Abholen des Womos
Silvia ist heute schon munter, bevor der Wecker klingelt. Sie genoss noch einmal ein ausgiebiges Bad – das wird in den kommenden Tagen nicht mehr so komfortabel sein. Nachdem wir alles zusammen haben gibt es noch Frühstück im Hotel, damit wir gestärkt für den Tag sind. 8.40 Uhr ist Deadline bei Roadbear, denn wir haben uns als Frühabholer angemeldet.
Wow, das ging aber ziemlich schnell, keine 30 Minuten dauert die Fahrt nach Middlebury, mitten im Amish-People-Land. Unterwegs begegnen uns einige der typischen Kutschen - wir staunen!
Von der Hauptstraße aus ist das Gelände von Coachmen schnell zu erkennen - Motorhomes und Trailer soweit das Auge sieht.
Jetzt holen wir unser fahrendes Zuhause für die nächsten drei Wochen ab! Die provisorisch eingerichteten Büroräume von Roadbear sind dank Ausschilderung gut zu finden. Vor uns ist gerade ein Paar, welches Ihr Fahrzeug übernimmt. Danach sind wir an der Reihe - juhu! Allerdings gibt es gleich ein paar Einschränkungen. Durch die Probleme durch den strengen Winter sind z.B. keine Kopfkissen verfügbar. Die Campingstühle liegen auch noch im Hafen sagt uns Jim, der uns freundlich bei der Übergabe betreut. Allerdings haben wir mehr Glück beim Gas, unser Tank ist wenigstens halb voll. Mehrere Überführer vor uns mussten mit leeren Tanks starten, da im Umkreis von Chicago einfach kein Propangas mehr verfügbar war. Nach den Papierkram geht es zum Fahrzeug, jetzt geht Jim auf einen 25 Fuß RV zu und wir runzeln die Stirn, da Mike Toss von USA-Reisen einen 27 Fuß RV letzte Woche noch bestätigt hatte. Pech gehabt, eine Garantie gibt es leider nicht bei Überführern, das wussten wir Der Platz des 25ers reicht zwar problemlos für uns Vier, allerdings habe ich einen großen Nachteil - die Küchenzeile besitzt 'nur' eine Mikrowelle. Jetzt fragt Ihr Euch, ja und? Mmmh, ich habe 4 Tüten Aufbackbrötchen aus Deutschland mitgebracht, die kleine Frühstückskrönung klappt allerdings nur mit einem Backofen...
Bei Coachmen können wir bereits die Wassertanks auffüllen, die Temperaturen waren die letzten 4 Tage immer halbwegs sicher über Null und wir begeben uns ja in südliche Richtung, von daher sollten wir ohne Frostbeulen davon kommen. Mit Gas und vollen Tanks im Fahrzeug sind wir versorgungstechnisch gut abgesichert. Zu meinem Erstaunen sind die Wohnmobile sogar mit Winterrädern berreift. Fredy und ein paar andere aus dem Forum warnten noch vor einer nördlichen Überführungsroute, auch weil die Wohnmobile Sommerreifen hätten. Weshalb Coachmen nun mit Winterreifen ausliefert konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Nun geht es aber endlich los! Ein kurzer Stopp in South Bend bei Budget, um unser Mietauto zurückzugeben und unser Campingtross rollt Richtung St. Louis. Das sind noch fast 500ml - das dürfte nichts mehr werden. Also schalten wir auf Entspannen und möchten auf dem Weg ein Amish People Museum besuchen. Als wir dort vorfahren sind wir die Einzigen auf dem Parkplatz, dennoch springe ich in den zugehörigen Store und werde dort von Michael freundlich begrüsst. Michael ist vielleicht um die 20 Jahre alt und merkt gleich, dass ich kein Einheimischer bin. Er fragt woher ich komme - Germany! Dann fällt mir beinahe mein Kinn herunter, als Michael plötzlich in einem sehr guten Deutsch mit mir spricht, er bedauert, dass das Museum bereits geschlossen hat, aber es ist Vorsaison und nur wenige Stunden in der Woche geöffnet.
Wir folgen der I57 Richtung Süden und legen nach 283 ml einen Tankstopp ein, unsere Frauen sind leicht erschrocken, was der 6.2L V8 Benzinmotor durch seine Zylinder schiebt.
