ich schließe mich natürlich auch an bevor der Jeep und das WoMo voll sind. Bei dieser Fahrzeuggröße gibt es, wenn man zu spät kommt nur noch den "Keller" und da will ich nicht rein.
Euer Gepäckberg schein mehr aber mehr als 2 x 23 kg zu sein. Vor solchen Gepäckmengen graut es mir seit unserer Erfahrung im letzten Urlaub auch.
Eine Tasche mit Rollen, ein Koffer mit Rollen, das geht ja noch, aber dann noch eine Tasche ohne Rollen und ein Seesack natürlich auch ohne Rollen, und zusätzlich das Handgepäck. Dann verletzt sich Gisela an der Hand beim Transfer zum Airport (Rückflug) und alles blieb an mir hängen. Diese Schlepperei hat mich ganz schön geschafft und nun habe ich mir geschworen, so niiieeee..... wieder so viel und nichts mehr ohne Rollen.
Aber nun erwarte ich mit Spannung Euren Reisebericht.
Ja, es stimmt, Gepäck haben wir schon sehr viel. Es waren auf dem Hin- und Rückflug jeweils ein ganzes Stück über 100Kg. Dank unserer Reiseklasse ist das im Flieger kein Problem. Das Handling dagegen will schon organisiert sein. Alle unsere Gepäckstücke (auch die Golfbags) haben Rollen was die Sache schon erleichtert. In Zürich kann man mit dem Auto bis auf 30 m an den Check-In heranfahren. In Los Angeles am Gepäckband nehmen wir gleich 2 Gepäckwagen und dem Alamo-Shuttle-Fahrer drücke ich gleich 5 $ in die Hand und der ist mir dann gerne behilflich. In der Mietwagenstation lassen wir das ganze Gepäck liegen und holen zuerst den Mietwagen. Wenn dann alles im Mietwagen bzw. WoMo verstaut ist, hat sich die Sache erledigt. Also sooo schlimm ist es nicht. Man darf sich nur nicht stressen lassen und eins ums andere nehmen.
Wir nehmen die Personal-Kits ja immer vom Vermieter und trotzdem haben wir solche Gepäckberge. Klar das Golfequipment nimmt schon etwas Platz weg, aber in den Golfbags ist noch viel anderes. Gerade wenn man mit dem Jeep etwas ins Outdoor fährt ist man ja nicht sicher ob man ohne Probleme wieder zurückkommt. So sind im Jeep jeweils Schlafsäcke, Terma-Rest-Matten, das Zelt, Katadyn-Wasserfilter und Wärmedecken. Dazu kommt das ganze Wander/Outdoor-Equipment (Stöcke, Schuhe, Fleece, Regenbekleidung, Kocher, 1.Hilfe-Kasten) Schliesslich die technischen Hilfsmittel wie Spannungswandler, GPS, Lampen.
Seit ein paar Jahren habe ich wenigstens den Nerv die Fix-a-Flat Reifenpannen-Spray und die grosse Schaufel jeweils neu zu kaufen und am Urlaubsende dort zu lassen - sonst müsste ich wohl nochmals eine Rolltasche packen.
Der Handywecker klingelt und ein paar Minuten später bekommen wir den Weckanruf von der Reception. Auf und unter die Dusche - heute wird ein langer Tag. Uns dünkt es jeweils ganz unglaublich wenn wir uns vorstellen, dass wir das nächste mal irgendwo zwischen Los Angeles und Las Vegas ins Bett gehen.
Um 06.00 Uhr wartet vor dem Hotel bereits der Shuttle-Fahrer und bringt uns in knapp 20 Minuten zum Flughafen. Die Pass- und Flugscheinkontrolle ist kein Problem und am Gate reicht die Zeit noch für einen schnellen Espresso. Bereits kurze Zeit später werden wir zum "boarding" aufgerufen und wir besteigen die kleine AVRO RJ-85 der City-Jet einer Tochtergesellschaft der Air France welche uns in knapp einer Stunde nach Paris bringt. Trotz der kurzen Flugzeit wird uns ein kleines Frühstück serviert.
