Heute geht’s zurück in den Norden von New Mexico, unser Ziel ist Santa Fe. Auf dem Weg dorthin bleiben wir in Roswell stehen und besichtigen das Alien Museum: es ist ungefähr so, wie wir es uns vorgestellt haben. Manche glauben die Ufo Story wohl und ansonsten nützt Roswell diese Geschichte als Touristenattraktion. Wir bleiben höchstens eine halbe Stunde, um die Zeitungsartikel zu lesen und die Alienfiguren anzuschauen, dann geht es weiter.
So schauen Aliens aus
Spuren, die Aliens in Feldern hinterlassen! Schön! Sollten sie öfter machen
Die Fahrt ist lang und langweilig, aber wir bereuen es nicht, diesen Schlenker in den Süden gemacht zu haben, wir haben tolle Orte gesehen.
Da wir kein Internet haben, können wir nicht schauen, wo wir heute übernachten können. Für morgen und übermorgen haben wir den Black Canyon Campground im Santa Fe National Forest reserviert: im Mai wurde unsere Buchung zwar wegen wildfires storniert, inzwischen ist der campground aber wieder offen und so haben wir im Natural History Museum in Albuquerque die 2 Nächte noch einmal reserviert. Und heute? Mein Mann ist zuversichtlich, dass wir vor dem Walmart übernachten können, ich erinnere mich aber dunkel, dass das nicht erlaubt ist. Die privaten campgrounds hier sind teuer.
Als wir ankommen, wollen wir noch kurz auf das Art Festival, das heute zu Ende geht. Als wir es um 16.45 Uhr endlich finden, sagt uns der Parkplatzwächter, dass in einer Viertelstunde Schluss sei, die Stände würden schon abgebaut. Warum hier immer alles so früh zumacht? Bei uns in Europa sind Festivals doch abends noch offen. Schade!
Dann fahren wir zu Walmart: überall stehen Schilder, die verbieten, hier zu übernachten. Mein Mann will sich aber nicht geschlagen geben und fragt drinnen nach. Verboten.
Es gibt eine kleine Diskussion, dann beschließen wir, wenig zuversichtlich, in den Santa Fe National Forest zu fahren, obwohl es schon dunkel wird. Die Straße dorthin führt durch den Wald entlang eines Baches nach oben, wir sehen viele Autos und Kleinbusse, die sich entlang der Straße zum Übernachten hingestellt haben. Es sind definitiv keine Touristen, eher Leute, die nicht wissen, wo sie sonst hin sollen. Manche stehen an pull-outs mit Schildern, die das Übernachten verbieten. Nicht sehr ermutigend, hier wollen wir uns lieber nicht dazustellen. Es geht weiter nach oben, und schließlich erreichen wir den campground und finden -zu unserer großen Erleichterung- den letzten freien Platz, die schöne site 10. Wir registrieren uns und sind froh, dass wir für den Rest unserer Reise fast alles reserviert haben und nicht bangen müssen, wo wir übernachten können.
Der campground selbst liegt im Wald, es ist kühl und riecht nach Wald. Das macht mich richtig glücklich und gibt mir viel Energie, ich fühle mich total ausgelaugt nach den vielen, vielen Tagen Hitze. Es ist, als ob wir alle tief durchatmen. Vielleicht wegen des Kontrasts (Klima, Landschaft) gehört dieser campground zu den schönsten unserer Reise.
Wir grillen und machen ein Feuer, hier ist es erlaubt und im kühlen dunklen Wald besonders schön. Zum ersten Mal seit Wochen brauchen wir einen Pulli und genießen das! Außerdem grillen wir zum ersten und letzten Mal Marshmallows. Aber sie sind uns leider viel zu süß, das ist nichts für uns. Ich und unser Sohn essen grad mal einen, mein Mann und unsere Tochter schaffen zwei. Den größten Teil der Packung entsorge ich in den nächsten Tagen heimlich, vom kleinen Rest essen mein Mann und unsere Tochter immer mal wieder einen, am Ende der Reise ist die Packung endlich leer.
Liebe Claudia,
ja, so ein klimatisches Aufatmen tut gut, das kann ich gut nachempfinden. Auch wenn wir die Hitze wirklich mögen.
Und Marshmallows... bei uns gibt es zwischendurch dann die richtigen, noch süßeren S´mores - aber man muss sie mögen
LG Inga
Liebe Inga
Wow, Du bist mir ja schnell nachgereist!! Hitze und Marshmallows sind wohl individuelle Vorlieben. Manche so, manche so. Bei den Marshmallows war sich unsere Familie einig, bei der Hitze sind mein Mann und ich entgegengesetzter Ansicht...
Liebe Grüße
Claudia
Kompliment, da hat ja wer hübsche Muster in den Feldern hinterlassen. ;-) Dürfen die gern mal auf unserem rasen wiederholen.
Im Sommer ist so ein Waldplatz zwischendurch sehr entspannend, obwohl wir auch zu den Wärmeliebenden zählen. Auf die Marchmallows verzichten wir auch gern.
Liebe Grüße Susan
Liebe Susan
ich finde die Muster auch ganz toll. Obwohl ich immer noch nicht weiß, wie sie entstehen... Das machen Leute extra, oder? (An Aliens glaube ich übrigens nicht)
Lieb Grüße
Claudia