Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Fazit: 7 Tage New York - wir kommen wieder

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Nina
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Beigetreten: 20.01.2013 - 14:31
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Fazit: 7 Tage New York - wir kommen wieder

Unser Motto war ja „Glück gehabt“ und das hatten wir in vielerlei Hinsicht: Der Vulkan auf Island hat sich ruhig verhalten und auch die Piloten haben nicht gestreikt.

Das Wetter war einfach traumhaft wie man gesehen hat und hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, dass es uns hier so gut gefallen hat.

Auch weiss man ja nie, wie das gebuchte Hotel dann in Wirklichkeit ist. Aber auch da haben wir Glück gehabt und waren sehr zufrieden.

Wir haben aber auch oft Glück gehabt was Wartezeiten angeht. Klar habe ich Tickets im Vorfeld immer so gebucht – also früh am morgen – dass sich die Wartezeiten in Grenzen gehalten haben (wir mussten eigentlich nie lange warten) oder habe für das Empire State Building bewusst die Express Tickets genommen. Uns ist es aber ganz oft passiert, dass wir in Restaurants, in Shops und an Ticketschaltern oder in Toiletten problemlos drangekommen sind und sich danach eine riesen Schlange gebildet hat.

Ja und dass wir am letzten Tag dann auch noch „for free“und ohne Wartezeit  ins Museum gekommen sind hat unsere Glückssträhne eigentlich abgerundet.

Wie uns New York gefallen hat? Tja, New York hat uns wider Erwarten sehr sehr gut gefallen und neugierig gemacht auf mehr.

Da war auf der einen Seite das „Pflichtprogramm“, also all die Dinge, die einfach zu New York gehören und teilweise auch geprägt haben: Statue of Liberty natürlich mit Ellis Island und 9/11 Memorial, aber auch Times Square, Grand Central Station, Financial District und der Central Park. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Skyline von Manhattan wie man sie vom Top of the Rock oder vom Empire State Building aus sehen kann, aber auch mit einem Heliflug erleben kann oder sogar ganz umsonst, wenn man mit der Fähre nach Staten Island fährt.

Besonders gefallen haben uns jedoch die noch nicht so ganz bekannten Ecken, wo wir einen Blick in das wirklichere New York werfen konnten. Ganz vorne dabei ist natürlich DUMBO mit Brooklyn Hights, der Brooklyn Hights Promenade sowie dem Brooklyn Bridge Park.

Gefallen hat uns aber auch der Battery Park mit dem anschliessenden Hudson River Park oder die High Line, die begrünte Bahntrasse. Ja und die vielen Parks, die immer wieder zum Ausruhen und relaxen einladen fanden wir auch ganz toll. Und auch die New Yorker lieben ihre Parks.

Ich habe im Vorfeld schon gelesen, dass sich New York immer mehr zu einer Fahrradstadt entwickelt hat (angeblich auf Platz 2 der fahrradfreundlichsten Städte in den USA nach Portland), aber so richtig glauben wollte ich es nicht. Wir waren dann wirklich positiv überrascht, wie viel man hier mit den Bikes machen kann.

Hätte ich das gewusst, hätte ich mich darauf wesentlich besser vorbereitet und dann hätte man noch viel viel mehr mit dem Bike machen können.

Zum Vorwärtskommen ist die Subway einfach unschlagbar. Sie ist im Prinzip einfach zu „durchschauen“, man muss lediglich immer wissen, ob man Uptown (= Norden) oder Downtown (=Süden) fahren möchte und man muss höllisch aufpassen, ob das nun ein Local train ist, der an allen Stationen anhält, oder ein Express train, der nur an bestimmten Stationen Halt macht. Und sollte auch keine Angst davor haben, mit dem Bus zu fahren. Der ist fast noch einfacher zu durchschauen, der fährt in der Regel immer eine Street oder Avenue entlang und hält an jeder Kreuzung. Hier hat Richard ja eine tolle Zusammenfassung der Subway geschrieben. Und damit kommt man sehr gut zurecht.

Wir haben bewusst ein Hotel in Manhattan gewählt, weil wir uns voll und ganz auf New York einlassen wollten. Das Salisbury Hotel fanden wir optimal, von der Lage, aber auch vom Preis-Leistungsverhältnis her. Für ein nächstes Mal könnte ich mir aber auch gut vorstellen in Hell´s Kitchen, in Chelsea oder in Brooklyn zu wohnen , vielleicht sogar über airbnb.
(Das haben wir auch für diesen Urlaub sehr lange in Betracht gezogen. Die meisten Wohnungen sind dann halt wirklich in den Wohnvierteln – klar, wo auch sonst – und da wollten wir nun mal nicht hin.)

Auf das Thema (Un-) Sicherheit in New York sind wir oft angesprochen worden und wir müssen sagen, es war überhaupt kein Thema. Wir haben uns kein einziges Mal unsicher gefühlt oder ein mulmiges Gefühl gehabt: Wirklich an jeder Strassenecke stehen Polizisten herum, die alles im Auge haben. Wir hatte keine einzige brenzlige Situation und haben auch nichts derartiges beobachtet. Weder in den Parks, noch in der Subway oder auf der Strasse.
http://www.nyc-guide.de/allgemein/sicherheit.html

Die New Yorker an sich, wie wir sie erlebt haben. Hm, also die Angestellten bei uns im Hotel fanden wir – auch im Vergleich zu den anderen Hotelangestellten, die wir bisher in den USA kennengelernt haben – sehr sehr freundlich und hilfsbereit. Die Angestellten in den „Touristenmagneten“ waren bis auf ganz wenige Ausnahmen eher gelangweilt und unfreundlich. Das kennen wir von unseren Wohnmobiltouren eher anders. In den Restaurants und Cafés sind wir meist freundlich und zuvorkommend bedient worden, da können wir uns nicht beschweren. Und  - das hat uns am meisten erstaunt – wurde uns auch hier in New York oft Hilfe angeboten, wenn wir mal nicht so richtig weitergewusst haben. Je weiter weg von den Touristengebieten, desto öfter und freundlicher. Das haben wir überhaupt nicht erwartet.