Paris Ch.d.G. hat als Flughafen bei vielen Reisenden einen schlechten Ruf. Auch wir haben schon schlechte Erfahrungen gemacht, wurden wir doch vor einigen Jahren bei der Kontrolle bestohlen. In der Zwischenzeit hat sich aber vieles gebessert. Wir kennen uns besser aus und wir stellen unsere Fragen heute auf französisch was die Sache ungemein erleichtert. Der Terminal E2 wo die Interkontinentalmaschinen ankommen und abfliegen ist sehr schön und die Verbindungen zu den Satelliten-Terminals ist gut organisiert.
Wir haben eine Umsteigezeit von 1 1/4 Stunden was jedoch gut reicht. Bald sind wir mit dem Bus bei Terminal E2 und müssen noch einige Kontrollen passieren, was jedoch kein Problem ist. Wir erreichen unser Gate wo einige Minuten später das Einsteigen beginnt. Premium Eco, Business und First haben eine eigene gemeinsame "line" was sehr angenehm ist. Bald sitzen wir in unseren Schalensitzen und sind recht begeistert. Der Mehrabstand ist gefühlt viel grösser und da sich der Sitz in der Schale verschiebt, bleibt der Abstand zum Vordersitz immer gleich. Selbstverständlich ist es kein "flat bed" aber ich schätze man kann den Sitz in eine Neigung von 45° verstellen. Die Füsse stützt man in der verstellbaren Fuss-Stütze welche in den Vordersitz integriert ist ab und die Unterschenkel werden durch eine zusätzliche verstellbare Stütze abgestützt. Das ergibt eine wirklich bequeme halb liegende Position.
Kaum haben wir Platz genommen wird uns Juice oder Champagner (Sekt?) angeboten. Dies zwar lustigerweise im Plasticbecher aber ein Unterschied zu den teuren Klassen muss wohl sein. Es klingelt beim anstossen nicht so schön aber schmecken tut es trotzdem. Nach kurzer Zeit ist das Einsteigen beendet, wir stossen am Gate zurück und nach längerer Fahrt über das Rollfeld heulen an der Startbahn die Düsentriebwerke der 777 und mit gewaltigem Schub steigt der Riesenvogel in den Morgenhimmel über Paris auf dem Weg nach Los Angeles.
Noch bevor wir den Aermelkanal erreichen wird der Aperitiv serviert. Wie gewohnt bleiben wir bei Gin-Tonic. In unserer Klasse gibt es zwar keine warmen Cashew-Nüsse dafür aber kalte Erdnüsse - auch recht. Beim folgenden Mittagessen haben wir die gleiche Speisekarte wie die ECO-Passagiere. Immerhin wird in der Premium-Eco zuerst serviert. So haben wir sicher die volle Auswahl. Wir sind äusserst zufrieden. Nach dem Digestiv studieren wir das Unterhaltungsprogramm. Dieses lässt keine Wünsche offen. Neben ca. 50 Spielfilmen (sicher etwa 15 auch auf deutsch) gibt es Spiele, News, Musikkänale in jeder Stilrichtung etc. alles "on demand". Während Vreni sich den "stotternden König" ansieht wähle ich als Fan von Angelina Jollie den Film "The Tourist".
Nach dem Film versuche ich ein wenig zu schlafen. Ich weiss ja, dass ich nach der Landung in Los Angeles (Mitternacht europäischer Zeit) noch einige Stunden wach und konzentriert sein sollte. Tatsächlich schlummere ich so 4 Stunden und werde erst wach als die Flugbegleiterin die Zwischenmahlzeit serviert und das Zoll-Formular verteilt. Das grüne Immigrations-Formular wurde ja durch ESTA ersetzt.
