Mittwoch, 24. April 2013
Trails: Tapestry, Broken, Sand Dunes, Skyline und Delicate Arch (6,5 mls / 4 ½ h)
Die Bordbatterie hat gehalten, wenn sie uns auch von Anfang an etwas nervös gemacht hatte.
Dafür haben wir jeden Tag mehr oder weniger viel Wasser in der obersten Küchen-, respektive Besteckschublade. Leider fehlt werkseits die elastische Fugenabdichtung des Spülbeckens, ähnliches auch im Bad.
Aber zurück zum Wesentlichen.
Um 9:15 Uhr brechen wir direkt vom Campground zum ersten Arches Dreiklang auf: Den Tapestry, Broken und Sand Dunes Arches. Schwierig, welcher uns am besten gefallen hat, denn jeder ist auf seine Weise einzigartig. Die ersten beiden Arches haben wir gar wieder alleine und ganz einsam besucht. Der Sand Dunes Arch mitten im Slot der Felsen hat seinen Reiz, wenn auch der freie Blick zum blauen Himmel fehlt. Am Rückweg zum CG sticht uns dann natürlich noch der majestätische Skyline Arch ins Gesicht, in seiner heutigen Form erst 1940 entstanden. Nachdem sich ein riesiger Felsquader gelöst und am Boden zersplittert ist, verdoppelte sich damit die Spannweite der Skyline.
Kurz vor dem Eingang zum CG wagen wir noch einen kurzen Blick zum Parkplatz des Devils Garden Trailhead. Er ist wieder mit Autos und Wohnmobilen nur so zugeparkt. So fühlen wir uns bestätigt, diesen zwar herrlichen, aber übervölkerten Trail diesmal nicht zu laufen. Im August 2007 waren wir dort mit zu vielen Gleichgesinnten auf dem Weg, erst zurück wurde es dann auf dem Primitiv Loop etwas entspannter. Und so hatten wir auf eine Neuauflage dieser Erfahrung so gar keine Lust. Einzig schade, dass ich die “Fiery Furnace Tour“ von zu Hause nicht gebucht hatte. Meine Sorge, die Kletterei würde mich zu sehr fordern, wäre wahrscheinlich unbegründet gewesen.
Am WoMo angekommen, genießen wir die Nudelreste vom Vortag, schreiben Karten und ruhen uns ein wenig aus. Schließlich wollen wir heute noch vor Sonnenuntergang zum Delicate Arch. Vorgewarnt vom Fotografengewimmel an der Firewave, verzichten wir auf etwas mehr Rotfärbung und gönnen uns das architektonische Wunderwerk lieber etwas früher und dafür stiller. So zeigt sich der Delicate Arch am Nachmittag von seiner allerbesten Seite, vom wolkenlos azurblauen Himmel unterstützt und dem schneeweißen Manti-La-Sal-Gebirge im Hintergrund. Anfangs sind wir auch tatsächlich nur mit einer Handvoll Gleichgesinnter am “Set“. Doch schon eine Stunde später, also gegen 18 Uhr ist der Rummel für uns zu groß. Das Fass zum Überlaufen bringt für uns eine Horde uninteressierter Jugendlicher, die offensichtlich einem englischen Jugendlager entstammten und die majestätische Szenerie mehr als Happening, denn als Kunstobjekt empfinden.
Um die Abendfärbung nicht ganz zu versäumen, versuchen wir uns auf dem Rückweg noch mit einem kurzen Teleshooting vom Lower Delicate Arch Viewpoint aus.
Am CG zurück stehen für heute noch gegrillte Hotdogs auf dem Speiseplan und auch ein längeres Aufarbeiten der Erlebnisse am Lagerfeuer.
Have a good night – für Fotografenrummel waren wir heute noch nicht bereit.
Hallo Beate,
Die Sorge war mit Sicherheit unbegründet. Wenn ich das schaffe, dann kommst du da auch locker klar. Aber man braucht ja noch Erlebnisse fürs nächstemal.
Herzlichen Gruß
Charly
Alle Wetter auf dem Colorado Plateau
Hallo Beate,
was für eine schöne Abendstimmung im Arches NP! Wie ich den CG dort liebe und die fantastisch rotglühenden Felsen am Morgen und Abend, es ist einfach zu schön!
Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie du darauf kamst, dass die Fiery Furnace Tour nichts für dich sein könnte? Hör mal, du als Oberbergziege, wenn ich mir überlege, was und wo ihr schon in diesem Urlaub gelaufen seid. Das wären Peanuts gewesen!
Wie schön, dass ihr so reiselustige Südwesturlauber seid. Ich bin mir sicher, dass ihr das in Bälde nachholt.
Liebe Grüße
Elli
Scout Womo-Abenteuer.de