Campground: Slickrock-RV-Park in Moab; liegt super, da man sofort im Nationalpark ist, kostet nur $30 mit Full-Hook-Up, Pool und WiFi, ist aber ziemlich verlebt mit schmuddeligen Duschen/Toiletten. Wir bleiben hier trotzdem drei Nächte, weil der Preis stimmt und der Pool bei der Hitze Gold wert ist.
Heute war wieder Reisetag. Nachdem wir auf dem KOA-Campground in Vernal zurück in die Zivilisation und die Dekandenz bewegt haben (heiße Duschen und schlafen in einem richtigen Bett) steht heute die Reise zum Arches-Nationalpark an. Den wollte ich 2009 schon anlaufen, kapitulierte aber unter den Extra-Kilometern. Aber wir konnten Vernal nicht verlassen, ohne das „Dinosaur National Monument“ zu besuchen, eine der reichsten Dinosaurier-Fundstellen der Welt.
Dort wurden 1909 von Earl Douglass unzählige Körperfossilien entdeckt. In der Folgezeit wurden Tausende von Einzelknochen und einige gut erhaltene Skelette von Dinosauriern ausgegraben. Im Besucherzentrum haben wir die Unterlagen für den Junior-Ranger eingesammelt und sind dann mit dem Shuttle zur größten Attraktion des Monuments gefahren, der „Quarry Exhibit Hall“.
Dort haben sie den besonders ertragreichen Teil eines Berges einfach überdacht und aufbereitet – die „Dinosaur Quarry“: Hier liegen etwa 1.500 Skelettteile von Hunderten Dinosauriern, unter anderem Allosaurus, Apatosaurus, Camarasaurus, Diplodicus und Stegosaurus, die am seinerzeit an einem Flußbett umgekommen und dann versteinert wurden. Man steht auf den Stegen über den Funden und staunt darüber, wie dicht Knochen an Knochen liegt.
Nachdem wir alles erkundet hatten und die Kinder den Junior-Ranger-Eid abgelegt hatten, ging die Reise Richtung Süden, über einen Gebirgspass auf die ziemlich öde Interstate 70 in Richtung Moab. Inzwischen war auch Rumo wieder repariert, wir begleiteten ihn auf seine Reise in die Unterwelt. Das war auch das einzig interessante auf der Reise, bis wir auf den Highway 128 abbogen und bis Moab am Colorado-River entlang fuhren, eine nur wenig kürzere, aber unfassbar schönere Route.
Auf dem Weg kamen wir an der 153m langen Dewey-Hängebrücke vorbei. Über die führte früher die Autostraße, bis wenige Meter weiter eine moderne Straßenbrücke gebaut wurde. Im Jahr 2000 wurde die Brücke als Fahrrad- und Fußgängerbrücke wiedereröffnet, nur um 2008 von einem 6-jährigen, der gelangweilt mit Streichhölzern spielte, abgefackelt zu werden. Seitdem hängt sie als Ruine in der Gegend herum.
Heute übernachten wir in Moab auf einem Campground mit Pool, dem Slickrock-RV-Park. Morgen früh geht es dann in den nur wenige Minuten entfernten Nationalpark. Wir sind gespannt.