Bald schon schweben wir über den San Bernardino Mountains und beginnen den Anflug quer über ganz Los Angeles. Es ist fast unglaublich wie weit sich dieser Moloch Stadt streckt. Und mit etwas Schrecken stelle ich fest, dass ich das heute noch alles wieder mit dem Auto zurückfahren muss. Aber seis drum, wir haben ja nichts reserviert und können übernachten wo und wann wir wollen.
Fast pünktlich um 13.30 Ortszeit landen wir in LAX. Wir sind froh, dass der lange Flug vorbei ist. Wieder haben wir den Vorteil, dass wir direkt nach der First und Business-Class aussteigen können. Durch die schon bekannten Gänge erreichen wir die Immigration-Halle. Leider ist eine halbe Stunde vor uns der KLM-Jumbo gelandet und für die Touristen sind gerade mal 3 Immigration-Schalter geöffnet. Wir sind zwar weit vorne in der Schlange aber die Prozedur dauert. Passkontrolle, Befragung, Fingerabdrücke rechts, Fingerabdrücke links , nochmals Fragen und schliesslich der Stempel in den Pass. Glücklich, wenn keine Probleme auftauchen und vertieft kontrolliert wird. In der Schlange erzählt uns ein Geschäftsmann der öfters einreist, dass sich das Problem mit den Budgetproblemen verschärft hat. Die Beamten dürfen keine Ueberstunden mehr machen was sich natürlich auf die Effektivität auswirkt. Alles nützt nichts - es heisst Geduld haben. Nach gut einer Stunde sind wir an der Reihe und alles geht problemlos. Die Passagiere aus den hinteren Reihen der 777 warten sicher nochmals eine Stunde.
Dafür ist das Gepäck bereits an der Rondelle angekommen, wurde vom Band genommen und in einer Ecke gestapelt. Wir kennen das Prozedere und sind deshalb nicht erstaunt. Wir finden unsere Siebensachen und laden sie auf 2 Gepäckwagen. Mit diesen dann nochmals etwas mühsam durch die Zollkontrolle. Diesmal allerdings nicht wegen den Beamten sondern wegen unserer quer aufgeladenen Golfbags
Los Angeles ist verhältnismässig einfach. Man geht durch den Ausgang, überquert eine Fahrbahn und steht bereits an den Haltestellen der Mietwagen/Hotel-Shuttles. Es dauert auch nicht lange und ein Alamo-Shuttle taucht auf. Ich winke dem Fahrer mit einem 5$-Schein und der hilft mir unsere Gepäckberge zu verstauen. Nach ein paar Minuten Fahrt erreichen wir die Station von Alamo/National. Hier haben wir Glück, praktisch keine Leute sind am Schalter und ich bekomme gleich einen freien Agenten. Und gleich nochmals habe ich Glück, der Agent nimmt meinen Voucher und will mir tatsächlich nichts zusätzlich verkaufen. Innerhalb 5 Minuten habe ich meinen Vertrag und kann mich zur Choice-Line begeben und dort mein gewünschtes Fahrzeug aussuchen.
Dort ist allerdings fertig mit Glück. Meine Wahl besteht aus einem von 3 Jeep Compass. Diesen wiederum möchte ich lieber nicht, da kein 4-WD. Ich stelle mich also etwas dusselig und frage einen Alamo-Mitarbeiter der gerade ein Auto in eine andere Line stellt nach einem SUV. Dieser verweist mich an den zuständigen Line-Agenten. Ich nehme mir die Zeit um mit diesem ein paar freundliche Worte zu wechseln und frage ihn nach einem "nice car with 4-WD". Ich lasse durchblicken, dass ich mich bei einem schönen Auto gerne erkenntlich zeigen würde. Der Alamo-Mitarbeiter bittet mich einen kurzen Moment zu warten und nach ein paar Augenblicken bringt er mir einen frisch gewaschenen praktisch fabrikneuen Ford Explorer. Das ist natürlich ein klares Upgrade. Der Wagen hat 3 Sitzreihen also Platz ohne Ende,Lederausstattung, Sirius-Radio, jeden erdenklichen Schnick-Schnack, auch AWD aber keine mechanische Sperre und vor allem ist er sehr gross. Vreni muss dieses Auto ja dann während des Urlaubs fahren und ich sehe ihr an, dass sie keine Freude hat.
