Tag 09 - Wanderungen im Capitol Reef Nationalpark
Da es hier in der grünen Oase in der Nacht angenehm kühl ist, haben alle etwas länger geschlafen. Unser Murmeltierchen hat es besonders genossen und ist erst um 10Uhr rausgegrabbelt, nachdem wir anderen schon gefrühstückt hatten. Heute gab es auch einen leckeren Kirschkuchen und eine herrliche Zimtrolle aus dem Gifford House. Nachdem wir alles gerichtet hatten, fuhren wir mit unserem Camper den ScenicDrive Richtung Süden. Die Straße verwandelt sich erst in eine Schotterstraße, dann zu einem engen, sandigen Strässlein bis zu einem Parkplatz.
Hier liefen wir den Gorge Trail. Mittlerweile war es in der Sonne fast unerträglich heiß. Vorbei am Pioneer Register, wo sich die ersten Pioniere verewigt haben, sind wir tapfer bis hoch zu "The Tanks" gelaufen. Unsere Köpfe waren rot wie Tomaten. In den Potholes gab es allerhand Getier: Wasserläufer, Fliegenlarven und riesige Salzkrebse.
Der Rückweg war etwas schlecht zu sehen, so dass wir fast 15 Minuten gesucht haben, bis wir den Weg wieder hinunter gefunden hatten. Wir mussten mehrfach im Schatten pausieren, aber wir haben es gemeinsam gemeistert. Mit unserem Camper sind wir dann wieder zurück in Richtung VisiotrCenters gefahren und haben den ScenicDrive verlassen, weil wir noch einen zweiten Hike machen wollten. Die Hickmanbridge wollte von uns erkundet werden. Da uns die erste Wanderung aber doch sehr beansprucht hat, haben wir auf dem Parkplatz angekommen, erstmal ein Päuschen gemacht. Jeder hat etwas gegessen und sich mit kalten Getränken erfrischt. Die Kinder haben in ihren Junior Ranger Büchern gearbeitet und sie auch gleich fertig gestellt. Voll motiviert ging es dann los zum "Hickman Bridge Trail". Es ging zuerst sehr steil bergauf, belohnt wurden wir aber schnell mit einer wunderbaren Aussicht. Oben angekommen mussten nur noch ein paar Biegungen gemeistert werden und plötzlich standen wir vor der mächtigen Bridge.
Leider wurde der Anblick getrübt, da Sabrina von einer riesigen Tarantel angegriffen und am Bein verletzt wurde . Es war natürlich nur eine Wespe aber die Schmerzen waren enorm.
Nachdem unsere ausgebildeten JuniorRanger ausreichend erste Hilfe geleistet hatten, konnten wir alle die Umgebung genießen, ein paar Fotos machen und uns im Schatten etwas ausruhen. Unser Thermometer zeigte übrigens 39° Grad an, was unsere Erschöpfung erklärt. Zur Stärkung gab es ein paar Chips, Cracker und einen Apfel. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg. Dieser war dann nur noch halb so anstrengend, weil die Sonne zwischenzeitlich auch mal hinter ein paar Wölkchen versteckt war.
Auf dem Rückweg zu unserem CG haben wir am VisitorCenter gehalten, damit die Jungs ihren nächsten Ranger-Eid schwören konnten. Ranger Joshua konnte sogar sehr gut Deutsch, da er in Berlin studiert und einige Freunde in Tübingen hat. So durften Leon und Finn den Eid das erste Mal auf Deutsch schwören. Somit war voller Stolz der nächste Badge an die Weste zu pinnen.
Nächster Stopp war noch die Pflaumenbaumoase. Hier konnten wir selbst Pflaumen vom Baum pflücken. Leider gab es nicht mehr allzu viele, aber ein Pfund hat es für uns trotzdem noch gereicht. Am Ausgang haben wir den fälligen Dollar dafür bezahlt und dann ging es zu unserem Campingplatz. Da wir alle schon Hunger hatten, haben die JuniorRanger das Feuer angeheizt. Wir haben Fleischküchle gegrillt. Dazu gab es Gurken, Tomaten und gegrillten Toast. Während wir Eltern das Essen vorbereitet haben, waren die Jungs auf Erkundungstour rund um den CG. Als sie ganz aufgeregt zurückkamen haben sie uns erzählt, dass sie in einem Gebüsch eine Schlange gesehen haben und direkt hinter ihnen ein großer Hirsch aufgetaucht war. Patrick war ganz fasziniert und wollte dann auch eine Schlange sehen. Leider haben wir nur einen reifen Aprikosenbaum mit süßen leckeren Aprikosen gefunden. Bei den Hosts des CG hingen Wasserflaschen für Kolibris, die dann gegen Abend sehr zahlreich kamen um zu trinken. Auf der Wiese neben dem CG kamen ganz viele Rehe und Hirsche um zu grasen. Man fühlte sich wie im Wildpark.
Um 20:30 Uhr machten wir uns auf zum abendlichen Rangerprogramm. Es ging um die Geologie und die Entstehung des Capitol Reef. Wir haben viel gelernt, waren nach einer Weile aber doch sehr müde, so dass wir zurück zu unserem Stellplatz sind. Dort haben wir noch ein kleines Lagerfeuer gemacht und den Tag ausklingen lassen.
Hallo ihr Beiden
was für ein wunderschöner Tag für alle Familienmitglieder ?. Erlebnisse die man nicht so schnell vergisst.
Ich tippe mal: das Expeditionsfahrzeug hinter eurem Wohnmobil gehörte einem deutschen oder schweizer Paar ?.
Liebe Grüße
Matthias
Scout Womo-Abenteuer.de
Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014
Hej Patrick
Du legst ja ein ordentliches Tempo mit dem Schreiben hin....
Auf den Capitol Reef und die grüne Oase mittendrin freue ich mich besonders, zum Glück haben wir zwei Nächte eingeplant und auch den CG frühzeitig reserviert.
Liebe Grüsse
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
@ Matthias:
Da liegst Du vollkommen richtig, das Fahrzeug hatte ein -D- auf dem Nummernschild
@ Flo:
Ja das stimmt. Ich möchte den Bericht so schnell wie möglich fertig machen. Das Tagebuch haben wir ja dort schon tageweise geschrieben.
Beim Einstellen merkt man, dass man bereits jetzt schon wieder einiges vergessen hat. Deshalb ist es umso schöner hier immer wieder nachlesen zu können.
Viele Grüße Patrick
Hi Patrick,
auf Grund der Reisezeit kommt ja nur Bayern oder Baden-Württemberg in Frage... was mit obiger Aussage geklärt sein dürfte?.
Ein toller Tag im wunderschönen Capitol Reef NP. Dort hat es uns auch super gefallen. Leider waren wir jedoch weder mit den Zimtschnecken aus dem Gifford House, noch mit selbstgepflücktem Obst erfolgreich.
Da wart ihr ganz schön wanderfreudig, trotz Hitze. Respekt!
Liebe Grüße
Elli
Scout Womo-Abenteuer.de
Hi Elli,
.. manches lässt sich nicht verbergen ? .
Hier hat es uns echt super gefallen und durch die Doppelübernachtung war es mit den Temperaturen auch ganz ok.
Wenn Du noch keinen dieser Kuchen aus dem Gifford House bekommen hast, fehlt Dir schon ein wesentlicher Teil des Nationalparks
Viele Grüße Patrick