22.5. Nehalem Bay SP - Portland
Heute geht’s wieder früh los, denn wir haben einiges vor...
Das Wetter scheint nicht viel schöner zu sein als am Vortag, aber zumindest ist es trocken. Unser erstes Ziel ist der Haystack Rock in Cannon Beach. Leider kann man ihn nicht direkt von der Straße sehen, sondern man muss erst das WoMo parken und dann zum Strand laufen. Es scheint tatsächlich gerade Ebbe zu sein, aber der Felsen wird von Wasser umspült. Also keine Tidepools anschauen Da wir auch nicht wissen, ob das Wasser ab- oder zufließt, können wir nicht so lange warten, bis man evtl. besser an den Stein herankommt. Dadurch, dass der Himmel komplett einfarbig langweilig grau war, waren auch nicht wirklich schöne Fotos zu machen. Relativ schnell und enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg.
Ich wollte aber unbedingt noch meine Tide Pools sehen und so versuchten wir es dann im Ecola State Park nochmal. Heute mussten wir übrigens in keinem State Park Eintritt bezahlen, weil wir in einem State Park übernachtet hatten und dann die Eintritte am nächsten Tag mit inbegriffen sind (für alle Oregon State Parks).
Wir fuhren dort zunächst zum Viewpoint, wo man eine richtig tolle Aussicht auf die Küste hat. Nun wirkte das „schlechte“ Wetter endlich mal, wie es sollte, denn so konnten wir die Oregon Küste wirklich so erleben, wie sie wohl meistens anzutreffen ist...
Von dort kann man auch einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel sehen Dann kann man noch entweder zu Fuß oder mit Fahrzeug zum Strand hinunter fahren. Zu Fuß war es ziemlich lang und wir entschieden uns fürs WoMo. Was eher nicht so eine weise Entscheidung war. Stand da auch wieder was von „not advised“ für Motorhomes?! Die Straße war sehr eng und die Äste hingen tief herunter. Ein paar mal hörte man es ordentlich am Dach schleifen... Als wir am Parkplatz ankamen (es waren vielleicht 5mi dorthin), hatten wir auf dem Dach ne Menge Grünzeug angesammelt. Aber zum Glück war alles heil geblieben. Wir gingen also noch ein wenig zum Strand herunter und schauten nach Tidepools. Aber im Moment schien keine Ebbe zu sein... Also hieß es zurück diese Straße hochkämpfen...
Weiter geht’s gen Norden zum Ft. Stevens SP und dort zum Wrack der Peter Iredale. Naja, haut uns jetzt nicht so vom Hocker; ist ja auch nicht mehr so viel übrig geblieben vom Wrack. Wir bleiben nicht lange und schauen uns lieber das alte Fort an. Das ist schon interessanter.
Auf dem Parkplatz vor’m Fort machten wir uns noch ein kleines Mittagessen (Essen wieder im WoMo, weil draußen einfach zu ungemütlich) bevor es gut gestärkt nach Astoria weitergehen konnte. Hier wollten wir noch bei der Sea Shepherd Dam Guardian kampagne vorbeischauen, die dort gerade stattfand.
http://www.seashepherd.org/dam-guardians/
Als deutscher Sea Shepherd Volunteer eine Pflichtveranstaltung !
Nachdem wir und mit den Volunteer vor Ort etwas über die Situation unterhalten hatten wollten wir uns Astoria mal von oben anschauen, von dem Aussichtsturm Astoria Column. Um dorthin zu kommen, muss man sich erstmal einiges nach oben kämpfen. Vom Aufbau der Straßen ist Astoria ähnlich wie San Fransicso. An der Säule bezahlt man erstmal 1$ Eintritt (bzw. fürs Parken) und dann darf man sich den Turm hochquälen Wir sind gut in Form und kommen relativ zügig hoch. Der Ausblick oben ist ganz schön, aber bei dem Wetter ist die Sicht dann doch nicht so der Knaller...
Nun wurde es aber auch langsam Zeit, uns auf den Weg nach Portland zu machen. Das waren nochmal ca. 100 Meilen. Die Tanknadel ging schon wieder bedrohlich auf „Empty“ zu und wir schauten schon ständig, wie weit es noch bis zum nächsten Ort sein würde.. Noch weit weit weg... Zum Glück hatte eines dieser 500-Einwohner-Dörfer eine Tankstelle...
Während der Fahrt fing es an zu regnen und hörte den ganzen Tag nicht wieder auf. Demensprechend war es eine sehr eintönige Fahrt. Gegen frühen Abend kamen wir in Portland an, wo wir zwei Campgrounds zur Auswahl hatten. Der eine lag quasi unter dem Interstate und der andere war so eng zugestellt, dass wir dort auf keinen Fall bleiben wollten. Vom Regen in die Traufe... Naja, bei dem Wetter und der kurzen Aufenthaltdauer ist es auch ziemlich egal, wie es dort aussieht. Wir blieben also bei dem Campground unter dem Interstate. War auch gar nicht soooo laut. Der Campground war ziemlich hässlich und wir bekamen auch noch so einen schönen „Durchgangsplatz“. Als erstes musste dringend die Wäsche mal wieder gewaschen werden. In der Zeit konnten wir etwas von der Geburtstagstorte probieren, die wir gekauft hatten. Naja, sehr gewöhungsbedürftig...
Nachdem unsere Wäsche dann fertig war, konnten wir uns auf den Weg nach Portland Downtown machen, wo wir zu Abend im Melting Pot essen gehen wollten. Das ist ein Fondue Restaurant, das wir im Vorjahr in Las Vegas kennengelernt hatten und wir waren happy, dass wieder eins auf dem Weg lag. Es war jetzt schon relativ spät (ca. 20 Uhr), aber trotzdem mussten wir erstmal auf einen Tisch warten... Ach so, das Parken in Downtown mit WoMo war übrigens gar nicht schwierig, weil um die Uhrzeit alle Parkplätze frei und kostenlos waren
Das Restaurant liegt unterirdisch ohne Fenster, sodass wir uns das Mistwetter zum Glück nicht länger anschauen mussten. Das Essen war wieder hervorragend – absolutes Highlight: „Cookies ‘N Cream Marshmallow Dream“. Schokofondue mit Marshmallows
Das Essen dauerte relativ lange und so kamen wir erst recht spät zu unserem hässlichen Campground zurück.
Campground: Jantzen Beach RV Park