Der Agent hingegen strahlt und lädt mir bereits das Gepäck ein. Ich mag ihn nicht enttäuschen und gebe ihm den verspochenen grosszügigen Tip. Ich weiss ja, dass ich allenfalls das Fahrzeug in Las Vegas wieder tauschen kann. Ein quasi "Downgrade" geht immer. Es ist bereits 17.00Uhr und wir wollen los. Bei der letzten Kontrolle des Vertrages am Ausgang beschleunigt sich kurz noch mein Herzschlag, aber kein Problem : "have a nice evening". Das Navi ist mal provisorisch auf "Barstow" eingestellt und es geht los.
Bis zur Interstate 105 geht es flott aber bereits auf der I-110 wird es mühsam und ziemlich schlimm ist es dann auf der I-10 bis Ontario. Richtig stockender Kolonnenverkehr wobei wir auf der Carpool-Line noch bevorzugt sind. Erst als wir auf die I-15 abbiegen wird es besser. In richtig flotter Fahrt geht es hoch in die San Bernhardino Mountains. Rechts geht es ab zum Silverwood Lake. Langsam beginnt es dämmerig zu werden, der Adrenalin-Spiegel hervorgerufen durch den dichten Verkehr geht zurück, dafür meldet sich die Müdigkeit. Wir beschliessen uns in Victorville ein Nachlager zu suchen. Suchen ist zwar übertrieben. An der Interstate machen die grossen Reklameschilder auf die Herbergen aufmerksam. Das Quality Inn & Suites sticht uns ins Augen und wir fahren an der nächsten Ausfahrt raus.
An der Reception bietet man uns das Doppelzimmer mit AAA-Rabatt inkl. Frühstücksbuffet für 70$ an. Wir nehmen an und bitten um ein Zimmer weg von der Strasse. Dieser Wunsch wird uns erfüllt. Das Auto mit Gepäck stellen wir direkt vor unser Zimmer, im benachbarten McDonald essen wir unseren ersten (und auch fast letzten Burger) und gegen 21.00Uhr sinken wir ziemlich kaputt ins Bett.
der Explorer gefällt mir sehr, ich bin gespannt, wie er sich so fährt.
Du willst ihn ja leider wechseln, aber ich bin ja immer auf der Suche nach einem netten Gefährt für uns vier und ein Rad. Im Innern. Dafür ist er wohl etwas klein, oder?
Die Sitze in der Economy klingen sehr entspannend, die bei Lufthansa und United aus der normalen Economy sollten sich ein Beispiel nehmen.
Die warmen Nüsse und den Begrüßungsumtrunk benötige ich nicht, aber jeder cm Platz ist prima. War die Steckdose für den Laptop aktiv? Das kenne ich aus der Eco-Class sonst nicht. Die Accus machen immer so schnell schlapp. Obwohl, mit den Videos on demand braucht man den Laptop auch wieder nicht.
nachdem wir unser Geburtstagswochenende praktischer WEise mit dem Osterfest verbunden haben und somit alle Feierlichkeiten für dieses Jahr hinter uns gebracht haben, werde ich jetzt zu steigen und eure Tour einfach nur genießen.
ich schließe mich natürlich auch an bevor der Jeep und das WoMo voll sind. Bei dieser Fahrzeuggröße gibt es, wenn man zu spät kommt nur noch den "Keller" und da will ich nicht rein.
Euer Gepäckberg schein mehr aber mehr als 2 x 23 kg zu sein. Vor solchen Gepäckmengen graut es mir seit unserer Erfahrung im letzten Urlaub auch.
