Heute wachen wir zum letzten mal im Zion auf. Das Wetter ist immer noch gut und ich bin ein bisschen traurig. Hier im Zion habe ich mich richtig wohl gefühlt.
Wir frühstücken Bananenpancakes, von denen ich hier wirklich ein Fan geworden bin, und dann machen wir das Wohnmobil wieder fahrbereit. Bevor wir ganz vom Campingplatz herunterfahren, müssen wir zum ersten mal Dumpen. Zugegeben - das war nicht gerade ein Gedanke, der in den romantischen Campingurlaub passte, aber es klappte alles.
Nun war ich etwas nervös. Ich steuerte das Womo in Richtung Tunnel. Schon die Fahrt dahin fand ich sehr spannend. Es war das erste mal, dass wir solche Serpentinen hochfahren mussten.
Dann kam der Tunnel in Sicht und ich überlegte: Wie funktionert das? Muss ich rechts ran? Muss ich irgendwo auf einen Parklplatz? Es war sowieso eine Warteschlange da - kam gerade ein Womo in den Park rein - und Thore stieg einfach mal aus, um den Ranger zu fragen. Der war super nett und hatte ihm noch einmal alles erklärt. Wir bleiben in der Schlange und bleiben dann stehen, wenn wir bei ihm sind.
Scheinbar hatte er schon vorher drüben bescheid gesagt, denn wir durften sofort weiter, nachdem er unser Ticket kontrolliert hatte. Der Tunnel war nicht halb so schlimm wie erwartet und nichts so schlimm wie die Serpentinen. (Ich komme nunmal vom platten Land - höchster Punkt ist die Uwe-Düne mit 52,5m) :D
Auf dem Weg tanken wir auch nochmal, doch dann geht es in Richtung Bryce.
Bei der Einfahrt zum Bryce sind wir etwas enttäuscht. Wo sind denn diese tollen Steine? Deshalb sind wir doch hergekommen.
Wir gehen also erstmal ins Visitorcenter, um uns mit Informationen zu versorgen. Vor allem zum Wetter. Es ist draußen bewölkt, doch die Temperatur ist angenehm und heute Nacht soll es nur -1 grad werden. Deshalb beschließen wir uns dazu, im Park einen Campground zu suchen und nicht nachher zum Rubys Inn zu fahren. Der erste Campground auf dem Weg durch den Park ist der North Campground und hier versuchen wir unser Glück. Im ersten Loop wurden wir fündig und Site 19 wurde von uns bezogen.
Wir aßen noch etwas zu Mittag und suchten eine geeignete Wanderroute. Es wurde der Klassiker - Queens Garden / Pickaboo Loop / Navajo Loop. Wir starteten von unserer Site aus und verliefen uns einmal kurz. Doch dann fanden wir sie doch noch, die roten Felsformationen. Dieser Park hat uns ganz besonders beeindruckt, weil er so einzigartig ist. Nirgendwo anders gibt es diese seltsamen Steine.
Wir wanderten den Queens Garden Loop hinunter und schlängelten uns durch eine ganze Menge Leute durch. Hier war viel Verkehr. Ein Vater war mit seinem Teenagersohn unterwegs und mit denen haben wir letztendlich immer die "Führung" abgewechselt. Immer wieder haben wir sie getroffen und wir haben gegenseitig Fotos gemacht, damit beide mit draufkommen. Der Queens Garden Loop ist für alle Arten von Wanderern gut. Auch mit Kindern kann man hier gut hinuntergehen. Er ist länger, als der Navajoloop, aber dafür nicht so Steil und viel viel schöner.
Unten versammelten sich so einige Familien zum Picknick. Wir umschifften die Menschenmenge und nahmen die Abzweigung zum Pickaboo Loop. Hier trafen wir genau 2 mal noch Leute, also sind die Meisten vermutlich wieder nach oben gelaufen.
Der Pickaboo Loop ist der absolute Hammer! Jedes Mal wenn man um eine Kurve kommt, hat man einen neuen Ausblick der neue Faszination hervorruft. Wir hatten nur einen Fehler gemacht: Wir dachten, dass die Höhenmeter schon abgearbeitet sind, wenn man unten angekommen ist. Hätten wir ein bisschen überlegt, wäre es glasklar gewesen, dass das keine 500 Meter waren. Die meisten Höhenmeter macht man unten im Loop. Und zwar immer wieder hoch und runter. Das ist für uns an sich gar kein Problem, nur war die Erwartung natürlich was anderes.
