Ich bin seit 4:30 Uhr Ortszeit wach - der Jetlag lässt grüßen. Um 8:00 Uhr sitzen wir alle frisch geduscht im Gemini-Diner unweit unserer Wohnung beim ersten amerikanischen Frühstück mit Pancakes, Rührei, Bacon und Omelette. Anschließend fahren wir mit der U-Bahn zum Union Square. Dort ist heute ein kleiner Markt. Von dort laufen wir an verschiedenen Universitätsgebäuden vorbei zum Washington Square, wo wir im freien WiFi mit den Großeltern in Deutschland facetimen.
Weiter zu Fuß erkunden wir Greenwich Village - ein Stadtteil mit viel Grün, ruhigen Straßen und wenigen Hochhäusern. Hier könnten wir uns vorstellen, ein schönes Häuschen zu kaufen und zu leben ;-). Im Christopher Park stehen die zu Ehren der LGBTQ-Bewegung erschaffenen Gay-Liberation-Statuen von George Segal. Auf unserem Streifzug muss ich selbstverständlich am Haus von Carrie Bradshaws Wohnung aus „Sex and the City“ vorbei. Der leichte Regen stört kaum und beeinträchtigt die Atmosphäre in diesem wunderschönen Stadtteil nicht. Als der Regen schlimmer wird, finden wir Schutz im Chelsea Market im Meatpacking District, einer alten Keksfabrik, die zum Shoppingcenter umgebaut wurde.
Nach einer Stärkung mit Kaffee und süßen Teilchen hat sich auch der Regen verzogen. Nach dem vielen Asphalt gestern sehen wir heute mehr Grün. Entlang der High Line spazieren wir zwischen den Wolkenkratzern hindurch. Auf den alten Gleisen der 2,3 km langen, stillgelegten Hochbahntrasse ist ein wunderschöner Park mitten durch die Stadt entstanden. Früher wurden hier Fleisch und Geflügel quer durch Manhattan transportiert, heute flanieren Ruhesuchende. Weiter geht’s mit der Metro zur Public Library. Manchmal muss man Glück haben … vor sieben Jahren war der Rose Main Reading Room geschlossen, heute haben wir gerade noch rechtzeitig die letzten freien Karten für die Führung um 15:00 Uhr bekommen - kostenlos! Das war die letzte Chance, heute keine weiteren Führungen. Übrigens wurden hier die Filme „Ghostbusters“ und „Independence Day“ gedreht. Ich bin ganz begeistert von der Atmosphäre in diesem Gebäude: die Vertäfelungen, die wunderschön bemalten Decken, die alten Bücher in den Holzregalen und Schränken und die dort Lesenden an den Tischen in den Leseräumen.
Nach unseren tollen Erfahrungen aus London im Herbst 2022 machen wir uns mit der Metro auf den Weg nach Chinatown, um etwas zu essen. Hier herrscht wirklich ein anderes Leben: Alle Läden wie Supermärkte, Restaurants, Imbisse, Apotheken, Kramläden haben fast ausschließlich chinesische Waren, die Schrift ist entweder nur chinesisch oder englisch /chinesisch gemeinsam. Überall sprechen die Menschen chinesisch, eine echte Subkultur. Leider war das Restaurant zu stark klimatisiert - selbst mein Mann, dem immer zu warm ist, hat gefroren. Das Essen war in Ordnung, kam aber auf keinen Fall an das in London heran!
Von unserem Apartment zu Fuß gut zu erreichen, verbringen wir den Abend wieder im Bryant Park. Hier finden im Sommer von Juni bis September am Wochenende kostenlose Konzerte statt. Heute gibt’s ein kleines Festival mit verschiedenen Bands. Es stehen überall Tische und Stühle bereit oder die Menschen setzen sich mit Picknickdecken auf die Wiese. Man darf sich Essen und Getränke mitbringen oder an den umliegenden Ständen holen. Hier ist sogar Alkohol im Freien - aber im Becher (!) - erlaubt. Ein schöner Ausklang des Tages mit gekühltem Weißwein … im Sitzen.
Hey Andrea,
ein toller Tag in meiner Lieblingsstadt
, super!
Liebe Grüße von der Ostsee
Stephie Scout Womo-Abenteuer.de