5. Oct 2016 – Banff
Wir stehen zeitig auf, frühstücken und los geht’s zu den Warner Stables. Ich habe zuhause selbst ein Pferd und als Reiter ist so eine Tour im Westernsattel natürlich ein muss. Sogar Marco hatt auch Lust einen kleinen Ausritt, obwohl er es eigentlich überhaupt nicht mit dem Reiten hat (aber Westernreiten sei ja eh viel cooler
) Auf dem Hof angekommen werden wir von einem tiefenentspannter Mann um die 50 mit Cowboyhut und Strickpulli begrüßt.
Im Sommer haben sie etwa 300 Pferde in Banff. Da einige bereits auf dem Weg zum Winterquartier in Richtung Calgary sind, sind es gerade etwas weniger. Als wir ankommen, startet bereits eine Gruppe einen Ausritt. Wir schauen uns etwas auf der Farm um, vom Mini-Shetty bis zum schweren Kutschenpferd ist alles vorhanden. Der Cowboy erzählt uns, dass sie die Pferde roh auf den großen Viehmärkten kaufen und dann ausbilden. Wir wärmen uns noch etwas am Lagerfeuer (denn es ist heute Morgen wirklich kalt) und dann geht es auch schon los. Marco bekommt einen schicken Schecken (Joe) und ich einen sehr lieben Braunen (Rob). Man erklärt Marco kurz, wie so ein Westernpferd zu lenken ist, und dann reiten wir los Wir sind nur zu dritt, also Marco, ich und unser Guide. Eine gute Stunde geht’s durch den Wald und am Bow River entlang. Marco entdeckt auf Anhieb das Westernreiten für sich, und ist kurz davor, seinen neuen Freund Joe zu erwerben
Die Pferde machen ihren Job wirkliches sehr gut, trotten aber keineswegs (wie befürchtet) nur stoisch hintereinander her. Sie versuchen schon mal zu überholen oder einen Grashalm zu ergattern, reagieren aber schön auf die Hilfen, sodass auch Nicht-Reiter gut zurecht kommen.
Wir können diesen Hof wirklich empfehlen, die Pferde sind gepflegt und zufrieden, auch das Sattelzeug ist gut in Schuss. Man war sehr freundlcih und hat sich viel Zeit genommen.
Zum Mittagessen gehen wir nach Downtown in die „old Spagetti Factory“, welche uns unser Guide empfohlen hatte. Ich bestelle mir Nudeln mit Seafood und Marco Lasagne. Als Vorspeise gibt es noch eine überbackene Zwiebelsuppe und einen grünen Salat. Zum Nachtisch gibt es Ice Cream.
Wir entschließen uns nach dem Essen zu der Berggondel zu fahren, die sich neben den Hotsprings befindet. Eine Gondelfahrt kostet jedoch 59 Dollar, das ist uns dann doch zu teuer... Die Hotsprings entpuppten sich als eine Art Freibad mit kleinem Becken, dass jedoch ziemlich voll ist. Wir ändern unseren Plan und wollen einen Spaziergang zu den Bow Falls machen. Wir parken direkt in Banff beim Feuerwehrhaus auf einem RV-Parkplatz. Marco interessiert sich als Feuerwehrman natürlich sehr für das Fire Department, und wir schauen durch Fenster in die Feuerwache. Dabei bemerkt uns der Fire Department Chief Mike Geissler, der auf Marcos Softshelljacke auch gleich das Feuerwehr-Logo erkennt. Wir kommen ins Gespräch und er gibt uns spontan eine Führung durch die Feuerwache, wirklich sehr nett. Er ist wiklich sehr gastfreundlich und die beiden fachsimpeln eine Weile über Feuerwehrautos und Einsätze.
Zum Abschluss bekommt Marco dann noch ein Patch der Feuerwehr Banff, mit der Bitte, ihm eines seiner Feuerwehr zu senden. (haben wir natürlich längst gemacht)
Auf dem Weg weiter zu den Bow Falls kommen wir an einem tollen Schokoladenshop und einem Westernstore vorbei und shoppen noch ein wenig.
Die Bow Falls erreichen wir schließlich 1,5 km von Downtown entfernt. Im Vergleich zu den Wasserfällen die wir bereits gesehen haben, sind diese hier natürlich nicht so beeindruckend, aber trotzdem schön. Dann gehts wieder zurück zum Camper und auf den Campground. Heute wird nichts mehr gekocht, da wir vom Mittagessen noch sehr pappsatt sind. Wir lesen noch ein bisschen und verkriechen uns dann ins warme Bett.
Hallo Julia89,
da wir einen Teil der Strecke (ohne VI und Vancover - Vancover) im Herbst 18 machen, habe ich aus dem tollen Bericht und den Fotos einige Ziele für Wanderungen rausgenommen. Danke für die Mühe.
Grüßle
Stromi