir alle irgendwann ziemlich Hunger hatten, gingen wir bei Wendys gegenüber vom NSLC ncoh einen eher schlechten Burger essen, bevor wir uns auf den Weg zum Blomidon PP machten.
Bei der Auffahrt auf die Autobahn linkte uns unser Navi, was für einen zusätzlichen Umweg von 20 Meilen inkl. Zeitverzögerung führte
Das Wetter war herrlich. Insbesondere die letzten Kilometer nach Abfahrt von der Autobahn haben uns gut gefallen:
Ebbe in der Bay of Fundy:
Wir halten noch kurz an der ein Stück vom CG entfernten Day Use Area. Hier gibt es einen Zugang zum Strand, der bekannt für sein reiches Vorkommen an Halbedelsteinen ist.
Für uns ist es leider schon zu spät für einen Strandspaziergang und wir haben auch keine Lust mehr auf grössere Aktivitäten:
So war es dann doch bereits 18:00, als wir am CG ankamen. Wir wurden vom Ranger freundlich begrüsst mit einem "you got the spot with the best view". Unsere Site Nr. 74 lag auch wirklich ganz wunderbar, etwas erhöht und mit viel Platz rundrum bot sie einen herrlichen Blick auf die Bucht. Leider hatten wir an diesem Abend nicht mehr allzu viel davon, da ja noch das Einräumen anstand. Und das war gar nicht so einfach, da praktisch kein Stauraum zur Verfügung steht im TC. Da war Kreativität gefragt um alle Lebensmittel und 7 Sachen für 4 Leute unterzubringen. Der Backofen wurde z.B. zum Platz für den Besteckbehälter. So haben wir eine Schublade frei bekommen. Jeder hatte eine Ikeatasche mit Reissverschluss als "Schrank" für die Kleider. Der wanderte immer durchs WoMo. Tagsüber auf dem Bett, nachts vor dem Kühlschrank. Endlich fertig mit Aufräumen, waren alle todmüde, so dass wir das geplante Campfire ausfallen liessen, nur noch schnell eine Kleinigkeit assen und fix und fertig im Bett verschwanden.
Unsere heutige Route: