Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 24 - Abgabe Womo und Mietwagensuche

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Snoopy
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Beigetreten: 01.09.2012 - 18:08
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Tag 24 - Abgabe Womo und Mietwagensuche
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
15 Meilen
Besuchte Highlights: 
Fazit: 
Klasse Service von Hertz

Tag 24 – 30.09.2013

 

 

Der letzte Morgen im Wohnmobil hat begonnen und passend dazu hat es geregnet. Zwar nur leicht, aber der Himmel war in der selben Stimmung wie wir. 

 

       

 

Also wurde drinnen gefrühstückt und danach die letzten Sachen zusammen gepackt. 

Nur waren die Campingstühle ganz nass, weil wir mit Regen nicht gerechnet hatten. Die mussten nun so in den Keller.

 

Nun stand auch das letzte Dumpen an, damit das Womo mit leeren Abwassertanks abgegeben wird. Hoppla, was war jetzt? Mit einem Mal staute das Wasser beim Ablassen. Scheinbar war der Erdtank bis oben hin voll. Zum Glück waren wir schon beim Grauwasser und haben den Schieber immer wieder geöffnet und geschlossen und somit Liter für Liter ablaufen lassen. Das hat aber ne ganze Weile gedauert, bis unser Tank dann endlich leer war. Und zu guter Letzt ist auch noch das Endstück für die Verriegelung am AW-Schieber abgerissen. Da passte ja mal alles zusammen heute. Das war wohl ein klares Zeichen, dass wir unsere Womo-Reise beenden sollten.

Nachdem dann endlich alles erledigt, entsorgt und verstaut war, haben wir den Campground verlassen und dem Ranger am Eingang über die Situation mit dem vollen Tank informiert.

 

Bevor wir gegen 10.30 Uhr bei Road Bear auf den Hof gefahren sind, hatten wir noch Propan und Benzin getankt. Die Abgabe war problemlos und schnell erledigt. Wir hatten auf den defekten AW-Schlauch hingewiesen, was notiert wurde. Nach Kontrolle der Füllstände und des Zustandes des Womos wurden die Formulare ausgefüllt. Wir hatten bei Ankunft erwähnt, dass wir einen Mietwagen bei Hertz in Hayward reserviert haben. Während der Abnahme des Womos hatte man sich bereits um unseren Transfer gekümmert.Kaum dass wir unsere Restekiste für nachfolgende Urlauber abgestellt hatten, stand der Fahrer von Hertz bereits vor der Tür. Gut, dass wir gestern Abend beim Lagerfeuer sentimental sein durften, denn jetzt war dafür gar keine Zeit. So schnell und professionell ging es hier zu.

 

Ein paar Minuten später waren wir schon bei Hertz und hier sollte es dafür aber dauern, bis wir ein Auto hatten. Dazu muss ich aber gestehen, dass es mein Fehler war. Es gibt in Hayward zwei Stationen von Hertz, die in der Nähe von Road Bear und eine bei Castro Valley. Ich hatte bei der Onlinebuchung nicht aufgepasst, und versehentlich die andere Station bei der Reservierung angegeben. Somit hatte man hier kein Auto für uns, zumindest keins mit Navi. Also bot man uns ein Auto ohne Navi an, was ich aber dankend ablehnte. Die Mitarbeiter waren nett und wollten uns mit diversem Kartenmaterial versorgen. Danke, aber ohne Navi wollte ich hier nicht rumfahren. Der Stationsleiter konnte mich wohl verstehen und gab mir ein mobiles Gerät von Garmin mit der Bitte, dieses persönlich bei Abgabe am Airport an Hertz zu übergeben. Na das war aber nett. Die Freude währte nur kurz, denn ein anderer Mitarbeiter informierte uns, dass er nur den für uns vorgesehenen Wagen noch reinigen wird. Dauert nur ein paar Minuten. In der Zwischenzeit telefonierte der Stationsleiter wohl mit den Kollegen am Flughafen und nahm uns dann das Navigerät wieder ab. Aus einem mir nicht verständlichem Grund war die Verfahrensweise so nicht möglich. Sich entschuldigend telefonierte er dann schon wieder rum und teilte uns dann mit, dass er ein Auto mit Navi (die sind bei Hertz fest installiert) auftreiben konnte. Allerdings kommt das Auto nicht hierher, sondern wir müssten dort hin. Wohin? Zur Station im Hilton Newark Fremont, so rund 15 Meilen von hier. Ups, und nun? Kein Problem, denn schon stand ein kleiner Asiate in der Tür, der uns dort hin bringen sollte. 

Inzwischen war über eine Stunde vergangen, aber wir hatten Hoffnung, nun doch noch an ein Auto zu kommen. Auf der Fahrt hatten wir uns angenehm mit dem Fahrer unterhalten. Er ist von den Philippinen und lebt seit 14 Jahren in San Francisco.

Nach gut 20 Minuten sind wir am Hilton in Newark angekommen. Wir waren da, aber kein Auto für uns. Die Nachfrage unseres Fahrers ergab, dass der Wagen unterwegs ist und in wenigen Minuten da sein sollte. Wir sollten so lange in der Lobby warten. Dann drehte er sich um und ging kommentarlos. Nun standen wir da wie bestellt und nicht abgeholt. Na das konnte ja heut noch was werden. Wurde es aber nicht, denn kurze Zeit später war unser Fahrer zurück. Er war nur mal für kleine Jungs. Dann endlich kam jemand rein und fragte an der Hertz Station nach uns. Unser Auto stand draussen und wir erhielten die Schlüssel. Ohne weiteres Prozedere haben sich dann die beiden verabschiedet und wünschten uns noch schöne Tage. Wir wollten dem Philippino noch ein Trinkgeld geben, aber lehnte dankend mit „no problem, that´s my job“ ab und war mit dem Bringer unseres Autos verschwunden. 