Eine Tasche mit Rollen, ein Koffer mit Rollen, das geht ja noch, aber dann noch eine Tasche ohne Rollen und ein Seesack natürlich auch ohne Rollen, und zusätzlich das Handgepäck. Dann verletzt sich Gisela an der Hand beim Transfer zum Airport (Rückflug) und alles blieb an mir hängen. Diese Schlepperei hat mich ganz schön geschafft und nun habe ich mir geschworen, so niiieeee..... wieder so viel und nichts mehr ohne Rollen.
Aber nun erwarte ich mit Spannung Euren Reisebericht.
Liebe Grüße Peter
Hallo zusammen
Ja, es stimmt, Gepäck haben wir schon sehr viel. Es waren auf dem Hin- und Rückflug jeweils ein ganzes Stück über 100Kg. Dank unserer Reiseklasse ist das im Flieger kein Problem. Das Handling dagegen will schon organisiert sein. Alle unsere Gepäckstücke (auch die Golfbags) haben Rollen was die Sache schon erleichtert. In Zürich kann man mit dem Auto bis auf 30 m an den Check-In heranfahren. In Los Angeles am Gepäckband nehmen wir gleich 2 Gepäckwagen und dem Alamo-Shuttle-Fahrer drücke ich gleich 5 $ in die Hand und der ist mir dann gerne behilflich. In der Mietwagenstation lassen wir das ganze Gepäck liegen und holen zuerst den Mietwagen. Wenn dann alles im Mietwagen bzw. WoMo verstaut ist, hat sich die Sache erledigt. Also sooo schlimm ist es nicht. Man darf sich nur nicht stressen lassen und eins ums andere nehmen.
Wir nehmen die Personal-Kits ja immer vom Vermieter und trotzdem haben wir solche Gepäckberge. Klar das Golfequipment nimmt schon etwas Platz weg, aber in den Golfbags ist noch viel anderes. Gerade wenn man mit dem Jeep etwas ins Outdoor fährt ist man ja nicht sicher ob man ohne Probleme wieder zurückkommt. So sind im Jeep jeweils Schlafsäcke, Terma-Rest-Matten, das Zelt, Katadyn-Wasserfilter und Wärmedecken. Dazu kommt das ganze Wander/Outdoor-Equipment (Stöcke, Schuhe, Fleece, Regenbekleidung, Kocher, 1.Hilfe-Kasten) Schliesslich die technischen Hilfsmittel wie Spannungswandler, GPS, Lampen.
Seit ein paar Jahren habe ich wenigstens den Nerv die Fix-a-Flat Reifenpannen-Spray und die grosse Schaufel jeweils neu zu kaufen und am Urlaubsende dort zu lassen
- sonst müsste ich wohl nochmals eine Rolltasche packen.
Herzliche Grüsse,
Fredy
Hallo Fredy und Vreni,
ich bin natürlich auch dabei
Ich freue mich schon sehr, die nicht allgemeinen Touristenpfade mit Euch zu erkunden!
Herzliche Grüsse Gisela
Der Handywecker klingelt und ein paar Minuten später bekommen wir den Weckanruf von der Reception. Auf und unter die Dusche - heute wird ein langer Tag. Uns dünkt es jeweils ganz unglaublich wenn wir uns vorstellen, dass wir das nächste mal irgendwo zwischen Los Angeles und Las Vegas ins Bett gehen.
Um 06.00 Uhr wartet vor dem Hotel bereits der Shuttle-Fahrer und bringt uns in knapp 20 Minuten zum Flughafen. Die Pass- und Flugscheinkontrolle ist kein Problem und am Gate reicht die Zeit noch für einen schnellen Espresso. Bereits kurze Zeit später werden wir zum "boarding" aufgerufen und wir besteigen die kleine AVRO RJ-85 der City-Jet einer Tochtergesellschaft der Air France welche uns in knapp einer Stunde nach Paris bringt. Trotz der kurzen Flugzeit wird uns ein kleines Frühstück serviert.
