Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 12 - 13. Aches National- Park – Besondere Schönheit

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CarmenMarkus
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Beigetreten: 03.10.2017 - 18:19
Beiträge: 66
Tag 12 - 13. Aches National- Park – Besondere Schönheit
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Gefahrene Meilen: 
120 Meilen
Besuchte Highlights: 

Der Arches National Park ist in unseren Augen einer der schönsten Parks auf unserer Reise. Das liegt sicherlich daran, dass dieser Park sehr abwechslungsreich ist, man mit dem Womo in sehr unterschiedliche Regionen mit wechselnden Landschaften fahren kann, tolle Wanderungen unternehmen kann und verschiedenartigste Felsformationen bewundern kann.

Zuerst aber waren wir in Moab einkaufen. Es gab total leckeres Brot, so dass wir 2 Tage später gleich noch mal anhielten und gleich welches eingefroren hatten.

Wir waren natürlich nicht die einzigen, die in den Park wollten und so reihten wir uns erstmal in die Schlange am Eintrittsgate ein. Dort gibt es alles Wissenswertes im Informationcenter, wir wollten eigentlich die Fiery Furnace Tour buchen, leider waren sie aber schon ausgebucht. Nicht schlimm, denn es gibt ja jede Menge anderes zu tun.

Eine recht steile Straße führt hinauf zu einer Hochebene, links bereits die ersten massiven und steil aufsteigenden roten Felsen und rechts ein schöner Blick in das Tal von Moab. Wir haben uns außer auf einen kurzen Stopp bei der Park Avenue und beim Balanced Rock nicht lange aufgehalten. Viele Fotostopps liegen außerdem quasi am Straßenrand wenn man die Park Road durch den Arches National Park fährt, so dass man nicht großartig viel laufen muss. Was wir aber natürlich trotzdem tun, wir wollen ja auch ein bißchen weg vom Trubel. Wir starten mit einem der Highlights des Parks, die sog. Windows Section. Zum Glück finden wir gleich einen Parkplatz und spazieren nach rechts zu den verschiedenen Felsbögen. Hier hat die Natur große Löcher in das Gestein geschaffen und man kann wie durch große Fenster durch diese hindurchsehen.

Es ist ein leicht hügeliger Weg, aber sehr gut ausgebaut und leicht zu meistern. Nicht verpassen sollte man den kleinen Aufstieg zum Turret Arch. Danach haben wir die kleine Wanderung um die Windows Arches unternommen

Auf der anderen Seite des Parkplatzes führt ein sandiger Weg zu dem doppelten Gewölbebogen, dem Double Arch. Man blickt hinauf und sieht gleichzeitig durch zwei versetzte Felsbögen hindurch. Sehr beeindruckend.

Wieder zurück auf den Scenic Drive geht es nach Norden weiter und nach rund 4 Km kommt man an eine weitere Abzweigung, die rechts zum Ausgangspunkt einer Wanderung zum berühmten Delicate Arch führt. Dies ist der steinerne Rundbogen, der eigentlich allseits bekannt ist.

Nachdem wir erstmal ein bißchen am Parkplatz Mittagsrast hielten begannen wir mit vielen anderen die Wanderung. Oben angekommen bestaunten wir erstmal den Arch. Dann machten wir die obligatorischen Bilder und warteten auf den Sonnenuntergang. Eigentlich wollten wir gar nicht so lange bleiben, aber wir kamen in Kontakt mit einem österreichischen Päarchen und so war es recht kurzweilig. Nachdem der Sonnenuntergang einsetzte ging das große Geknipse los, alles unter ein wenig Aufruhr, weil eine Asiatin doch meinte, dass ihr der Sonnenuntergang alleine gehört und sie mitten im Arch Position bezog. Das gab ein ganz schönen Gemurre, bis sie sich dann doch wieder trollte und jeder Bilder geschossen hatte.

Nach dem Abstieg bezogen wir schnell Quartier am Devils Garden Campground.

Am nächsten Morgen erwartete uns strahlender Sonnenschein. Gut so – denn heute steht der Devils Garden Trail auf dem Programm. Der längste Trail im ist meiner Meinung zugleich auch einer der spektakulärsten, denn er führt  nicht nur zwischen oder auf Sandsteinfelsenn zu großartigen Aussichtspunkten, sondern auch zu einigen der bekanntesten Arches und erlaubt so einmalige Einblicke in die Schönheiten des Parks. Hinzu kommt, dass der Loop über den Primitive Trail landschaftlich, als auch wegtechnisch herrlich abwechslungsreich ist, so dass beim Wandern sicherlich keine Langeweile aufkommt.

Als Frühaufsteher sind wir fast einer der ersten und wir sehen am Anfang fast keine anderen. Auf dem  ersten Höhepunkt der Wanderung erreichen wir nach 0,9 Meilen den Landscape Arch. Steht man dicht davor ahnt man, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der entstandene filigrane Bogen in sich zusammen fällt. Nach der Besichtigung des Landscape Archs geht es auf unwegsamen Gebiet weiter. Zum Double O Arch, der aus zwei übereinander liegenden Bögen besteht, geht es über steileres Gelände, doch der Weg ist sehr lohnenswert. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Dark Angel, einer 46 Meter große, aus dem Wüstenboden aufragende Felsnadel. Danach bekommt der Trail einige knifflige Stellen. Der Weg ist nicht mehr ganz so präsent ausgeschildert und hat teilweise steilere Abhänge oder kleinere Klettereinladen. Alles nicht so schlimm, aber manchmal muß man schon die Hände aus den Hosentaschen nehmen (oder man nimmt den Hintern zu Hilfe…). Außerdem musste man nach einer Klettereinlage noch einen kleinen Pool überqueren. Wir ließen zuerst eine kleinere Schulklasse passieren und amüsierten uns, wie ungelenk manche doch das“Hindernis“ nahmen. Naja, zugegebenermaßen war ich als alte Klettererin etwas überheblich. Tja, nur landete von den anderen mit den Füßen niemand im Wasser – Ich dagegen schon wink. Zum Glück nur mit einem Fuß. Was ich aber als gute Ausrede nutzen konnte für eine längere Pause, denn Schuh und Socken mussten ja erstmal trocknen… Nach weiterem Auf und ab mit ein bißchen kraxeln kamen wir noch an einer Rettungsaktion vorbei, eine Touristin hatte sich wohl den Knöchel verstaucht und wurde von den Rangern versorgt. In Höhe des Landscape Arches treffen wir dann wieder auf dem Hauptweg, der schon deutlich frequentierter ist und kommen so auf der bekannten Strecke zurück. 

Nach einer längeren Mittagspause am Camping laufen wir noch eine kleiner Runde über den Campingplatz, hier sind ja in kurzer Entfernung noch einige Arches zu sehen.

Am nächsten Tag schauen wir auf dem Weg aus dem Park noch kurz den Skyline Arch an, von der Parkbucht sind es gerade einmal 0,2 Meilen Fußweg bis zu dem gewaltigen Steinbogen. Der kurze Abstecher lohnt sich trotz des Regens, der schon wieder eingesetzt hat. Wir haben dann erstmal Moab unsicher gemacht, unsere Vorräte aufgestockt und ein bißchen Stadtluft geschnuppert, bevor wir mittags Richtung Kayenta Campground aufbrachen.