14. Tag, 17.06.2014
Yoho NP – Lake Louise
Wanderung: Plaine of Six Glaciers Trail – High Trail – Lake Agnes – Mirror Lake – Lake Louise
Am Vorabend hat es angefangen, richtig stark zu regnen. Das miese Wetter hat uns auch am Morgen begrüßt. Der Regen war im Zelt auch nicht zu überhören. Und gepaart mit der Kälte, war es nicht unbedingt ein Tagesanfang nach Maß. Sich beschweren, ist nicht unsere Art, so zu reisen war unser frei gewählter Entschluss, also nichts wie raus aus den wärmenden Schlafsäcken, es gibt schlimmeres
! Wieder waren wir heil froh, dass es überall die rettenden Shelter gibt, wo man seine Mahlzeit einnehmen kann
. Gut gestärkt fiel uns dann das Einpacken vom nassen Zelt doch etwas leichter, und wir konnten den CG verlassen.
Die Pflichtübungen, Emerald Lake und Natural Bridge haben wir besucht, mehr war leider nicht möglich, wegen gesperrten Trails und der Straße zu Takakkaw Falls.
Es ging weiter, Richtung Lake Louise. Vorher wollten wir aber doch wenigstens schauen, wie es auf dem Parkplatz zum Lake O`Hara ausschaut. Dort stand abfahrtsbereit ein Bus. Gleich war ein winzig kleiner Hoffnungsschimmer in mir hochgestiegen, doch noch zum Lake zu kommen….. Leider war die Hoffnung doch nicht in Erfüllung gegangen. Der Busfahrer hat uns erklärt, dass er nur die Besucher der Lodge transportieren darf. Sonst ist die Straße noch gesperrt bzw. hätten wir dann die 11 Km dorthin laufen müssen und auch wieder zurück – was uns zu viel war für einen Tag. Unverrichtete Dinge sind wir schließlich weiter gefahren
.
In Lake Louise angekommen, ging der erste Weg wie schon fast von selbst ins Visitor Center. Hier wurden uns alle Trails, welche noch gesperrt waren, in der Karte markiert, und weitere Vorschläge gemacht.
Danach ging es direkt zum CG. Das Zelt musste aufgebaut werden, da es klatschnass war. Auf dem Lake Louise CG haben wir uns für zwei Nächte eingebucht, und haben eine Site ziemlich hinten bekommen, Loop M. Der Weg zu den Duschen war zwar etwas länger, dafür waren wir auch etwas weiter weg von der Eisenbahnlinie.
Da der Tag immer noch sehr jung war, haben wir beschlossen, gleich noch zu einer Wanderung aufzubrechen. Wir haben uns für den Plain of Six Glaciers Trail entschieden, dann weiter über den High Trail zum Lake Agnes, und von dort runter zum Mirror Lake und schließlich zurück zum Auto.
Wir fuhren zum Parkplatz am Lake Louise und starteten unsere Tour, natürlich erstmals mit einem Stopp direkt am Lake, um Fotos zu machen.
Lake Louise - der klassische Blick
Danach ging es zügig weiter, die ersten 2km am Lake entlang. Allmählich fing der Weg an, steiler zu werden, und reichlich Schnee lag auch noch am Weg.
Nach einiger Zeit kamen uns zwei Mädels entgegen. Wir haben unseren Augen fast nicht glauben können, aber die Beiden waren mit Flipp-Flops, Träger-Hemdchen und in kurzen Hosen unterwegs. Sie haben gerade gewendet, wie sie uns erklärten, wegen des Schnees. Wie naiv man sein muss, um so ausgerüstet eine Tour in die Berge zu wagen. Es war nicht nur naiv, sondern auch gefährlich
. Beide haben schon ganz schön vor Kälte gebibbert.
Es war ziemlich neblig, und die Sicht war dadurch nicht die beste. Als wir den High Trail erreichten, ging es weiter bergauf, wenn auch sehr gemächlich, sodass es sich angenehm laufen lässt.
...die Farbe des Lakes ist einfach fantastisch
Dann kam der Hinweis, „zum Lake Agnes noch 400m“ und wir sind nach links abgebogen. Es ging steil hoch, und es hat nicht lange gedauert und wir erreichten einen Abschnitt mit sehr viel Schnee, wo man sich kaum halten konnte. Nur dank unserer Wanderstöcke konnten wir diesen Abschnitt auch meistern, und kurz danach öffnete sich uns der Blick auf den Lake Agnes. Es war wunderschön.
Und es war seeehr kalt!!!!! Der Lake war noch zugefroren, und so war die eisige Kälte noch stärker spürbar. Wir waren richtig durchgeschwitzt und hatten deswegen die Absicht, uns in die Teehütte zu setzen und auch, wenigstens als Belohnung, einen warmen Tee zu uns zu nehmen.
Nachdem wir uns die ausgehängte Preisliste angeschaut haben, wussten wir: daraus wird nichts. Die Preise waren weit weg von Gut und Böse ! So haben wir Vorlieb mit einer Bank nehmen müssen, aber wir waren nicht alleine, die es sich dort bequem gemacht haben.
Lange haben wir es dort nicht ausgehalten. Schnell unsere mitgebrachte Brote vertilgt, Fotos gemacht, und schon ging es weiter, runter zum Lake Mirror.
Dort war es erheblich wärmer, trotz der noch vorhandene dicken Schneeschicht. Auch hier wurde eine Fotopause eingelegt, bevor wir endgültig im Wald verschwunden waren und.....