Paris Ch.d.G. hat als Flughafen bei vielen Reisenden einen schlechten Ruf. Auch wir haben schon schlechte Erfahrungen gemacht, wurden wir doch vor einigen Jahren bei der Kontrolle bestohlen. In der Zwischenzeit hat sich aber vieles gebessert. Wir kennen uns besser aus und wir stellen unsere Fragen heute auf französisch was die Sache ungemein erleichtert. Der Terminal E2 wo die Interkontinentalmaschinen ankommen und abfliegen ist sehr schön und die Verbindungen zu den Satelliten-Terminals ist gut organisiert.
Wir haben eine Umsteigezeit von 1 1/4 Stunden was jedoch gut reicht. Bald sind wir mit dem Bus bei Terminal E2 und müssen noch einige Kontrollen passieren, was jedoch kein Problem ist. Wir erreichen unser Gate wo einige Minuten später das Einsteigen beginnt. Premium Eco, Business und First haben eine eigene gemeinsame "line" was sehr angenehm ist. Bald sitzen wir in unseren Schalensitzen und sind recht begeistert. Der Mehrabstand ist gefühlt viel grösser und da sich der Sitz in der Schale verschiebt, bleibt der Abstand zum Vordersitz immer gleich. Selbstverständlich ist es kein "flat bed" aber ich schätze man kann den Sitz in eine Neigung von 45° verstellen. Die Füsse stützt man in der verstellbaren Fuss-Stütze welche in den Vordersitz integriert ist ab und die Unterschenkel werden durch eine zusätzliche verstellbare Stütze abgestützt. Das ergibt eine wirklich bequeme halb liegende Position.
Kaum haben wir Platz genommen wird uns Juice oder Champagner (Sekt?) angeboten. Dies zwar lustigerweise im Plasticbecher aber ein Unterschied zu den teuren Klassen muss wohl sein
. Es klingelt beim anstossen nicht so schön aber schmecken tut es trotzdem. Nach kurzer Zeit ist das Einsteigen beendet, wir stossen am Gate zurück und nach längerer Fahrt über das Rollfeld heulen an der Startbahn die Düsentriebwerke der 777 und mit gewaltigem Schub steigt der Riesenvogel in den Morgenhimmel über Paris auf dem Weg nach Los Angeles.
Noch bevor wir den Aermelkanal erreichen wird der Aperitiv serviert. Wie gewohnt bleiben wir bei Gin-Tonic. In unserer Klasse gibt es zwar keine warmen Cashew-Nüsse dafür aber kalte Erdnüsse - auch recht. Beim folgenden Mittagessen haben wir die gleiche Speisekarte wie die ECO-Passagiere. Immerhin wird in der Premium-Eco zuerst serviert. So haben wir sicher die volle Auswahl. Wir sind äusserst zufrieden. Nach dem Digestiv studieren wir das Unterhaltungsprogramm. Dieses lässt keine Wünsche offen. Neben ca. 50 Spielfilmen (sicher etwa 15 auch auf deutsch) gibt es Spiele, News, Musikkänale in jeder Stilrichtung etc. alles "on demand". Während Vreni sich den "stotternden König" ansieht wähle ich als Fan von Angelina Jollie den Film "The Tourist".
Nach dem Film versuche ich ein wenig zu schlafen. Ich weiss ja, dass ich nach der Landung in Los Angeles (Mitternacht europäischer Zeit) noch einige Stunden wach und konzentriert sein sollte. Tatsächlich schlummere ich so 4 Stunden und werde erst wach als die Flugbegleiterin die Zwischenmahlzeit serviert und das Zoll-Formular verteilt. Das grüne Immigrations-Formular wurde ja durch ESTA ersetzt.
Bald schon schweben wir über den San Bernardino Mountains und beginnen den Anflug quer über ganz Los Angeles. Es ist fast unglaublich wie weit sich dieser Moloch Stadt streckt. Und mit etwas Schrecken stelle ich fest, dass ich das heute noch alles wieder mit dem Auto zurückfahren muss. Aber seis drum, wir haben ja nichts reserviert und können übernachten wo und wann wir wollen.