Essen in New York: Wir wurden und wir werden noch immer darauf angesprochen, dass es ja nur ungesundes Fast Food in NewYork/Amerika geben würde. Klar gibt es hier jede Menge Ketten wie McDonalds, Burger King, Applebee´s  und wie sie alle heissen.  Da kann man schnell, günstig und schlecht/ungesund essen gehen.

Es gibt an fast jeder Ecke einen Food Cart. Und da muss man einfach schauen, was die haben: Hot dogs, irgendwas auf Reis, Fleischspiesse,… . Wir haben sehr unterschiedliche Food carts probiert und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Dasselbe gilt für die „Delis“, die es auch an fast jeder Ecke gibt– auch hier hat es jeder selber in der Hand wie (un-) gesund man einkauft oder sich ernährt. Dazu kommen noch unzählbare Take Away-Restaurants, wo man von der fettigen Pizza, bis zum (Veggi-) Burger oder Salat über Sushi, Tex-Mex oder Chinesisch einfach alles bekommt. Es gibt immer mehr vegetarische oder vegane Läden, Bio ist schon fast selbstverständlich.

Klar gibt es auch die „Top“-Restaurants, wo ein Dresscode vorgeschrieben ist und man Wochen vorher reservieren muss.

Und dazwischen - zwischen Fast-Food Restaurant und „Top“-Restaurant - gibt es jede Menge Restaurants, da dürfte für jeden Geldbeutel und für jeden Geschmack etwas dabei sein. Wir haben fast jeden Abend so gegessen und dabei nicht gesünder oder ungesünder gegessen wie daheim auch.

Und noch ein paar Worte zum Thema Sauberkeit: Wir waren erstaunt, wieviel in den Parks und auf den Strassen geputzt wird. Auf jeden Fall liegt hier weniger Müll rum, wie bei uns in Deutschland (zumindest in Stuttgart) auf den Strassen und den Parks, sogar die Subway war immer sauber.

Bleibt  gesund smiley

Nina

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robbelli
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Beigetreten: 07.09.2012 - 07:53
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RE: Fazit: 7 Tage New York - wir kommen wieder

Hallo Nina,

ich hab sehr gerne eure Tage in New York verfolgt. Diese Stadt steht ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Allerdings ist das was, das man besser ohne Kinder macht, also braucht es bei uns noch ein wenig...

Was mir außer deinen schönen Bildern und euren beschriebenen Erlebnissen sehr gut gefallen hat, waren die vielen, vielen (geschichtlichen) Informationen, die du zusammengetragen hast. Was für ein Aufwand, aber sehr interessant!

Vielen Dank für den schönen Bericht!

Liebe Grüße

Elli
Scout Womo-Abenteuer.de

Trakki
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Beigetreten: 24.11.2011 - 17:05
Beiträge: 7600
RE: Fazit: 7 Tage New York - wir kommen wieder

Hallo Nina,

auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön. Eine New York Reise zum nachahmen, mit so vielen informativen Details, dass jede Unsicherheit genommen wird. Der Bericht ist eine große Hilfe und auch in einem Womo-Forum gut aufgehoben. Ein paar Tage in dieser Stadt kann man auch gerne mal an einen Wohnmobilurlaub dranhängen. So eine Anleitung könnte es gerne von mehreren Städten in den USA geben.

Herzliche Grüße

Sonja
 

Trakki.Reisen

Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
Beiträge: 8801
Subway

Hallo Nina,

Hier hat Richard ja eine tolle Zusammenfassung der Subway geschrieben. Und damit kommt man sehr gut zurecht.

immer schön zu hören, dass sich der Aufwand einen Inhalt zu schreiben gelohnt hat und du kannst mir glauben, es war nicht einfach.

New York ist immer eine Reise Wert und ich hatte mich auch schon mal daran versucht eine Tag im Big Apple zu beschreiben. Vielleicht hast du es sogar gelesen. Planungstechnisch ist das eine riesen Herausforderung.

Auch den Hinweis auf airbnb halte ich für wichtig, weil man abgesehen von den Kosten auch unmittelbar mit den Locals in Kontakt kommt und sich hervorragend Tipps holen kann.

Danke vielmals für deinen Beitrag.

Viele Grüße
Richard

Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

Nina
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Beigetreten: 20.01.2013 - 14:31
Beiträge: 682
RE: Vorschau des Kommentars

Hallo zusammen,

es freut mich, dass euch unser Bericht gefallen hat und werde mich Richard einfach anschliessen:

immer schön zu hören, dass sich der Aufwand einen Inhalt zu schreiben gelohnt hat ...

Ja und ich habe schon überlegt, ob der Bericht überhaupt ins Womo-Forum passt und ich habe mir dann einfach gedacht, wenn viele Infos drin sind, wird man sicherlich ein "Auge zudrücken" wink. Die Infos haben wir ja eh für die Unterlagen schon zusammengetragen und warum nicht auch noch das Forum daran teilhaben lassen. Und wenn wir dem ein oder anderen bei der New York Planung mit dem Bericht weiterhelfen konnten, dann hat sich der Aufwand gelohnt.cool

Und Richard: Ja, ich erinnere mich an Deinen Tag in New York und wie Deine Familie wirklich alles mitgemacht hat, ohne zu murren. Schon damals dachte ich mir, was für ein Aufwand, wow!

Bleibt  gesund :-)

Nina

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