Nach dem Frühstück geht’s erstmal einkaufen (es gibt einen Staples und der hat doch glatt einen Kindle für mich – Sven bekommt meinen bisherigen, da er nicht im Dunkeln liest) und ins Visitor Center. Wir bekommen ein paar Trails empfohlen – vor allem den Little Horse Trail legt die Rangerin uns ans Herz. Also los! Mittlerweile können wir unseren kleinen Wandersmann besser einschätzen – und der Trail ist noch etwas länger als gestern. Wir nähern uns langsam aber sicher einer Felswand mit zwei kegelförmigen Spitzen. David springt die ganze Zeit voraus und sucht die nächsten Steinmännchen. Julian – auf meinem Rücken – trägt sein Stöckchen. So kommen wir gut gelaunt voran. Gegen Ende des Trails biegt er um die Felswand herum ab und endet auf einer Art Beehieve, den man besteigen kann. Ganz klasse, die Landschaft. Ein bisschen schade ist, dass man hierher über die andere Seite auch per SUV kommt. Einer der Fahrer lässt seinen Pickup die ganze Zeit laufen und posiert selbst heldenhaft vor dieser Traumkulisse. Er hat nichts verstanden von dem Gefühl für die unfassbare Natur, die wir sogar unseren Kindern schon vermitteln konnten.
David und ich steigen noch ein bisschen in die Felswand auf. Dann geht’s aber wieder zurück – die Laune des kleinen Wanderers ausnutzen. Mit der Zebra-Kanone von gestern in der Hand rennt er voraus, und das Zebra darf auf jedes Steinmännchen fliegen – einsammeln, weiter. So schaffen wir den Rückweg noch schneller als den Hinweg. David ist glücklich, dass er so viel klettern durfte.
Wir kehren noch kurz im Mc Donalds ein, da wir jetzt auf große Nachtfahrt nach Page gehen. Wir wissen nicht genau, wie lange die Strecke dauern wir, da aufgrund des Erdrutsches kurz vor Page ein großes Teilstück gesperrt ist. Die Kinder setzen wir im Schlafanzug in die Sitze und los geht’s. Wir schlängeln uns nach Flagstaff hoch – geschlossene Schneedecke. Nach einer Stunde kehrt Ruhe ein und ohne Unterbrechung fahren wir in 4 h nach Page auf den Walmart-Parkplatz. Mitten in der Nacht einen schöneren CG anzufahren, hätte trotz Traumlandschaft keinen Sinn gemacht, da wir ja morgen früh gleich zum Flughafen müssen, um unseren SUV zu übernehmen. Also Kinder umgebettet, Rollladen zu, Augen zu.
Hallo Janina,
jetzt habe ich Deinen Bericht bis hierher in einem Stück gelesen.
Ganz super, Eure Kinder sind toll, und ich glaube auch schon infiziert!
Kommen noch ein paar "Landschaftsbilder"?
Herzliche Grüsse Gisela
Hi Janina,
bis hierher bin ich euch auch schon gefolgt !
Da mir Sedona auch recht gut gefallen hat, ich aber den Little Horse Trail noch nicht konnte, habe ich mich mal kundig gemacht -- Link siehe oben.
Bemerkenswert, dass euer Nachwuchs (wie alt ist er eigentlich ? -- ich habe nicht mitgezählt in den letzten Jahren ! ) so flott wandert -- sehr schön.
Grüße
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
Hi Bernhard,
im Dezember wurde er vier. Ist nicht allzu jung zum tapfer Wandern, aber normalerweise lässt er sich von Julians Tragedasein mitreißen - der hingegen würde am liebsten überall "sejber jaufen".
Grüßle, Janina