Fast pünktlich um 13.30 Ortszeit landen wir in LAX. Wir sind froh, dass der lange Flug vorbei ist. Wieder haben wir den Vorteil, dass wir direkt nach der First und Business-Class aussteigen können. Durch die schon bekannten Gänge erreichen wir die Immigration-Halle. Leider ist eine halbe Stunde vor uns der KLM-Jumbo gelandet und für die Touristen sind gerade mal 3 Immigration-Schalter geöffnet. Wir sind zwar weit vorne in der Schlange aber die Prozedur dauert. Passkontrolle, Befragung, Fingerabdrücke rechts, Fingerabdrücke links , nochmals Fragen und schliesslich der Stempel in den Pass. Glücklich, wenn keine Probleme auftauchen und vertieft kontrolliert wird. In der Schlange erzählt uns ein Geschäftsmann der öfters einreist, dass sich das Problem mit den Budgetproblemen verschärft hat. Die Beamten dürfen keine Ueberstunden mehr machen was sich natürlich auf die Effektivität auswirkt. Alles nützt nichts - es heisst Geduld haben. Nach gut einer Stunde sind wir an der Reihe und alles geht problemlos. Die Passagiere aus den hinteren Reihen der 777 warten sicher nochmals eine Stunde.
Dafür ist das Gepäck bereits an der Rondelle angekommen, wurde vom Band genommen und in einer Ecke gestapelt. Wir kennen das Prozedere und sind deshalb nicht erstaunt. Wir finden unsere Siebensachen und laden sie auf 2 Gepäckwagen. Mit diesen dann nochmals etwas mühsam durch die Zollkontrolle. Diesmal allerdings nicht wegen den Beamten sondern wegen unserer quer aufgeladenen Golfbags
Los Angeles ist verhältnismässig einfach. Man geht durch den Ausgang, überquert eine Fahrbahn und steht bereits an den Haltestellen der Mietwagen/Hotel-Shuttles. Es dauert auch nicht lange und ein Alamo-Shuttle taucht auf. Ich winke dem Fahrer mit einem 5$-Schein und der hilft mir unsere Gepäckberge zu verstauen. Nach ein paar Minuten Fahrt erreichen wir die Station von Alamo/National. Hier haben wir Glück, praktisch keine Leute sind am Schalter und ich bekomme gleich einen freien Agenten. Und gleich nochmals habe ich Glück, der Agent nimmt meinen Voucher und will mir tatsächlich nichts zusätzlich verkaufen. Innerhalb 5 Minuten habe ich meinen Vertrag und kann mich zur Choice-Line begeben und dort mein gewünschtes Fahrzeug aussuchen.
Dort ist allerdings fertig mit Glück. Meine Wahl besteht aus einem von 3 Jeep Compass. Diesen wiederum möchte ich lieber nicht, da kein 4-WD. Ich stelle mich also etwas dusselig und frage einen Alamo-Mitarbeiter der gerade ein Auto in eine andere Line stellt nach einem SUV. Dieser verweist mich an den zuständigen Line-Agenten. Ich nehme mir die Zeit um mit diesem ein paar freundliche Worte zu wechseln und frage ihn nach einem "nice car with 4-WD". Ich lasse durchblicken, dass ich mich bei einem schönen Auto gerne erkenntlich zeigen würde. Der Alamo-Mitarbeiter bittet mich einen kurzen Moment zu warten und nach ein paar Augenblicken bringt er mir einen frisch gewaschenen praktisch fabrikneuen Ford Explorer. Das ist natürlich ein klares Upgrade. Der Wagen hat 3 Sitzreihen also Platz ohne Ende,Lederausstattung, Sirius-Radio, jeden erdenklichen Schnick-Schnack, auch AWD aber keine mechanische Sperre und vor allem ist er sehr gross. Vreni muss dieses Auto ja dann während des Urlaubs fahren und ich sehe ihr an, dass sie keine Freude hat.
