Freitag, 02. Juni 2017
Nach einer recht frischen Nacht war es heute morgen schon viel schöner als die Tage zuvor. Die Sonne zeigte sich, aber trotzdem war es bei kräftigem Wind noch ganz schön kühl. Aufgrund des immer wieder aufgewirbelten Sandes haben wir unser Frühstück draußen dann doch wieder nach innen verlegt.
Unser heutiger Weg sollte uns auf den Weg zum Wells Gray NP ins Cariboo Land bringen. Wo wir den Zwischenstopp einlegen, entscheiden wir am Nachmittag. Mal sehen, wie weit wir kommen.
Gegen 09:00 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht und nach ein paar Minuten den ersten Stop in Lillioeet eingelegt.
In diesem auch während des Goldrausches entstandenem Ort am Fraser River steht der 0-Mile-Cairn, der den Beginn der Old Cariboo Road nach Norden markiert
Von hier aus zählte dann die Entfernung zu den nächsten Rastplätzen bzw. Orten, wie 70 Mile House, 100 Mile House usw.
In der Nähe steht auch die ehemalige deutsche Bäckerei noch immer zum Verkauf.
Auf dem Hwy 99 ging es dann ein Stück entlang des Fraser Rivers weiter Richtung Norden. Die Strecke durch die Berge ist gut ausgebaut und es gab immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluß.
Dann ließen wir den Fraser River, den wir erst am Ende der Reise wiedersehen sollten, links liegen und folgten dem Highway. Das Wetter wurde immer besser und wir erreichen den Pavillon Lake. Das von vielen Fotos bekannte smaragdgrüne Wasser sahen wir hier das erste Mal. Und die kleine Insel im See machte Vorfreude auf das, was noch kommen sollte.
Unmittelbar danach schliesst sich der Marble Canyon PP an, wo direkt am See der einfache Campground liegt.
Als Zwischenstopp sicher gut geeignet, für uns aber noch viel zu früh am Tag.
Wir fuhren weiter, vorbei an Steinbrüchen und durch grüne Täler, bis wir den Hwy 97 erreichten.
Auf diesen sind wir dann Richtung Clinton abgebogen. Links dieser schönen Strecke sahen wir dann sogar rote Steine und verspürten einen Hauch Südwest-Feeling.
Kurz danach erreichten wir Clinton. Ein kleines Städtchen, was wohl auch schon seine beste Zeit hinter sich hat. Trotzdem versucht man hier wohl, den Charme zu erhalten und den Tourismus zu beleben.
Beim Bummel durch dieses Städtchen entdeckten wir auch dieses Schild, was uns erinnerte, dass wir ja mal wieder unsere Vorräte auffüllen müssen.
Da es hier keinen ordentlichen Store gab, fuhren wir aber erst einmal weiter. Wir erreichten 70 Mile House und hielten am General Store. Hier gab es zwar auch Lebensmittel sowie frisches Obst und Gemüse, aber für den Grill war nichts Richtiges im Angebot. Als wir wieder draußen waren, staunten wir nicht schlecht über den Fahrer dieses Wagens
Angekommen in 100 Miles House haben wir dann im Save on Food unsere Vorräte aufgefüllt und bei Tim Hortens noch was zum Mittag gegessen. Na ja, es war ja schon eher Nachmittag und wir entschieden uns, zum Fawn Lake Resort zu fahren. Das hatten wir uns im Vorfeld schon als Variante rausgesucht und wurden auch nicht enttäuscht. Dort trafen wir gegen 16:00 Uhr ein und konnten die Site T1 beziehen. Eine schöne Site mit Blick direkt auf den See.
Nach einem leckeren Kaffee machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang des Sees und bestiegen auch den Bird-Tower. Von hier hatte man auch einen schönen Blick auf das Resort und den See.
Leider haben wir nicht viele Vögel gesehen, aber unsere Ausdauer hielt sich auch in Grenzen. Denn hier machten wir nun die erste Bekanntschaft mit den Mücken Also ging es wieder zurück auf unsere Site, wo wir uns erstmal mit Deep Off einschmierten.
Bevor wir das Abendessen vom Grill und Holz für´s Campfire vorbereiteten, saßen wir noch eine Weile draußen und genossen das schöne warme Wetter und die Ruhe hier am See.
Satt und mit dem Wetter wieder zufrieden ließen wir das Campfire in dieser Idylle noch lange knistern und freuten uns auf die nächsten Tage.
Hallo Lothar,
schöne Bilder bei schönem Wetter, die das Kanada-Feeling gut rüberbringen. Mit Mücken hatten wir, die fast zur gleichen Zeit in Kanda unterwegs waren, nur einmal nachhaltigen Kontakt.
Liebe Grüße
Olaf
Hallo Olaf,
ist schon schön, wenn man die Umgebung wieder wahrnehmen und genießen kann. Und meist sind dann auch die Bilder wieder schön.
Mit den Mücken hatten wir dann etwas später auch noch Kontakt, viel mehr als uns lieb war.
Viele Grüße
Lothar
Hej Lothar
Das Fawn Lake Resort - wie schön - da werden wunderbare Erinnerungen wach.
Glücklicherweise wart ihr - trotz lästigen Mücken - im Juni in der Gegend. Das Cariboo Country hat wegen den grassierenden Waldbränden ja eine besonders schwere Zeit hinter sich - auch das Fawn Lake Resort musste zwei Mal zittern, besonders die zweite Feuerfront Anfang September war bedrohlich nahe. Zum Glück wurde das kleine Einod verschont - mittlerweile liegt schon der erste Schnee.
Liebe Grüsse, Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)