 

Nun hatten wir nach gut zwei Stunden endlich unser Auto. Der Tank war fast leer, also fuhren wir erstmal tanken. Inzwischen war es nachmittag um zwei und wir hatten langsam Hunger. Daher haben wir beim nächsten MD gestoppt und zu Mittag einen Wrap gegessen. 

In unser gebuchtes Hotel, das Best Western Lighthouse in Pacifica, konnten wir erst ab 16.00 Uhr einchecken. Daher sind wir vorher nach San Francisco rein gefahren. 

 

      

 

            

 

Bis Downtown ging es ganz gut, doch dann hatte sich das Navi irgendwie verirrt. Es sind ja in der City viele One-Way Straßen und unsere Navitante hing immer eine Strasse zurück. So machte das keinen Spaß und wir haben dann in der Nähe des Union Squares das erst beste Parkhaus angesteuert. Erwischt haben wir dann „The White House Garage“ in der Sutter St., eines der ältesten Parkhäuser von San Francisco.

 

       

 

Das hatte irgendwas von einem alten Theater und die Auffahrten waren relativ eng. Auf der obersten Ebene angekommen, empfingen uns die Mitarbeiter vom Valet-Parking. Wir vereinbarten die Zeit, wann wir das Auto wieder abholen wollen und erhielten einen Zettel mit einer Nummer. Dann sollten wir den Autoschlüssel übergeben, alles andere erledigen die Jungs. So richtig geheuer war uns das nicht, hatten wir doch unser Gepäck im Auto. Unsere Papiere und Buchungsunterlagen nahmen wir aber mit.

 

Wir hatten eine Parkdauer von zwei Stunden vereinbart und stürzten uns dann ins Getümmel. Wir liefen zum nahe gelegenen Union Square und weiter zur Market Street. Dort stöberten wir im Levis Store, aber Schnäppchen waren heute nicht zu machen. Mein Schatz hatte aber trotzdem eine Jeans gefunden, die ihr gut gefiel und auch wie angegossen passte. Also nicht lange überlegt und gekauft.

Wir sind dann noch ein bisschen durch die Straßen von San Francisco gebummelt und ertappten uns dabei, dass wir beide an die gleichnamige Serie aus den 70ern denken mussten.

 

                    

 

           

 

Da wir ja morgen den ganzen Tag für San Francisco zur Verfügung hatten, sind wir zurück zum Parkhaus und haben unser Auto geholt. Die Abholung klappte einwandfrei. Dem Mitarbeiter unseren Zettel übergeben, der auch gleich unser vorn geparktes Auto noch die 10 Meter zu uns heran fuhr. Wir erhielten die Schlüssel, bezahlten, ich glaube es waren 15$, und konnten los fahren.

Im Feierabendverkehr ging es dann nach Pacifica, wo unterwegs die Straßen schon wieder in Nebel gehüllt waren.

 

       

 

Gegen 17.30 Uhr haben wir das Hotel erreicht. Beim Check Inn erhielten wir ein Zimmer mit seitlichem Meerblick.

 

       

 

War zwar ganz nett, aber wir wollten den Pacific schon von nahem erleben. Daher schnell das Gepäck aufs Zimmer gebracht und uns nochmal frisch gemacht. Wir wollten eigentlich noch etwas spazieren gehen und mal schauen, wo wir zu Abend essen.

Vom bevorstehenden Sonnenuntergang konnten wir uns wohl verabschieden, denn mit einem Mal zog eine breite Wolkenwand sehr schnell aufs Meer. Somit überlegten wir, wo wir essen gehen. Während dessen zog dieses Wolkenband genauso schnell weg, wie es kam. So konnten wir doch noch ein tolles Schauspiel von Sonne, Wolken und Meer. beobachten. 

 

       

 

       

 

Wir entschlossen uns, neben dem Hotel bei Nick´s unser Glück mit einem Platz an der großen Fensterfront zu versuchen. Es hat geklappt, obwohl der Laden ziemlich voll war. 

Eine sehr nette Bedienung hat uns wohl angesehen, dass wir die großen Portionen nicht schaffen werden. Sie empfahl uns dann eine Vorspeise und ein Gericht, die wir uns dann ja teilen könnten. Eine sehr nette Geste, denn einpacken zum mitnehmen, wie hier üblich, hätte uns auch nichts gebracht.

Die Empfehlung des Essens war wirklich gut - einen gemischten Salat und einen großen Nick-Burger nach Art des Hauses mit Pommes. Geschmeckt hat es toll, bei der Aussicht sowieso.

 

                                  

 

Um halb zehn waren wir dann doch ziemlich geschafft von diesem Tag auf unserem Zimmer. Mein Schatz hat nochmal angefangen, hin und her zu packen und die Koffer zu wiegen. Wollte sie noch Platz für weitere Mitbringsel schaffen? 

Morgen ist zwar unser letzter voller Tag, aber wir freuten uns trotzdem drauf, San Francisco zu erkunden.

 

Viele Grüße

Lothar