Der Agent hingegen strahlt und lädt mir bereits das Gepäck ein. Ich mag ihn nicht enttäuschen und gebe ihm den verspochenen grosszügigen Tip. Ich weiss ja, dass ich allenfalls das Fahrzeug in Las Vegas wieder tauschen kann. Ein quasi "Downgrade" geht immer. Es ist bereits 17.00Uhr und wir wollen los. Bei der letzten Kontrolle des Vertrages am Ausgang beschleunigt sich kurz noch mein Herzschlag, aber kein Problem : "have a nice evening". Das Navi ist mal provisorisch auf "Barstow" eingestellt und es geht los.
Bis zur Interstate 105 geht es flott aber bereits auf der I-110 wird es mühsam und ziemlich schlimm ist es dann auf der I-10 bis Ontario. Richtig stockender Kolonnenverkehr wobei wir auf der Carpool-Line noch bevorzugt sind. Erst als wir auf die I-15 abbiegen wird es besser. In richtig flotter Fahrt geht es hoch in die San Bernhardino Mountains. Rechts geht es ab zum Silverwood Lake. Langsam beginnt es dämmerig zu werden, der Adrenalin-Spiegel hervorgerufen durch den dichten Verkehr geht zurück, dafür meldet sich die Müdigkeit. Wir beschliessen uns in Victorville ein Nachlager zu suchen. Suchen ist zwar übertrieben. An der Interstate machen die grossen Reklameschilder auf die Herbergen aufmerksam. Das Quality Inn & Suites sticht uns ins Augen und wir fahren an der nächsten Ausfahrt raus.
An der Reception bietet man uns das Doppelzimmer mit AAA-Rabatt inkl. Frühstücksbuffet für 70$ an. Wir nehmen an und bitten um ein Zimmer weg von der Strasse. Dieser Wunsch wird uns erfüllt. Das Auto mit Gepäck stellen wir direkt vor unser Zimmer, im benachbarten McDonald essen wir unseren ersten (und auch fast letzten Burger) und gegen 21.00Uhr sinken wir ziemlich kaputt ins Bett.
Herzliche Grüsse,
Fredy
...herzlich Willkommen allen Mitreisenden.
Bis heute hatte wir ja einen grossen Jeep und ab morgen sind wir mit 2 Fahrzeugen unterwegs. Es ist also Platz vorhanden
Herzliche Grüsse,
Fredy
...dann bin ich auch gerne mit dabei...
LG Andreas
Hi Fredy,
der Explorer gefällt mir sehr, ich bin gespannt, wie er sich so fährt.
Du willst ihn ja leider wechseln, aber ich bin ja immer auf der Suche nach einem netten Gefährt für uns vier und ein Rad. Im Innern. Dafür ist er wohl etwas klein, oder?
Die Sitze in der Economy klingen sehr entspannend, die bei Lufthansa und United aus der normalen Economy sollten sich ein Beispiel nehmen.
Die warmen Nüsse und den Begrüßungsumtrunk benötige ich nicht, aber jeder cm Platz ist prima. War die Steckdose für den Laptop aktiv? Das kenne ich aus der Eco-Class sonst nicht. Die Accus machen immer so schnell schlapp. Obwohl, mit den Videos on demand braucht man den Laptop auch wieder nicht.
Ich freue mich auf die Weiterreise.
Tschüß
Karin
Karin & Rolf Kanadas Osten 2021
Hallo Ihr beiden,
ich komm auch noch mit und genieße Euren Urlaub als meinen (so einfach ist das!).
Grüßle, Janina
Hallo Fredy,
jetzt bin ich aber mal gespannt, was ihr Konvoifahrer jetzt so alles unternehmt. Ich bin dabei - Platz ist ja dann genug.
Grüße
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
Hallo ihr zwei,
nachdem wir unser Geburtstagswochenende praktischer WEise mit dem Osterfest verbunden haben und somit alle Feierlichkeiten für dieses Jahr hinter uns gebracht haben, werde ich jetzt zu steigen und eure Tour einfach nur genießen.
Gruß
Efty