Wir kommen heute bis Vandalia und entscheiden uns unspektakulär bei Walmart zu übernachten, da wir auch noch Kopfkissen für unsere erste Nacht und einige Nahrungsmittel kaufen müssen. Auf der Suche nach einem Schlummertrunk haben wir vergeblich die Weinregale gesucht, in diesem riesigen Markt kein Tropfen Alkohol. Das nenn‘ ich Konsequenz! Je nach Bundesstaat gibt es ja sehr unterschiedliche Regelungen in Bezug auf Alkohol. Wieder im Womo zurück, mussten wir mit den übergroßen Betten kämpfen. Riesenbetten – Riesenbezüge. Unsere vorsichtshalber eigenen mitgebrachten Bezüge hätten wir zu Hause lassen können, da hätte das Bett nur gefaltet reingepasst. Für Gerd und Silvia, die im Schlafabteil einziehen, reich locker eine Decke. Würde jeder seine eigenen Decke benützen, könnten wir Urlaub in der Antarktis machen, so dick wären wir dann eingepackt. Ines nimmt den Akoven in Beschlag und ich werde mir für die Nacht immer die Tischecke umbauen.
Hallo Juppi,
Winterreifen da muß der Winter dort aber wirklich streng und lang andauernd gewesen sein. Evtl. war das der Grund dafür. Wir hatten bei unseren drei Überführungetouren bislang keine Winterreifen. Aber vielleicht ist in der jüngeren Vergangenheit bei den Überführungen das eine oder andere passiert dass jetzt Winterreifen aufgezogen sind.
So jetzt habt Ihr Euch ja auch häuslich eingerichtet und die Betten fertig gemacht und die Tour kann jetzt richtig beginnen.
Liebe Grüße
Gabi
Scout Womo-Abenteuer.de
Genieße jeden Tag, denn es könnte auch dein letzter sein
Hallo Juppi,
das war mal ein holpriger Start
bisher dachte ich, dass es nur in Richtung größeres Mobil geht.
@Gabi,
2014 sichtete ich nur RB´s mit M&S-Reifen, und das war, zumindest bei mir, auch gut so (2x Schneefahrten)
.
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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Hallo Micha,
die Grösse des Wohnmobils hängt sicher nur vom Produktionsausstoß des Werkes und der Wünsche der zuerst kommenden Überführer ab. Also kann es in beide Richtungen gehen, entweder kleiner oder grösser. Obwohl natürlich auch stets versucht wird, bei einer 5-köpfigen Gruppe ein entsprechendes Wohnmobil ausgeben zu können.
Die Winterbereifung war sicher eine Entscheidung zu Gunsten der Sicherheit, da die Überführungen ja bereits im März starten und zu dieser Zeit im größeren Umkreis von Chicago richtig Winter war. Aus Kostengründen würde sonst stets Sommerrädern der Vorzug gegeben. Ich schau mal, ob Du von Deiner Tour schon einen Bericht hast und wo Euch der Schnee heimgesucht hat.
LG Juppi.
Begreifen kannst Du es nur, wenn Du es riechst, fühlst und siehst.
Hallo Juppi,
habe meinen RB in Las Vegas mit 27.500mls übernommen. Hatte wohl die ganze 2013er Saison diese M&S-Schlappen drauf.
Transporterreifen sind darauf ausgelegt viele, viele Meilen zu laufen und die M&S-Reifen sind ja keine echten Winterreifen und somit mit der Laufleistung bestimmt mit reinen Sommerreifen zu vergleichen. Wenn sie in der Gesamtkostenbilanz teurer als Sommerreifen wären, wären auch bestimmt keine M&S drauf.
Reisebericht gibt es. Hier meine Schneefahrten:
https://www.womo-abenteuer.de/reiseberichte/scanfan/las-vegas-arches-las...
https://www.womo-abenteuer.de/reiseberichte/scanfan/las-vegas-arches-las...
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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Ich danke Dir für die Links, habe schon ein wenig in Deine Berichte geschielt - der Devils Garden am Hwy12 sieht ja richtig lecker aus!
Begreifen kannst Du es nur, wenn Du es riechst, fühlst und siehst.