Mirror Lake
.........und nach etwa 3,5km wieder am Lake Louise raus kamen
Dann ging es mit Auto zurück zum CG, um möglichst schnell unter die Dusche zu kommen.
Da wir später richtig müde waren, verschwanden wir recht zügig im Zelt, und es hieß: Gute Nacht, schlaf schön!!!
Jindra & Sylvia.
Hallo Ihr Zwei,
war das nicht der Lake Louise CG wo es speziell für Zelter einen mit einem Elektrozaun gesicherten Bereich wegen der Bären gibt?
Und was war denn am Teehaus los? Völkerwanderung? Ich muss schon sagen, ihr seid wirklich hart im Nehmen und geht die verregnete Reise sooo positiv an, meine Hochachtung. Das wäre ja schon mit Womo nicht so schön, aber Starkregen und Zelt
Herzliche Grüße
Sonja
Trakki.Reisen
Hi Sonja!
Ja, der CG ist voll mit Elektrozaun umgezäunt. Das Bild zeigt die Einfhart. Kurz hinter dem Kassenhäuschen biegt man nach rechts ab und fährt zu erst über den Bow River. Vor dem Tor ist eine Art wie Gatter platziert, das können die Bären nicht überwinden. Die Ranger sagen, dass es hinter dem CG ein Grizzly Gebiet gibt, sonst würde man bestimmt nicht so eine aufwendige Sache machen.
An dem Tee Haus, das ist meine M. nach tägliches Geschäft, immer eine Völkerwanderung. Der Weg dorthin ist ca. 4,5km lang, sogar teilweise ziemlich steil, aber gut begehbar. So gibt es dorthin täglich dieser Massenandrang. Die Hütte war auch voll besetzt, trotz der wirklich "gut gepfefferten" Preisen.
No Problem, wir haben es so geplant, da muss man durch. Was uns nicht umhaut, macht uns noch stärker
, war die Devise!!!!
Aber in dem tagesbericht von heute (Tag 15.) sind wir doch noch belohnt worden
!!
Lieben Gruß, Jindra.
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Hi Jindra,
da hatten wir Glück, das Teahouse war nicht voll und wir konnten in Ruhe ein (teures)Teechen schlürfen.
Herzliche Grüße
Sonja
Trakki.Reisen
Hallo liebe Jindra,
wir haben damals die beiden Wanderungen kombiniert, erst den Trail Plain of Six Glaciers, dann rueber zu Agnes Teahouse , Mirror Lake und wieder runter. Wunderschoen bei tollstem Bilderbuchwetter. Beim ersten Stopp beim im Plain of Six Glaciers Teahouse, da wo die Tibetischen Faehnchen haengen, hatten wir freie Platzwahl, G.s.D., und auch wir haben eine kleine Teeverkostung gemacht. Unser Vesper haben wir aber draussen auf der Bank in der Sonne verspeist...
Beim Agnes Teahouse hatten wir einen schoenen Tisch auf der Veranda, haben heisse Schocki mit Schuss
getrunken zum Aufwaermen und die tolle Sicht genossen, bevor wir dann wieder abgestiegen sind. Da oben war es im Herbst natuerlich nicht mehr ganz so warm. Aber schoeeeen... und nicht ueberlaufen.
Eine tolle Ecke ist das, wenn man den Flip-Flop-Radius verlassen hat
Hallo liebe Sonja,
das war aber das Plain of Six Glaciers Teahouse, wo ihr da gesessen habt, oder?. Wir sassen da auch unter den Faehnchen. Beim Preis haben wir einfach weggeschaut, auch beim Agnes Teahouse . Das muss man leider in Kanada oefters machen, wegschauen beim Preis... Wird bei uns unter Urlaub und schoene Erinnerungen verbucht.
Liebe Gruesse aus dem suedlichen Amerika,
Bine + Dieter
Hallo Bine!
Diese Wanderung, wie du schreibst, die haben wir im letzten Jahr auch so gemacht, sind bis nach hinten zu den Gletschern gelaufen und wieder zurück und spater über den High Trail. Jetzt sind wir nur zum Tee-Haus und wieder runter und dann auf den High Trail und weiter. Wie ich beobachten konnte, scheint es mir, dass sich der "Flip-Flop Radius" sehr erweitert. Naja, überall kommen sie trotzdem nicht hin
.
Ich denke, dass in der Mitte Juni schon die Hauptsaison langsam in die Gänge kommt, deshalb war es bei der Agnes Hütte wie im Ameisenhaufen. Und wie ich schon geschrieben habe, der Weg hoch können viele Menschen bewältigen. Der geht zwar die ganze Zeit Berg auf, aber die meisten Menschen laufen dorthin um sich da oben zu belohnen. Es ist auch schön, warum nicht??? Und die Inhaber der Hütte freuen sich bestimmt, da es dort oben sowieso nur eine kurze Saison gibt. Zum Glück gibt es viele Leute, die anders denken als es wir gemacht haben
..........
Liebe Grüße, Jindra.
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Hallo Jindra,
es ist wirklich erstaunlich, dass zu dieser Zeit noch so viel Schnee liegt und einige Seen noch zugefroren sind. Da war das wirklich ein sehr langer Winter. Wir sind schon zweimal zu dieser Zeit dort gewesen , da waren richtig gute Temperaturen und die Seen waren eisfrei.
Liebe Grüsse
Christine
Scout Womo-Abenteuer.de
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