Hallo zusammen,
eine Bekannte von mir war jetzt im April mit dem Wohnmobil im Südwesten, überwiegend in der Wüstengegend unterwegs. Nach ihrer Rückkehr bekam sie hoch Fieber, Hautausschlag und ein starkes Krankheitsgefühl. Die Entzündungswerte waren sehr hoch und sie wurde im UKE Hamburg aufgenommen. ort hatte man den Verdacht auf Windpocken und steckte sie in die Quarantäne.
Ein pfiffiger Arzt fragte sie ein wenig aus und als er hörte in welcher Gegend sie im Urlaub war tippte er gleich auf das Wüstenfieber.
Es wurden entsprechende Untersuchungen und Behandlungen eingeleitet und meine Bekannte aus der Quarantäne befreit.
Sie war damit 4 Wochen richtig krank.
In den Wüstenstaaten erkranken jedes Jahr immer mehr Menschen an diesem Fieber und in Amerika gibt es dafür sogar eine Nothotline.
Also, aufgepaßt wenn ihr nach dem Urlaub grippeähnliche Symptome bekommt, besser einmal abklaren.
Hallo Sonja,
du machst mir Spaß, seit Montag liege ich mit einer Bronchitis im Bett, mal schauen, wie es weitergeht.
Mein letzter Wüstenkontakt war aber bereits am 15.4. im Death Valley, also ca. 5 Wochen vor Ausbruch meiner Erkrankung.
Hoffe, das mit der Inkubationszeit von bis zu 3 Wochen stimmt.
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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Oh Michael,
ich wollte keinen verunsichern, doch wenn es nicht besser wird kannst du diese Diagnose ja mal im Kopf behalten. Habe gelesen, dass die Inkubationszeit 3 - 30 Tage ist
. Und diese Erkrankung kennt vielleicht nicht jeder Hausarzt. War ja Glück bei meiner Bekannten, dass es erkannt wurde.
Ich wünsche dir gute Besserung!!!
Herzliche Grüße
Sonja
Trakki.Reisen
Hi Sonja,
nein, ist doch prima, wenn man das im Hinterkopf hat. Laut dem Link von Bernhard ist diese Pilzinfektion leicht nachweisbar.
Leider gehöre ich (durch Medikation) zur Risikogruppe (geschwächtes Immunsystem).
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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Gute Besserung Micha :)
... und danke an Sonja für den Hinweis - wir kommen ja auch aus der Wüste, aber alle sind (bisher) fit.
Liebe Grüße
Margit
„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.” - Mark Twain
@all,
habe meinen Titer testen lassen, das Labor wollte sich jedoch nicht festlegen, ob ich Kontakt mit dem Pilz hatte (IgG grenzwertig, jetzt IgM negativ).
Das Problem bei der Geschichte ist zum Einen, dass hiesige Hausärtze kaum etwas davon gehört haben (so auch meiner, obwohl viel und weit reisend und auch Mitglied bei crm) und zum Anderen dass das Labor knapp 2 Wochen für das Ergebnis gebraucht hat.
War wohl für alle Neuland.
Deswegen gilt was Sonja oben schon geschrieben hat.
Danke an dieser Stelle noch mal
Liebe Grüße
Micha
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Aus gegebenen Anlass beschäftige ich mich etwas intensiver mit dem Thema.
sollten hier weiterlesen.
Erreger:
verursacht durch die Sporen des Pilzes Coccidioides immitis oder Coccidioides posadasii die eingeatmet zu gesundheitlichen Problemen führen können.
Vorkommen:
im ganzen Südwesten, verstärkt in den Wüstengebieten zur mex. Grenze,
stark ansteigende Fallzahlen (über 22000 im Jahr 2011), die anscheinend 2011 ihren Peak
erreicht haben.
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/statistics.html
aber trotzdem mehr als Faktor 10 häufiger als Influenza.
http://www.azdhs.gov/documents/preparedness/epidemiology-disease-control...
http://www.cdc.gov/fungal/pdf/cocci-fact-sheet-sw-us-508c.pdf
Schon 2014 habe ich mich auf Antikörper nach meiner Südwestreise testen lassen.
Das ergab leider kein eindeutiges Ergebnis, weshalb, siehe Post 5.
In der Hoffnung evtl. in 2014 eine Coccidioidomykose - Infektion durchgemacht zu haben, ließ ich mich
im Herbst 2015 nochmal testen, denn:
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/risk-prevention.html
„I've had it before; could I get it again?
Usually not. If you’ve already had Valley fever, your immune system will most likely protect you from getting it again. Some people can have the infection come back again (a relapse) after getting better the first time, but this is very rare.“
Dieses mal hat sich mein Hausarzt beim Robert Koch Institut erkundigt, einen entsprechenden
Laufzettel inkl. Fragebogen besorgt und das Blut zeitnah dort hingeschickt.
Leider konnte keine Immunreaktion (Antikörper) bei mir festgestellt werden, somit besteht weiter
das volle Risiko.
Die Untersuchung kostete 2014 ca. 25,—€, wenn ich mich recht erinnere. Die gesetzliche KK
übernimmt so etwas natürlich nicht, dürfte jedoch für die meisten kein Problem sein.
Für die aktuelle Untersuchung liegt noch keine Rechnung vor.
Die dunkelgrünen Gebiete nahe der mexikanischen Grenze werde ich deshalb nicht bereisen.
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/causes.html
Edit: manche Gegend lässt sich nicht umgehen, Fallzahlen in Kalifornien leider am 2.höchsten.
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/statistics.html
(unter Number of reported Valley fever cases)
Wenn es mal richtig staubig wird, muss mir eine Atemschutzmaske weiter helfen.
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/risk-prevention.html
http://www.amazon.de/3M-Atemschutzmaske-9322-Ausatemventil-Grenzwertes/dp/B009HPTI7A/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1455042345&sr=8-8&keywords=n95
Eine weitere interessante Seite:
http://www.azdhs.gov/preparedness/epidemiology-disease-control/valley-fever/index.php#about
Ich hoffe, niemanden zu sehr zu verunsichert zu haben, man sollte aber das Valley Fever im Hinterkopf haben wenn folgende Beschwerden auftreten:
http://www.cdc.gov/fungal/diseases/coccidioidomycosis/symptoms.html
Liebe Grüße
Micha
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