Am Ende des Loops trafen wir das Vater-Sohn-Gespann wieder. Sie sagten, sie hätten sich verlaufen, wollten aber jetzt den Loop noch laufen.
Wir machten nun an der beliebten Ecke zwischen Queens Garden und Navajo Rast und aßen ein paar Snacks, doch nach 10 Minuten machten wir uns auch auf dem Weg nach oben. Dann würden wir es noch zum Store schaffen.
Der Navajotrail nach oben war wieder gut besucht und wir trafen viele Familien mit quengeligen Kindern. Verübeln kann man es ihnen nicht. Dieser Trail ist recht steil und langweilig. Man läuft nur im Zickzack hoch und rechts und links sind hohe Felswände. Aufregend geht anders!
Oben angekommen waren wir aber doch sehr froh diese Höhenmeter nochmal geschafft zu haben und liefen am Rim lang zurück zum Store. Die Waschmaschinen waren leider außer Betrieb. Wir überlegten zum Rubys zu fahren und dort zu Abend zu essen, aber dann blieben wir doch im Bryce. Thore wollte am Visitorcenter nochmal Mails checken und ich machte es mir dort auf dem Parkplatz im Womo gemütlich. Schön, dass man immer sein Sofa und Bett mitnehmen kann. Abends machen wir noch Wraps und verbringen dann unseren Abend im Wohnmobil. Es ist doch recht kalt draußen.
Moin Janine,
ahh, der RB wird fortgesetzt. Bei den ersten Tagen war ich natürlich auch schon dabei. Beim Lesen spürt man formlich deine Begeisterung dieser Reise und man sieht es auch auf den Fotos in euren Gesichtern. Diese Art zu reisen und die eindrucksvollen Landschaften zu sehen, hat euch vermutlich auch in den Bann gezogen.
Und heute Bryce Canyon. Einer meiner Lieblingsparks. Man geht den Trail 10 Meter weiter, der Blickwinkel ändert sich und ein neuer fantstischer Eindruck liegt vor einem. 2x durfe ich bereits hier sein und könnte noch X mal wiederkommen
Schön, wenn man nach einer längeren Wanderung es sich im Womo gemütlich machen kann.
Liebe Grüße
Matthias
Scout Womo-Abenteuer.de
Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014
Sehr schöner, ausführlicher Beitrag. Da steigt das Fernweh direkt wieder ins Unermessliche! :)
Liebe Grüße!
Hallo Matze,
wir vermissen die Reise schon sehr. Der Bryce war wirklich ein ganz tolles Highlight. Ich würde sehr gerne bei Sonne nochmal wiederkommen. Dass werden die Hoodoos sicher noch ganz schön angestrahlt.
Hi Lin,
Ja. Obwohl wir erst seit einem Monat zurück sind, wünschen wir uns schon wieder zurück. Sehnsüchtig hatten wir das Überführungsangebot von BestTime betrachtet, aber natürlich ist das diesen Sommer nicht drin.
Vielleicht klappt es 2018 wieder.
Ich werde versuchen wieder mehr zu schreiben, aber leider bin ich gerade im Prüfungsstress von der Uni. Also Geduld! ;)
Liebe Grüße
Janine
Hi Janine,
ich kann förmlich deine (eure?) Sehnsucht aus dem letzten Kommentar herauslesen. Schade, dass die Reise vorbei ist aber in Gedanken kannst Du die vielen großartigen Erlebnisse nochmals durchleben. Wie wir vor 1 1/2 Jahren wiedergekommen sind erging er ähnlich. Gerne wäre ich baldmöglichst wieder losgefahren. In diesem März ergaben sich glückliche Umstände und Flug+Womo konnte günstig gebucht werden.
Lass Dir Zeit. Uni Prüfung geht vor. PS: auf der Uwe-Düne war ich auch schon
.
Liebe Grüße
Matthias
Scout Womo-Abenteuer.de
Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014
Hi Matze,
ja.. gerade jetzt in der stressigen Zeit wünscht man sich doch wieder zurück in diese Freiheit, einfach zu machen, wozu man Lust hat. Es war sicherlich nicht der letzte USA-Womo-Urlaub für uns. Wir sind angefixt. ;)
Liebe Grüße
Janine
Liebe Janine
Für uns war der Peakaboo Tail auch ein Traum und wie du richtig schreibst - hoch und runnter, und das beinahe rennend, denn unsere Kinder machten sich einen Spass daraus einander zu jagen, sich zu verstecken und wir mussten hinten nach... achz keuch....
Ich lese gerne weiter und schwelge in Erinnerungen... Esther